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13. Februar 2009, 14:21 Uhr

Arzt pflanzt 49-Jähriger sieben Embryonen ein

Der kalifornische Arzt, der bereits die Achtlings-Mutter Nadya Suleman behandelt hatte, soll einer 49-jährigen Frau mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben. Parallel laufen Ermittlungen, ob der Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat.

Embyronen, Achtlinge, Nadya Suleman

Ein kalifornische Arzt soll einer 49-jährigen Frau mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben. In Deutschland wäre das verboten© DPA

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits nach Sulemans riskanter Achtlings- Schwangerschaft Untersuchungen aufgenommen, ob der Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat. Die 49-Jährige, der der umstrittene kalifornische Arzt, mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben soll, sei jetzt mit Vierlingen etwa im fünften Monat schwanger. Das berichtet die "Los Angeles Times".

In Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen Ärzte einer Frau höchsten drei Embryonen pro Zyklus einsetzen. In den USA gibt es dagegen keine gesetzlich festgeschriebene Höchstgrenze. Viele Ärzte halten aber Schwangerschaften mit mehr als zwei Babys für riskant.

Der umstrittene Arzt Michael Kamrava äußerte sich bisher nicht zu dem Eingriff. Nach Informationen der "Times" soll die 49-Jährige die Eizellen einer jüngeren Spenderin erhalten haben. Sie soll bereits drei erwachsene Kinder aus einer früheren Ehe haben, wünschte sich aber mit ihrem zweiten, jüngeren Mann noch weiteren Nachwuchs, hieß es.

Spenden und Todesdrohungen erhalten

Mehrlings-Mutter Suleman, die jetzt insgesamt 14 Kinder hat, teilte in dieser Woche auf ihrer Webseite mit, dass die am 26. Januar geborenen Achtlinge alle gesund seien und "täglich kräftiger" würden. Im Internet ruft die 33-Jährige um Spenden für ihre Großfamilie auf. Die Sprecher der ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Mutter sagten am Donnerstag, Suleman habe bereits Spenden, aber auch Todesdrohungen erhalten.

Dem Internetdienst "tmz.com" zufolge suchte die Familie vorübergehend einen "sicheren Ort" auf. Inzwischen sei die alleinstehende Mutter mit ihren sechs älteren Kindern wieder ins Haus ihrer Eltern zurückgezogen, wo sie schon vor der Geburt der Achtlinge lebte. Die Babys müssen noch mehrere Wochen lang im Krankenhaus bleiben.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
aeternitas (15.02.2009, 18:49 Uhr)
Mit 50
ist nun einmal Schluss mit Kinder kiegen. Das hat die Natur auch ganz gut eingerichtet. Es ist nicht wirklich Sinn der Sache, dass Ärzte alles tun, was sie theoretisch könnten. Bei jungen Paaren, die sich verzweifelt Kinder wünschen, sehe ich das noch ein, aber bei so "alten" Patientinnen? Die zudem schon Kinder hat? Werden bald auch 60- oder 70 jährige austragen, weil sie im Alter noch mal Kinder wollen??
Salzsteuer (15.02.2009, 11:02 Uhr)
Die Natur
hat uns eine ganz tolle Fortpflanzungsmethode gegeben. Das sollte man schon mehrmals täglich versuchen.
Wer das nicht schafft oder es nicht klappt ist halt ein Pechvogel. Damit muß man leben können, Diabetiker und andere Kranke können auch nicht alles. Ich kann nicht fliegen und meine Frau nicht schwimmen, das ist auch Pech.
Livia008 (14.02.2009, 13:48 Uhr)
Machen wir uns mal nichts vor:
es gab hier schon immer das Problem, das die Verantworlichkeit bezüglich des Kinderzeugens sehr defizitär ausgeprägt war. Früher waren es die Paare allein, heute sind es die Mediziner. Ich fürchte, da werden auch Gesetze nur sehr marginal helfen.
Luciano (14.02.2009, 00:17 Uhr)
"in Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten"
Na ganz toll. Dafür ist das tagtägliche 1000fache Töten von Embryonen als Mittel zur Familienplanung ausdrücklich erlaubt.
OnceKnown (13.02.2009, 22:32 Uhr)
Ächz...
Idiotisch und fahrlässig.
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