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10. Dezember 2008, 14:55 Uhr

Nur verstimmt oder schon depressiv?

Schlecht gelaunt oder traurig ist jeder Mensch hin und wieder. Meist vergeht das nach einer Weile. Ab wann spricht man jedoch von einer echten Depression? Folgende Symptome helfen bei der Unterscheidung Von Kathrin Wanke

Leid, Unruhe, Zweifel, Trauer, selbstkritisch, Schmerz, innere Leere

Selbstzweifel, Schlafstörungen und innere Unruhe sind Zeichen einer Depression© Picture Alliance

Eine Depression kann bei Menschen jeden Alters entstehen. Zu den Kernsymptomen gehören die Antriebshemmung, innere Unruhe, der Verlust der Fähigkeit, Gefühle wahrnehmen und ausdrücken zu können sowie Schlafstörungen.

Darüber hinaus entwickeln depressive Menschen negative Denkmuster sich selbst gegenüber: Sie zweifeln an den eigenen Fähigkeiten, am Aussehen und äußern sich permanent selbstkritisch. Zudem empfinden sie häufig Hilflosigkeit, eine innere Leere sowie (Zukunfts-)Angst, Schuld und Trauer.

Auch in ihrem Verhalten verändern sich depressive Menschen stark: Sie meiden soziale Kontakte, gehen ihren Hobbys nicht mehr nach, verbringen viel Zeit im Bett. Mimik und Gestik sind häufig reduziert, die Stimme leise. Doch auch das Gegenteil ist möglich: Bei der seltenen, so genannten agitierten Depression laufen Patienten rastlos und getrieben hin und her.

Zeichen des Körpers

Auch körperliche Beschwerden können ihren Grund in einer Depression haben, beispielsweise Bluthochdruck, Schmerzen am ganzen Körper ohne nachweisbare organische Ursachen, schnelle Zu- oder Abnahme, rasche Ermündung, vermindertes Konzentrationsvermögen und geringes Lustempfinden. Besonders typisch: ein Druckgefühl in der Brust.

Weitere Literatur zum Thema:

Holger Reiners: „Das heimatlose Ich“, Piper-Verlag, 8,95 Euro
Holger Reiners: „Die gezähmte Depression“, Kösel-Verlag, 17,95 Euro
Ulrich Hegerl, David Althaus, Holger Reiners: „Das Rätsel Depression - Eine Krankheit wird entschlüsselt“, C.H.Beck-Verlag, 19,90 Euro
Lewis Wolpert: „Anatomie der Schwermut“, C.H.Beck-Verlag, 19, 90 Euro
Stefan Weinmann: „Erfolgsmythos Psychopharmaka“, Psychiatrie-Verlag, 29,95 Euro

Von Kathrin Wanke
 
 
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