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11. Februar 2008, 13:50 Uhr

Norovirus breitet sich aus

Plötzliches heftiges Erbrechen oder Durchfall: Das sind die Symptome einer Norovirus-Infektion. Die Erreger sind in diesem Winter in Deutschland besonders verbreitet. Wem sie gefährlich werden - und welche einfache Maßnahme am besten vor einer Ansteckung schützt.

Zoom

Eine Norovirus-Infektion ist unangenehm, in der Regel aber ungefährlich© Picture-Alliance/DPA

Gut 125.000 Fälle von Norovirus-Infektionen wurden diesen Winter bereits registriert, das sind mehr als doppelt so viele wie im Winter 2006/2007. Dies meldet das Robert-Koch-Institut in seinem jüngsten Wochenbericht. Im vergangenen Jahr lag die Vergleichszahl bei knapp 49.000.

Bislang werden in diesem Winter 26 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Es sterben nur etwa 0,1 Prozent der Erkrankten - vor allem für ältere Menschen kann das Virus gefährlich sein: 79 Prozent der Verstorbenen waren nach Daten der Saison 2006/2007 über 80 Jahre alt. Für Kleinkinder kann ebenso wie für ältere Menschen der Flüssigkeitsverlust durch den heftigen Durchfall für zur Gefahr werden.

Gefürchtet in Pflegeheimen und Kindergärten

Die hochgradig ansteckenden Erreger grassieren in Deutschland vor allem im Winter zwischen Oktober und März und machen sich mit plötzlichem heftigen Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Meist ist die Erkrankung nach zwei, drei Tagen überstanden. Danach kann der Patient noch bis zu 14 Tage lang ansteckend sein. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht.

Die Gründe für die rasante Ausbreitung des Virus sind nach Darstellung des RKI unklar. Es sei möglich, dass mehr Aufmerksamkeit herrsche und verbesserte Nachweismethoden die Fallzahlen hochtreiben. Dennoch spreche vieles dafür, dass "in diesem Jahr tatsächlich eine ungewöhnlich starke Norovirus-Epidemie grassiert", heißt es weiter. Gefürchtet ist der Erreger vor allem an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, etwa Alten- und Pflegeheime, Kindergärten, Bürogebäude oder auch auf Kreuzfahrtschiffen. In solchen Einrichtungen sollten beim ersten Hinweis auf einen Ausbruch sofort Gegenmaßnahmen folgen, vor allem die Abschottung der Patienten und penible Hygiene, wie das RKI rät.

Das Virus wird meist bei direktem Kontakt zum Erkrankten übertragen, aber es kann sich auch über kontaminierte Flächen - zum Beispiel Waschbecken - ausbreiten. Durch sorgfältiges Händewaschen lassen daher Ansteckungen verhindern. Wer sich zuhause um einen Erkrankten kümmert, sollte sehr auf die Hygiene achten. Beim Reinigen des Bades, aber auch von Türgriffen, trägt man am besten Haushaltshandschuhe. Desinfektionsmittel sind nach Angaben des RKI nicht erforderlich. Es empfiehlt sich Kleidung, Bettwäsche und Handtücher bei mindestens 60 Grad zu waschen.

AP
KOMMENTARE (5 von 5)
 
hevosenkuva (11.02.2008, 15:14 Uhr)
Am besten Hände waschen!
Um sie dann hinterher am gemeinsamen Handtuch abzutrocknen und danach die Türklinke anzufassen, die der Vorgänger schon mit seinen nach der Pinkelung ungewaschenen Pfoten kontaminiert hat.
AxelR. (11.02.2008, 15:13 Uhr)
wer untersucht?
Solange sich niemand für die Untersuchung von Mineralwasser und Lebensmitteln auf Noroviren zuständig fühlt, wird sich das Virus immer weiter ausbreiten. Vor Jahren wollte ich verdächtiges Mineralwasser untersuchen lassen, aber weder das RKI, noch das örtliche Gesundheitsamt fühlten sich zuständig. Man verwies mich ans Umweltamt, wo die Sache im Sande verlief.
Eindeutig fehlt hierzulande eine Überwachung von Mineralwasser, Getränken und Lebensmittel auf Noroviren !
Schwaebin (11.02.2008, 15:01 Uhr)
Ja, ja....
wer sowas noch nie hatte, kann schon seine Witze darueber reissen.
Eine Kollegin von mir hatte diesen Virus vor ein paar Wochen. Was sie erzaehlt hat, liess mir die Haare zu Berge stehen. Dagegen ist ein flotter Otto wirklich eine Kleinigkeit.
manndernichtdaist (11.02.2008, 14:27 Uhr)
@malt
schon mal gehabt?
wenn aus allen öffnungen alles mögliche rauskommt, du trotzdem trinken musst damit der wasserhaushalt bestehen bleibt du aber gleich wieder alles rauskotzt? und das für 3-4 Tage?
Malt (11.02.2008, 14:11 Uhr)
Schnelllllllllll.....
...alle in Panik verfallen... das ist der Durchfall des Todes, die neue Pestilenz!!!! ironie/off
.
Freilich nicht angenehm, aber im Grunde doch nur ein flotter Otto!
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