14. Mai 2009, 15:58 Uhr

Jeder dritte Deutsche leidet an Dauerstress

Stress breitet sich aus: Für jeden dritten Deutschen ist er ein häufiger Begleiter. Einer Studie zufolge empfinden immer mehr Menschen vor allem den Druck am Arbeitsplatz als schwere Belastung. Wer aber glaubt, dass Top-Manager am stärksten unter Stress stehen, der liegt falsch.

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So gestresst ist Deutschland: Beim Stress-Level gibt es zwischen Nordsee und Alpen große regionale Unterschiede©

Hektik im Job, Sorgen ums Geld: Stress ist zur Volkskrankheit geworden. Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Jeder Dritte steht nach eigenen Angaben unter Dauerstrom - mit schlimmen Folgen: Bereits jeden Fünften holen die gesundheitlichen Folgen der Dauerbelastung ein. Vor allem lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind unter Gestressten weit verbreitet.

"Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker. Kaum jemand kann noch richtig abschalten", sagte TK-Chef Norbert Klusen. Alarmierend sei die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 seien "ausgebrannte" Berufstätige fast zehn Millionen Tage krank geschrieben worden. Dies entspreche einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.

Arbeit am Limit

Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Jeder Dritte arbeitet der Studie zufolge am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet unter dem Druck, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden. Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre größte Sorge sei, dass die Familie zu kurz komme.

Doch auch neun von zehn Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck. Auch Zukunftsängste belasten junge Menschen: 37 Prozent der Befragten befürchten der Studie zufolge, keinen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz zu finden.

Hausfrauen auf Platz eins

Der TK-Studie zufolge stehen nicht Topmanager am stärksten unter Stress, sondern Hausfrauen: 95 Prozent von ihnen klagen über Stress. Ihre Sorgen unterscheiden sich jedoch von Berufstätigen: Vor allem die eigene Altersvorsorge (52 Prozent) und das Gefühl, eigene Interessen häufig zurückzustellen (48 Prozent) führen zur Dauerbelastung.

Für die Studie befragte die TK im Januar dieses Jahres 1.014 Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu ihrem persönlichen Stresspegel, ihrem Umgang mit Stress und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

AP
 
 
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KOMMENTARE (10 von 11)
 
babylon (15.05.2009, 11:51 Uhr)
@Administrator
Vielen dank für die prompte und inhaltliche Aufklärung.
Administrator (15.05.2009, 10:59 Uhr)
@babylon
Liebe/r babylon,
nein wir haben nur einen ganzen Diskussionsstrang gelöscht. Also das Ursprungsposting samt aller sich beziehender Antworten. Und dabei ist auch Ihr Kommentar entfernt worden, da er andernfalls ohne inhaltlichen Bezug gewesen wäre.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
babylon (15.05.2009, 10:56 Uhr)
Administrator
Danke das demokratische Kommentare die nicht zu allem ja und amen sagen gelöscht werden. Ihr seid echt tolle
(Anti-) Demokraten.
Administrator (15.05.2009, 10:52 Uhr)
@tobix
Liebe/r tobix,
es tut uns leid, aber den Kommentar haben wir schlicht übersehen - er ist jetzt gelöscht.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
babylon (15.05.2009, 10:17 Uhr)
@taucher1102
"Alle anderen Demagogen sind für micht mehr wählbar!!!"
Auch die Linken sind (ALLE)Demagogen, oder?
Also wo ist der Unterschied, außer man ist überzeugter Kommunist.
tobix (15.05.2009, 09:57 Uhr)
Liebe stern.de-Admins,
ich frag mich, warum Sie meinen Kommentar einfach so löschen, Xennias aber weiter stehen lassen.
Ich formuliere es aber gerne um:
Xennias Kommentar erinnert stark an rechte Parolen. Es wird implizit gesagt, dass Ausländer uns Arbeitsplätze und Platz wegnehmen und wir deshalb gestresst wären. Und dieser Theorie möchte ich widersprechen. Leiten Sie doch bitte selbst ab, wie Xennias Lösung aussehen mag - wenn ich sie schon nicht skizzieren darf.
Sternchen2020 (14.05.2009, 18:35 Uhr)
Müntefering hat die Rente auf 67 Jahre gehoben
aber nicht bedacht, dass die Leute unter den derzeitigen Verhältnissen spätestens ab 55 abkippen.
.
Weil viele nur Dumpinglöhne erhalten haben, muss dann die Gesellschaft die hohen Gesundheitskosten tragen pluis Grundischerungsrente.
.
An all das haben die pfiffigen Leute nicht gedacht, die das Volk in den vergangenen Jahren derart hat ausbluten lassen.
olli68 (14.05.2009, 18:09 Uhr)
NEBENBEI erledigen.
Hausfrauenarbeit - OK, akzeptiert.
Aber ausgerechnet ihr das höchste Stresspotential zuzubilligen fällt mir schwer - Wir arbeiten beide mit 100% bzw. 66% Arbeitsstelle, haben ein Kind, eine pflegebedürftige Oma, machen z.T. Sport auf dem Niveau eines Bundesligaspielers und haben vor drei Jahren noch ein altes Haus renoviert - da laufen die Tätigkeiten, die das Leben einer Hausfrau so ausfüllen NEBENBEI (oder werden halt mal nicht erledigt - Fenster putzen reicht 1 mal jährlich ;)
Ich glaube aber, dass gerade das Gefühl der Nicht-Akzeptanz (die ja auch aus meinem Beitrag klingen mag) ihren Teil zu negativem Stress beitragen kann...
Thomba55 (14.05.2009, 17:09 Uhr)
Hausfrauen auf Platz 1
ich lach mich tod. Jammern auf Höchstniveau. Deren Leistung erbringt jede/r alleinstehende noch nebenher
taucher1102 (14.05.2009, 17:09 Uhr)
Das Humkapital...
... hat zu dienen, nicht zu klagen! Kranke Welt, ich wähle im September Links. Alle anderen Demagogen sind für micht mehr wählbar!!!
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