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Fragen und Antworten

Pflanzengift im Bier gefunden - so gefährlich ist das Glyphosat für uns

Viele deutsche Biere sind einer Untersuchung zufolge mit dem Pestizid Glyphosat belastet. Das Pflanzengift steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, die sich Verbraucher nun stellen.

In 14 beliebten Biermarken fanden Experten Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat

In 14 beliebten Biermarken fanden Experten Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat

Bier, das heiß geliebte Getränk der Deutschen, ist belastet. Bei einer Untersuchung der 14 beliebtesten Biermarken Deutschlands fand das Münchner Umweltinstitut Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat. Das Pflanzengift wird im konventionellen Getreideanbau in großen Mengen eingesetzt - im Bier hat es jedoch nichts verloren. Viele Verbraucher sind verunsichert. Was bedeuten die Ergebnisse, muss man sich nun einschränken? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist ein Mittel zur Unkrautbekämpfung und das weltweit am meisten eingesetzte Pestizid. Es wurde in den 1970er Jahren vom Agrarkonzern Monsanto entwickelt und wird in Landwirtschaft, Industrie, Gartenbau und Privathaushalten eingesetzt.

Ist Glyphosat gefährlich für den Menschen?

Darüber sind sich Wissenschaftler uneinig. Im März 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Es steht zudem im Verdacht, hormonell zu wirken und die Fruchtbarkeit zu schädigen.

In welchen Bieren wurde Glyphosat gefunden?

Bei allen getesteten Bieren fanden die Experten Rückstände des Pestizids. 14 deutsche Biere wurden untersucht, jeweils das absatzstärkste Produkt der im Jahr 2015 beliebtesten Marken in Deutschland. Dadurch vermutet das Institut, dass auch andere Biersorten und Biermarken bzw. Brauereien von einer Belastung mit Glyphosat betroffen sein können. Hier können Sie nachlesen, welche Biermarken getestet wurden und welche Mengen an Glyphosat sie jeweils aufwiesen.

Wie hoch sind die gefundenen Mengen an Glyphosat?

In absoluten Zahlen sind die Mengen klein. "Allerdings gilt bei krebserregenden Stoffen, dass es keine Untergrenze gibt, unter der ein Wirkstoff unschädlich ist", sagte Karl Bär vom Umweltinstitut München e.V. zum stern. "Jedes Molekül einer krebserregenden Substanz erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zelle Krebs entwickelt, ein bisschen."

Sollten wir jetzt aufhören, Bier zu trinken?

"Nein, dafür gibt es keinen Grund", meint Silke Schwartau von der Verbaucherzentrale in Hamburg. "Aber trotzdem ist Glyphosat ein unerwünschter Stoff im Bier und die Brauer sollten nun handeln, um die Herkunft dieser Rückstände zu ermitteln und die Rückstände im Bier zu minimieren."

kis

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