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24. Juni 2007, 18:04 Uhr

Vogelgrippe-Verdacht bestätigt

Knapp ein Jahr nach dem letzten Fall ist die Vogelgrippe zurück in Deutschland. Bei drei verendeten Wildvögeln, die in Nürnberg gefunden worden waren, wurde das hochpathogene Virus H5N1 bestätigt.

Eine Schwanenfamilie am Sonntag am Ufer des Wöhrder Sees in Nürnberg© AP

Zum ersten Mal seit knapp einem Jahr ist in Deutschland wieder die Vogelgrippe ausgebrochen. Bei drei in Nürnberg gefundenen toten Wildvögeln wurde das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus bestätigt. Dies teilte die Leiterin des Veterinäramts Fürth, Karin Köster, am Sonntag mit. Bei den betroffenen Tieren handelte es sich um zwei Schwäne und eine Gans. Bei elf weiteren verendeten Vögeln bestehe der Verdacht auf das aggressive Virus, die Untersuchungen am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems (Mecklenburg-Vorpommern) dauerten noch an. "Ich gehe aber davon aus, dass sie auch betroffen sind", sagte Köster.

Die Krankheitsfälle könnten nach Einschätzung des Loeffler- Instituts aus Tschechien stammen. Auf Grund der geographischen Nähe wäre eine solche Annahme möglich, sagte die Sprecherin des Bundesinstituts für Tiergesundheit, Elke Reinking. Im tschechischen Tisova sei die Vogelgrippe vor wenigen Tagen auf einer Truthahnfarm nachgewiesen worden. Das Virus könnte aber ebenso noch im deutschen Wildvogelbestand vorhanden gewesen sein.

"Wir waren das ganze Jahr in Hab-Acht-Stellung", hieß es aus dem bayerischen Umweltministerum. Allein im Jahr 2006 seien in Bayern 10.000 Wildvögel auf das Virus untersucht worden. Bei 74 Tieren war die Vogelgrippe bestätigt worden, zuletzt bei einem Gänsesäger im Mai 2006. Karl-Heinz Bogner, Leiter des Fachlabors für Veterinärmedizin in Erlangen, zeigte sich überrascht. Experten hätten mit dem Auftreten des Virus eher in der kalten Jahreszeit gerechnet. Für den Menschen bestehe keine direkte Gefahr, da dass H5N1-Virus nur eine kurze Lebensdauer habe. "Es gibt keinen Grund zur Panik - das ist eine Tierseuche", hieß es auch beim Nürnberger Ordnungsamt. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly versprach, in den nächsten Tagen intensiv Ursachen und Hintergründen der ausgebrochenen Seuche nachzugehen.

Im Nürnberger Stadtgebiet waren bis Sonntag an drei Fundorten im Bereich städtischer Seen insgesamt 14 verendete Vögel mit dem Verdacht auf die Seuche gefunden worden. Zuvor war der letzte Vogelgrippe-Fall in Deutschland im August 2006 bekannt geworden, damals war ein Schwan im Dresdner Zoo infiziert. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass das Virus noch vorhanden ist, wir es aber nur nicht aktiv sehen", sagte Reinking.

Im Osten Nürnbergs wurde ein Sperrbezirk von vier Kilometern um die Fundorte eingerichtet. In dem Gebiet müssen Geflügelhalter dafür sorgen, dass sich ihre Tiere in einem abgedeckten Gehege befinden. Hunde und Katzen dürfen im Sperrgebiet nicht frei herumlaufen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
ramteid (25.06.2007, 23:11 Uhr)
Desinteresse
Niemand wundert sich mehr in dieser Gesellschaft. Alle sind mit sich beschäftigt. Alle habe auch irgendwie Angst etwas zu sagen. Es ist ein Teufelskreis. Die Vogelgrippe mußte zurückkehren, G8 ist vorbei, die Klimahysterie geht nicht so richtig, es grünt zu grün, Rinderwahnsinn ist überholt und ein neues Thema noch nicht in Sicht, bei denen die jeden Tag zur Ablenkung von eigentlichen Problemen dafür verantwortlich sind. Also wird die Vogelgrippe wieder erzeugt, außerdem ist sie ja eventuell Marktregulierend. Merken tut ja vor lauter persönlicher Sorgen niemand mehr etwas.
vierpfotenprofi (24.06.2007, 19:59 Uhr)
Was haben wir gelernt?
Wir erinnern uns noch mit Grausen an die damalige Hysterie, der es manche Katze verdankte, plötzlich ausgesetzt zu werden. Vor allem, nachdem auf Rügen eine infizierte Katze gefunden wurde. Dass das Virus nicht aus der Welt ist, darin sind und waren sich die Wissenschaflter einig: Was wird weiter passieren? Haben wir aus den Bildern des vergangenen Jahres irgendetwas gelernt?
Oder wollen wir wieder tatenlos zusehen, wie die Hysterie und die Dummheit regiert? Wie tausende von Tieren "gekeult" werden? Die Gefahr einer Pandemie ist zwar grundsätzlich nicht zu leugnen. Aber wie groß ist die Chance denn wirklich, dass das Tiervirus auf den Menschen überspringen kann? Und was haben wir in einem Jahr getan, um dagegen vorzubeugen? Man darf gespannt sein, was die nächsten Tage bringen
Prometheus90 (24.06.2007, 19:12 Uhr)
PANIK!!!!!
Aaaaahhhhhh, Hilfe!!!!!!!!!!
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