25. Januar 2007, 10:42 Uhr

Jede fünfte Katze auf Java hat H5N1

Auf der indonesischen Insel Java hat sich einer Studie zufolge bereits jede fünfte Katze mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 angesteckt und die Infektion überlebt. Wissenschaftler sind besorgt, denn damit macht das Virus einen Schritt näher zum Menschen.

Katzen stecken sich nun auch schon untereinander an. Das Virus könnte sich womöglich schon besser an Säugetiere angepasst haben©

Katzen könnten eine größere Bedeutung für die Entwicklung des Virus haben als angenommen, berichtet der britische "New Scientist" (Nr. 2588, S. 6) über eine Untersuchung indonesischer Forscher. In der ersten Studie dieser Art habe Chairul Anwar Nidom von der Universität in Surabaya Blutproben von 500 Straßenkatzen in der Nähe von Geflügelmärkten auf Java genommen und bei rund 100 Tieren H5N1- Antikörper gefunden. Eine weitaus größere Zahl von Katzen sei wahrscheinlich an einer H5N1-Infektion gestorben.

Katzen können das Virus untereinander weitergeben

Nidoms Ergebnisse zeigten erstmals, welcher Anteil von Katzen sich mit H5N1 infizieren kann, heißt es in der Zeitschrift weiter. Katzen können das Virus untereinander weitergeben. Der Wissenschaftler Albert Osterhaus von der Erasmus-Universität in Rotterdam sagte dem Magazin, die größte Sorge sei, dass das Virus sich in Katzen weiter an Säugetiere anpasse und danach besser auf den Menschen oder sogar von Mensch zu Mensch übertragbar werde.

Es sei bekannt, dass die Pandemie der Spanischen Grippe aus dem Jahr 1918 auf ein Vogelvirus zurückging, das sich in einem Wirt, wahrscheinlich in Schweinen, an Säugetiere angepasst habe, sagte Osterhaus. "Vielleicht sind Katzen der Zwischenwirt für H5N1." Osterhaus hatte im Jahr 2004 gezeigt, dass das H5N1-Virus auf Katzen übertragen werden kann.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Coleman (27.01.2007, 13:29 Uhr)
Diese Statistik ist nicht repräsentativ
Es wurden 500 Katzen untersucht die überwiegend im Umfeld der typischen "wet markets" (Wochenmärkte in Asien)leben undsich ausschliesslich von Geflügelabfällen ernähren.
Man kann von diesen Infektionsraten dieser "wet markets - Katzen nicht auf die gesamte Population in Asien oder gar in Europa schließen!
Reine Panikmache - jetzt muss noch ein Impfstoff für Katzen her, damit der Rubel rollt.
mopsjunkie (25.01.2007, 14:02 Uhr)
wo keine panik,da mach ich welche!
vielen dank für diesen tollen artikel!
das es in asien jede menge vogelmärkte gibt weiß jeder!aber wo bitte gibt es vogelmärkte bei uns?das die katze auf rügen an dem virus gstorben ist,ist zwar erwiesen,aber das war bisher ein einzelfall.
aber schon klar,eine granaten story,
damit kann man auflage machen.
und jetzt das!auf java!was ist mit den katzen,die den virus überlebt haben?wird hier getestet warum diese tiere überlebt haben?wenn ja mit welchen ergebnissen?können diese ergebnisse helfen um einen impfstoff zu bekommen?ist es überhaupt erwiesen das katzen den virus weitergeben können an den menschen?und wenn ja wie?
(mit den tests die ihr unten bewerbt,wird niemandem geholfen,außer denen die diesen schrott verkaufen!)
jede menge fragen,aber denen sollten sie auch mal nachgehen und nicht nur panik verbreiten.das einzige was sie erreichen ist,das bald wieder jede menge katzen ausgesetzt,bestialisch getötet werden usw.
schade eigentlich,bisher hatte ich den stern immer für ein medium gehalten das auch tiefer in die einzelnen storys geht.aber nach und nach bin ich überzeugt,das ihr nur ein ableger der blödzeitung seit!
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