Mit dem Alter lässt die Sehkraft nach und Augenkrankheiten drohen. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen helfen, Alterssichtigkeit und Erkrankungen früh zu erkennen - und erfolgreich zu behandeln. Von Andrea Lepperhoff

Als Künstler hatte er sein Augenlicht ganz besonders im Fokus: Salvador Dali auf einem Foto von 1946© Philippe Halsman/Magnum/Agentur Focus: Corbis
Wie verändert sich das Sehen im Laufe des Lebens?
Ab dem 40. Lebensjahr verweigern sich die Augen zunehmend dem Kleingedruckten, weil das Autofokussystem des Auges ermüdet: der Ziliarmuskel. Er umschließt die Linse ringförmig. Wenn wir in die Ferne blicken, ist er entspannt. Fokussieren wir zum Beispiel von einem Berg auf Buchstaben direkt vor unseren Augen, zieht er sich zusammen und stellt wie der Zoom-Motor einer Kamera auf den Nahbereich ein. Bei Kleinkindern ist die Elastizität der Linse so ausgeprägt, dass sie Gegenstände in fünf Zentimeter Abstand bestens erkennen.
40-Jährige vermögen das noch auf 17 Zentimeter Entfernung. Mit etwa 45 Jahren ist der Punkt des nächsten Sehens auf über 30 Zentimeter weggerückt - und eine Lesebrille fällig. Auch Qualität und Menge der Tränenflüssigkeit, die das Auge säubert und desinfiziert, lassen mit zunehmendem Alter nach. Zu spüren bekommen das vor allem Menschen, die beruflich ständig auf Buchstaben und Bildschirme starren. Denn sie blinzeln dabei weniger, sodass die Lidschläge das Auge seltener mit dem Feuchthaltenass benetzen.
Übernommen aus ...
GesundLeben
Ausgabe 4/2007