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8. Oktober 2007, 11:57 Uhr

Nobelpreis für "Knock-out-Mäuse"

Mario Capecchi, Oliver Smithies und Martin Evans ist es gelungen, in Mäusen Gene gezielt auszuschalten. Ihre sogenannten "Knock-Out-Mäuse" sind mittlerweile ein zentrales Werkzeug der Genforschung. Für diese Leistung wurden die drei jetzt mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

US-Präsident George W. Bush (r.) gratuliert dem Preisträger des Medizin-Nobelpreises 2007 Mario R. Capecchi© Doug Mills/AP

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die US-Bürger Mario Capecchi und Oliver Smithies sowie den Briten Martin Evans. Sie erhalten die Auszeichnung für eine Technik zum Ausschalten von Genen. Das teilte das Karolinska-Institut in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Dank der Arbeit der drei Forscher können Mäuse geschaffen werden, in denen gezielt eine der vielen tausend Erbanlagen ausgeschaltet wurde - als ob in einem Uhrwerk nur ein Rädchen entfernt wurde. Die in den Tieren sichtbaren Folgen verraten den Forschern dann, welche Funktion das ausgeschaltete Gen hat. Inzwischen gibt es viele tausend solcher "Knock-Out-Mäuse", die ein zentrales Werkzeug der Genforscher geworden sind.

Preisträger des letzten Jahres schalteten auch Gene aus

"Dies sind wahrhaft fantastische Entdeckungen von riesiger Bedeutung für die Menschheit", kommentierte Christer Betsholtz, Mitglied des Nobelkomitees, die Errungenschaft der ausgezeichneten Wissenschaftler

Im vergangenen Jahr hatten die US-Forscher Andrew Z. Fire und Craig C. Mello die Auszeichnung erhalten. Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Gene gezielt stumm schalten lassen.

In den kommenden Tagen werden die Träger des Physik- und die des Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

DPA
 
 
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