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Seit Jahren kritisieren Experten, dass das Diabetesmittel Avandia das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhe. Jetzt hat die europäische Arzneimittelbehörde empfohlen, das Präparat vom Markt zu nehmen. Auch in den USA sollen es Patienten nur noch in Ausnahmefällen erhalten.
Laut einem Medienbericht wusste das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline bereits 1999, dass das Diabetes-Medikament Avandia häufiger zu Herzproblemen führt. Das Mittel, mit dem jedes Jahr Milliarden umgesetzt werden, gerät jetzt immer mehr in die Kritik.
Die Bundesländer müssen nach einem Zeitungsbericht jetzt nur noch 34 der bestellten 50 Millionen Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs abnehmen. Durch die Einigung mit dem Pharmahersteller sparen sie wohl 133 Millionen Euro.
Kein Schwein redet von der Schweinegrippe. Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt seit Wochen. Dennoch bahnt sich ein neuer Streit um Impfdosen an.
Wirbel um die Schweinegrippe-Impfung: Neben der Bundeswehr bekommt auch die Bundesregierung einen anderen Impfstoff. Die Aufregung ist groß, zu groß? "Wer von Zweiklassenimpfstoffen spricht, blickt nicht durch", kritisiert Wolfgang Becker-Brüser vom pharmakritischen Arznei-Telegramm.
Jedem dritten Europäer droht nach Ansicht der EU-Kommission eine Infektion mit der Schweinegrippe. Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou befürchtet, dass das Virus in den kommenden Monaten deutlich aggressiver werden könnte.
Nur zögerlich haben in den meisten deutschen Bundesländern die Impfungen gegen die Schweinegrippe begonnen. Auch im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf haben sich einige Mitarbeiter gegen H1N1 immunisieren lassen. stern.de hat sich vor Ort umgesehen.
Der Extra-Impfstoff für Minister, Bundesbeamte und Soldaten sorgt in Deutschland seit Tagen für hitzige Diskussionen. Die Bundesärztekammer fordert nun von der Politik, auf den anderen Wirkstoff gegen die Schweinegrippe zu verzichten - und ihn stattdessen Schwangeren und Kindern zu spritzen.
Ärzte sprechen von einem "Skandal", SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach von einem "äußerst unglücklichen" Vorgang: Bundesregierung und Bundeswehr bekommen einen anderen Impfstoff gegen die Schweinegrippe gespritzt als die Bevölkerung. Darin sieht die Regierung jedoch kein Problem.
Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach spricht von "Zweiklassenmedizin": Bundesregierung und Bundeswehr bekommen einen anderen - harmloseren - Impfstoff gegen Schweinegrippe gespritzt als die Bevölkerung. Eine Erklärung blieb die Regierung bislang schuldig.
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