Sie träumen davon, einmal 42,195 Kilometer zu laufen? Aber Sie wissen nicht, was Sie dafür tun müssen? Und ob Sie dafür überhaupt geeignet sind? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen. Von Torben Müller

"Tatsächlich stresst diese Disziplin den Körper enorm, der gesundheitliche Nutzen des Rennens ist gleich null", sagt Andreas Nieß, Arzt und Lauf-Experte© Patrick Giardino/Corbis
Der Mythos
Eine jahrtausendealte Legende rankt sich um den ersten Extremlauf der Geschichte. Im Jahre 490 v. Chr. kämpften Athener Soldaten in der Küstenebene bei Marathon gegen das Heer der Perser - und schlugen den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner. Daraufhin schickte der siegreiche Feldherr Miltiades angeblich einen Boten in die rund 40 Kilometer entfernte Heimat, der den Erfolg mit den Worten "Wir haben gesiegt!" verkündete.
1896 traten erstmals Sportler in einem Marathon an. Allerdings begnügten sie sich damals, bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, noch mit knapp 40 Kilometern. Die heute gültige Distanz wurde erst bei den Spielen 1908 festgelegt - durch puren Zufall. Weil das englische Königshaus den Start des olympischen Laufs von Windsor nach London vom Fenster seines Schlosses beobachten wollte, wurde dieser verlegt und die Strecke verlängert - auf die seither gültigen 42,195 Kilometer.
Übernommen aus ...
GesundLeben
Ausgabe 2/2006