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19. Februar 2009, 16:34 Uhr

Kinderwunsch und Kinderwahn

Frauen über 60 werden Mutter. Eltern wählen ein Kind, das dem kranken Bruder Gewebe spenden kann. Und eine alleinstehende 33-Jährige bringt Achtlinge zur Welt. So manches Elternglück, das nur die moderne Medizin ermöglicht, entfacht heftige Diskussionen - in Deutschland geht's dabei auch ums Geld. Von Nina Bublitz

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Kü,nstliche Befruchtung, IVF, Nadya Suleman, Mehrlingsschwangerschaft, Schwangerschaft, kinderlos, Embryo

Nariyah ist eins von acht Kindern, die Nadya Suleman am 26. Januar zur Welt brachte© NBC News/AP

Sechs Embryonen pflanzte der Arzt in ihren Bauch. Weil sich zwei teilten, gebar sie schließlich Achtlinge: Der Fall von Nadya Suleman und ihren Babys wirft die Frage auf, wie weit die moderne Medizin gehen darf, die heute schon Designer-Babys ermöglicht und 70-Jährige zur Mutter macht. Hierzulande schiebt der Gesetzgeber solchen extremen Formen der Medizin allerdings den Riegel vor. Moral kommt vor Machbarkeit; die Regelungen zur künstlichen Befruchtung ("In-vitro-Fertilisation", kurz IVF) sind bei uns härter als in vielen anderen Ländern.

Ein Arzt, der in Rostock oder München einer Frau sechs Embryonen einpflanzt - wie es bei Nadya Suleman geschah -, landet vor Gericht. Maximal drei Embryonen dürfen es in Deutschland pro Behandlungszyklus sein, im Schnitt verpflanzen die Ärzte sogar nur zwei. Und eine alleinstehende Frau kommt als Kandidatin für eine künstliche Befruchtung sowieso nicht in Frage. Da muss schon ein Paar beim Arzt sitzen. Es sind viele, die in die Fruchtbarkeitskliniken kommen: Mehr als 42.000 Paare versuchten im Jahr 2007 in Deutschland per künstlicher Befruchtung ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Wann muss ein Kind im Bauch getötet werden?

Aus medizinischer Sicht ist es absolut sinnvoll, einer Frau möglichst wenige Embryonen einzusetzen. Eine Schwangerschaft mit Zwillingen oder Drillingen, von Achtlingen gar nicht zu reden, ist deutlich riskanter. Die Babys kommen oft zu früh zur Welt, sind körperlich oder geistig behindert. Das Risiko einer Fehlgeburt oder von schweren Komplikationen für die Mutter steigt ebenso. "Die Ärzte müssen über die möglichen Risiken aufklären", sagt Dr. Najib Nassar, Reproduktionsmediziner aus Saarbrücken. "Man schlägt auch einen Fetozid vor, also das selektive Abtöten eines Embryos im Mutterleib. Für die Eltern gibt es an dieser Stelle keine richtige, keine gute Entscheidung - jede Wahl ist für das Paar belastend."

Die Skandinavier stehen deutlich seltener vor dieser schweren Entscheidung: Dort setzen Ärzte bei einer künstlichen Befruchtung für gewöhnlich nur einen Embryo ein. Allerdings erzeugen sie zuvor im Labor mehrere Embryonen, um dann den auszuwählen, der die besten Entwicklungschancen hat. "Wir würden diese Möglichkeit auch gern anbieten", sagt Nassar.

Doch in Deutschland ist so eine Auswahl durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Haben es deutsche Paare, die ohne medizinische Hilfe kein Kind bekommen können, also unnötig schwer? Auch für das Verbot gibt es schlüssige Gründe. Wohin mit den überschüssigen Embryonen, ist etwa eine Frage, die schwer zu beantworten ist. Einfrieren, falls das Paar später noch eine weitere Befruchtung wünscht? Zur Adoption freigeben? Und wenn keiner die tiefgekühlten Zellen will - bleiben sie dann in alle Ewigkeit auf Eis? Oder darf man sie nach ein paar Jahren still entsorgen? In den USA lagern mehrere hunderttausend Embryonen in flüssigem Stickstoff.

Welchen Embryo wählt man?

Eine weitere Frage: Nach welchen Kriterien dürfen Ärzte und Eltern über das Einpflanzen oder Entsorgen von Embryonen entscheiden, wenn diese per Präimplantationsdiagnostik genetisch abgeklopft werden? Die Schwedin Helena Richardson etwa will mit ihrer Tochter, die noch nicht auf der Welt ist, ihren fünfjährigen Sohn retten: Der Embryo des Mädchens wurde ausgewählt, weil ihr Erbgut dem ihres Bruders so sehr ähnelt, dass sie ihm Nabelschnurblut und Knochenmark spenden kann. Auch auf schwere Erbkrankheiten dürfen Embryonen in Schweden untersucht werden, in Deutschland aber nicht.

In den USA gelten einige lockerere Auswahlkriterien: Hat ein Paar schon zwei Mädchen, so können sie gezielt einen Jungen wählen - oder anders herum: Willkommen beim "Family Balancing". Bereits im Jahr 2002 wählten zwei gehörlose lesbische Amerikanerinnen einen ebenfalls tauben Samenspender, damit ihr Kind ohne Gehör auf die Welt kommt. Und in Großbritannien kämpft ein Paar dafür, einen Embryo auswählen zu dürfen, der wie sie gehörlos ist.

Wer zahlt?

Die Diskussion in Deutschland scheint da vergleichsweise einfach: Momentan geht es um die Frage, wer die künstliche Befruchtung zahlt. Bis 2004 übernahmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, seit dem Eintreten des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes müssen die Paare einen Teil des Geldes beisteuern. Jeder Behandlungszyklus kostet Kassenpatienten seitdem etwa 1500 Euro. Wenden Ärzte zusätzlich die ISCI-Methode an, bei der ein Spermium direkt in die Eizelle gespritzt wird, erhöhen sich die Kosten um rund 1600 Euro. Das finanzielle Risiko hat die Einstellung der Paare verändert. "Meist wird verlangt, dass die Ärzte drei Embryonen übertragen, weil die Paare sich dadurch bessere Chancen ausrechnen", sagt Mediziner Nassar. Viele brechen zudem die Behandlung nach dem dritten Zyklus ab, weil die Kosten des vierten gar nicht mehr von den Kassen bezuschusst werden. Dabei sei die Chance, im vierten Zyklus schwanger zu werden, auch nicht wesentlich geringer als im dritten, so Nassar. Und viele Paare versuchen es erst gar nicht mit der IVF. Seit 2004 wurden etwa 13.000 bis 15.000 Kinder weniger in Deutschland geboren, erklärt Reproduktionsmediziner Klaus Bühler im stern.

Sachsen preschte jetzt vor: Das Bundesland will künstliche Befruchtungen bezuschussen. Verheiratete Paare bekommen ab März für den zweiten und dritten Behandlungszyklus bis zu 900 Euro, den vierten bis zu 1800. Nun denkt auch Familienministerin von der Leyen über höhere Zuschüsse für ungewollt kinderlose Paare nach. Das würde sich aus familienpolitischer Sicht wahrscheinlich lohnen.

Diskutieren Sie mit! Wo sind die Grenzen der künstlichen Befruchtung? Dürfen Eltern Wunschkinder in Auftrag geben? Sollen Samenspende, Eizellenspende, Leihmutterschaft unbegrenzt erlaubt sein? Senden Sie Ihre Mail an kinderwunsch@stern.de Eine Auswahl der Beiträge wird am 23. Februar auf stern.de und im stern Nr. 10 veröffentlicht.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema ... lesen Sie im stern Nr. 9. Die Geschichte der Nadya Suleman. Künstliche Befruchtung: Wo sind die Grenzen?

Von Nina Bublitz
KOMMENTARE (10 von 16)
 
sonne713 (20.02.2009, 15:48 Uhr)
traurige gesetzgebung in deutschland
die gesetzgebung in deutschland zwingt deutsche kiwu-praxen dazu "eizell-lotto" zu spielen, es werden willkürlich 3 befruchtete eizellen ausgewählt, nur diese 3 dürfen weiter kultiviert werden. ein völliger unsinn, da sich maximal 30% aller eizellen überhaupt zum stadium der "blastozyste" weiterentwickeln, der rest scheitert am tag 3 block, ein genetisches programm, was die weitere entwicklung der eizelle stoppt.
es ist vollkommen unverständlich, warum deutschland nicht diese unnütze gesetzgebung ändert und endlich eine embryonenselektion erlaubt, wie es in zahlreichen ländern zb in österreich längst der fall ist.
man erspart den betroffenen paaren unzählige unnütze versuche, eingeschlossen die sog. kryo-versuche mit eingefrorenen eizellen, bis man durch zufall aml die eizelle erwischt, die sich dann auch wirklich weiter entwickelt.
als selber betroffene kann ich allen paaren mit kinderwunsch nur raten, gleich ins ausland zu gehen, um die möglichkeiten dort zu nutzen, auch wenn man den versuch dort meist komplett selber zahlen muß. 3 versuche in deutschland, die zur hälfte von der krankenkasse getragen werden sind ebenso teuer. den psychischen schaden, den wiederholte negative ss-tests nach aufwendigen icsi/ivf-versuchen anrichten, kann man mit geld überhaupt nicht aufrechnen...
ein weiteres thema ist die pid (präimplantationsdiagnostik), d.h. das untersuchen des embryos auf genetische schäden. auch das ist in deutschland verboten.
wenn ein solcher erbschaden aber bei einer amniocentese (fruchtwasseruntersuchung) in der 16 ssw (!!!) festgestellt wird, ist ein abbruch der schwangerschaft erlaubt.
das müssen mir die ethikvertreter mal genau erklären...
fazit : unnütze gesetzgebungen in deutschland, kinderwunschpaare werden ausgebremst und das, obwohl wir doch angeblich so dringend kinder brauchen!
hier muss sich dringend etwas ändern!
amaia (20.02.2009, 09:07 Uhr)
ein interessanter Artikel
Die Frage, warum wir doch irgendwie so kinderfeindlich sind und uns über die Methoden der Reproduktionsmedizin aufregen, hat mir doch sehr beschäftigt.
Hier ein interessanter Link dazu.
http://www.iablis.de/iablis_t/2006/hoehne06.html
Biggi49 (20.02.2009, 08:14 Uhr)
Wer nicht betroffen ist, sollte sich kein Urteil erlauben.
Mich erschreckt immer wieder wie meine Vorrednerin schon schreibt, die Verständnislosigkeit und Gefühlskälte einiger Menschen.
Mit Alter hat Unfruchtbarkeit wirklich nichts zu tun. Mit 25 Jahren, mein Mann 28 wussten wir, das wir nur mit Hilfe der Fortpflanzungsmedizin ein Kind bekommen können. Wir sind das Wagnis eingegangen haben viel Geld investiert und viele Tränen vergossen. Am Ende wurde wir belohnt. Bei einer natürlichen Selektierung der Menschheit dürfte keine Krebserkrankung, keine Operation mehr getätigt werden. Irgendwann sind wir alle betroffen und dankbar alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können. Vielleicht hätten wir die Fortpflanzungsmedizin nicht gebraucht, wenn wir beide Hartz4 Empfänger wären und nicht Arbeiten würden? So wie mein Mann, der hart arbeitet und oft mit gesundheitsschädlichen Stoffen zusammenkommt.
blume67 (20.02.2009, 08:09 Uhr)
Ich bin selbst betroffen
Wir sind selbst betroffen, da ich aber aus der vom GEsetzgeber festgelegten Altersgrenzen herausfalle, müssen wir alles selber zahlen. Eine IVF beläuft sich ohne Medikamente auf ca. 3000 E und eine ICSI auf ca. 4.000E. Die WHO hat Ehesterelität (also unerfüllter Kinderwunsch bei Ehepaaren) als Krankheit anerkannt.
Die Gesundheitsreform MUSS gerechter gemacht werden - denn 1,5 - 2 Mio Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch sind keine Minderheit.
amaia (20.02.2009, 07:02 Uhr)
Wer nie in dieser Situation war
kann sich leider kein Urteil erlauben.
Ich bin immer wieder schockiert über die Ignoranz und Gefühlskälte meiner Mitmenschen, die einem in diesen Foren entgegenschlägt.
Da frage ich mich wirklich, ob diese Gesellschaft von meinem in Ausland gezeugten Kind später mal profitieren soll?
Ein unerfüllter Kinderwunsch ist sehr belastend und führte in meinem Fall zu schwersten Lebenskrise die ich bisher erlebt habe. Dagegen war der frühe Verlust eines Elternteils gar nichts. Gleichzeitig litt meine Ehe jahrelang unter der falschen Diagnose von deutschen Ärzten, die meinen Mann als Verursacher ausmachten.
PID: Sowohl bei meinem Mann als auch bei mir bestehen keinerlei Erbkrankheiten oder Gendefekte. Trotzdem habe ich im Ausland die PID angewendet und fehlerhafte Zellteilungen wurden festgestellt.
Eizellspende: Bei meinem Entschluß zur Eizellspende war ich 33. Es ist ein Trugschluß den Frauen zu unterstellen, dass sie vorher Karriere gemacht und sich ihrem hedonistischen Lebensstil hingegeben haben und nun mit 50 auch mal Mutter werden wollen. Umweltbelastungen, PCO, vorzeitige Wechseljahre, Eierstockoperationen in jungen Jahren etc. zwingen auch Frauen um die 30 zu diesem Schritt. Dieser Schritt steht i.d.R. am Ende einer Kinderwunschbehandlung die in Deutschland mit seinen rückständigen Methoden begann und nach Jahren der Hormonbehandlungen, Entäuschungen, Depressionen und großem organisatorischen Aufwand im Ausland endet.
Der Weg der Eizellspende mag egoistisch gegenüber dem Kind sein. Aber seitdem es Verhütungsmethoden in der industriellen westlichen Welt gibt ist der Entschluß für oder gegen ein Kind immer ein Akt des Egoismus.
Recht des Stärkeren: Über diese Gesinnung bin ich schockiert. Errinnert mich an einige Theorien, die in Deutschland vor mehr als 60 Jahren gelebt wurden. Wenn es danach geht, dann sollte man nicht nur sämtliche medizinischen Behandlungen abschaffen, sondern den kompletten Sozialstaat im Allgemeinen. Wer aufgrund körperlicher Gebrechen, Alter oder Brutpflege nicht mehr in der Lage ist seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, hat gemäß den Regel der Natur hier leider auf der Erde nichts mehr verloren?
Ansonsten appeliere ich für ein bißchen mehr Verständnis für Mitmenschen denen unverschuldet die Last der Kinderlosigkeit aufgebürdet wurde. Bei jedem anderen Menschen der durch Krankheit oder andere schwere Schicksalsschläge gezeichnet ist fühlt das die Allgemeinheit doch auch. Warum bei den ungewollt Kinderlosen nicht? Weil man es auf den ersten Blick nicht sieht? Weil wir wahrscheinlich doch in einer latenten kinderfeindlichen Gesellschaft leben und uns deswegen zu Äußerungen über die Überbevölkerung hinreisen lassen und uns dadurch noch als klug, gebildet und weltgewandt fühlen?
Rebella67 (20.02.2009, 00:30 Uhr)
Anmerkungen von einer, die die Situation betroffener Paare studiert hat
@Nina Bublitz: Herzlichen Dank für den Artikel. Es ist wichtig, das Thema „assistierte Befruchtungen“ immer wieder zu thematisieren und Aufklärung in der Bevölkerung zu leisten. Nach meiner Erfahrung haben die meisten Menschen in diesem Land immer noch falsche Vorstellungen darüber.
Ich habe einige Anmerkungen:
Es gibt natürlich Extrembeispiele, wie Mütter im Rentneralter oder 8-fach-Mütter. Allerdings halte ich es für wichtig, darauf hinzuweisen, dass das nicht die Regel ist und die Reproduktionsmedizin in den allermeisten Fällen ein wirklich gutes Werk tut. Nämlich: ungewollt kinderlosen Paaren das Wunschkind zu bescheren. Fast immer können die Paare nichts dafür, dass sie keine Kinder bekommen und diese Realität ist für Paare, die sich Kinder wünschen, grausam! Insofern dürfen wir glücklich über die Errungenschaft der assistierten Befruchtung sein. Es gilt nur, sie nicht zu missbrauchen. Allerdings sind wir schnell am Urteilen über außergewöhnliche Fälle, manchmal zu unrecht.
60-jährige Mütter sind schon extrem. Man darf aber nicht vergessen, dass das Frauen sein könnten, die schon als jüngere Frauen unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch gelitten haben, damals aber keine Möglichkeiten hatten. Wir als Gesellschaft sollten Acht geben, dass wir es gar nicht erst so weit kommen lassen und lieber den Frauen im jüngeren Lebensalter ihre Chance geben.
Achtlingsmütter nach dem Transfer von 8 Embryonen sind selbstverständlich kein erstrebenswertes Ziel. Hier lag die Verantwortung bei dem Arzt, der gewissenlos gehandelt hat. Und auch bei dem Land, das hier nicht einschreitet. In Deutschland ist der Gesetzgeber immerhin verantwortlich für eine Reihe von Drillingsgeburten, da er sich weigert, die Weiterkultivierung von mehr als 3 Embryonen eindeutig zu regeln.
Behandlungen von allein stehenden Frauen: Diese lehne ich nicht pauschal ab. Weil, Frauen Ende 30, die immer noch nicht den richtigen Lebenspartner gefunden haben, leiden manchmal sehr darunter, nun vielleicht nie Mutter zu werden. Mit einfach nur die Behandlung verbieten, macht es sich der Staat zu einfach. Denn diese Frauen werden für sich einen Weg finden, der nicht immer der beste ist. Sie weichen dann auf den privaten Spendermarkt aus, wo sie keinen Schutz vor Infektionskrankheiten und vor Vergewaltigungen haben. Auch machen sich manche sterilisierte Männer einen Spaß daraus, diese Frauen an der Nase herum zu führen. Wenn sich die Frauen im Ausland behandeln lassen, werden meist die Spenderdaten nicht aufgehoben, was wiederum die Rechte des Kindes verletzt. Mir wäre es lieber, wenn es da eine ärztlich überwachte Möglichkeit gibt, wo bevorzugt solche Männer Spender sind, die in ihrem eigenen Leben keine Kinder realisieren konnten und glücklich darüber sind, dass es nun doch noch ein Kind von ihnen gibt, evt. sogar einen sporadischen Kontakt pflegen wollen.
PID: Da wäre ich für eine gesetzliche Regelung in Deutschland, wo im Falle schwerer Erbkrankheiten beim Mann die PID möglich ist. Erbkrankheiten bei der Frau können auch mittels PKD festgestellt werden.
Kosten: Die Kosten müssen unbedingt in einem Rahmen bleiben, der für das Paar sozialverträglich ist. Im Moment ist das nicht der Fall. Ich bin für die Übernahme von 4 oder 5 Behandlungszyklen mit einer Selbstbeteiligung unter der 2% Einkommensgrenze. Dies auch für Paare, die bisher von der Kostenübernahme ausgeschlossen waren (Unverheiratete und Paare mit donogener Befruchtung). Die Fortpflanzungsfähigkeit gehört zu den biologischen Grundvoraussetzungen unseres Lebens. Es ist reichlich unsozial, fortpflanzungsbehinderten Menschen nicht zu helfen! Die Gesellschaft sollte auch daran denken, dass die daraus entstehenden Kinder das Geld später mehrfach zurückzahlen werden. Auch volkswirtschaftlich betrachtet ist das keine Verlustrechnung.
Rebella67 (20.02.2009, 00:26 Uhr)
arenta -Mir wird kalt!
@arenta: Du solltest dir mal bewusst werden, was du da gesagt hast: „degeneriert die Menschheit“ … aufgrund medizinischer Eingriffe. Wenn du das ernst meinst, müssten wir zukünftig auf jegliche medizinischen Eingriffe bei noch fruchtbaren Menschen verzichten!
Und dann noch: „Stärke setzt sich durch, das Schwache wird eleminiert.“ So selbstverständlich in Bezug auf Menschen!!! Da muss man wirklich mal fragen, was da für eine Gesinnung hinter steckt. Mir wird kalt!
aretana (19.02.2009, 20:07 Uhr)
@mscharfe
ich spreche nicht vom faustrecht, sondern von der selektion der natur. das ist ein feiner unterschied. durch solche meines erachtens falschen eingriffe degeneriert die menschheit.
hannes_schinder (19.02.2009, 16:22 Uhr)
Rente
Als Indien noch "Entwicklungsland" genannt wurde brüskierte man sich darüber, dass dort immer mehr Kinder zur Welt kamen trotz Armut, - jetzt machen wir das Gleiche. Wozu Kinder? Für unsere eigene Rente? Als billige Sklaven für die Herren vom Vorstand?
matthias08 (19.02.2009, 14:42 Uhr)
@provocateur
Wenn in 50 Jahren dann auf jeden Arbeitnehmer 2 Rentner kommen, wie sollte man denn da ihrer Meinung nach das Rentensystem noch umbauen?
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