Im Winter drohen wieder Erkältungen durch Tröpfcheninfektionen: Wir erklären, wie sich Viren und Bakterien übertragen - und wie Sie eine Ansteckung verhindern können. Von Wolfgang Schillings

Schon beim normalen Ausatmen oder Sprechen gelangen Tröpfchen von der Schleimhaut in die Umgebung, beim Husten und Niesen werden Millionen davon in die Luft katapultiert© Illustration: Silja Götz
Draußen klirrende Kälte, drinnen trockene Heizungsluft: Im Winter werden Schleimhäute und Immunsystem stark beansprucht - Krankheitserregern stehen jetzt alle Türen offen. Ist es erst einmal durch ein Virus zu einer Erkältung gekommen, haben Bakterien ein leichtes Spiel und greifen die Abwehr des Körpers massiv an; aus dem leichten Virusinfekt wird möglicherweise eine schwere Bronchitis.
Haben sie sich erst einmal ausgebreitet, finden die Erreger schnell ein Vehikel, das sie in den nächsten "Wirtshaushalt" bringt: Über Tröpfchen von der Nasen-, Mund- und Rachenschleimhaut eines Erkälteten gelangen sie beim Sprechen, Husten und Niesen auf die Schleimhaut eines gesunden Menschen.
Sicher verhindern lässt sich eine Ansteckung nicht. Für ältere Menschen und Personen, die täglich von vielen Menschen umgeben sind, ist eine Grippeschutzimpfung empfehlenswert. Doch mit ein paar Schutzmaßnahmen kann man es den Viren und Bakterien immerhin deutlich schwerer machen, einen Weg in den Körper zu finden.
Übernommen aus ...
GesundLeben
Ausgabe 6/2006