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29. Oktober 2009, 12:45 Uhr

Pestizide in Gewürzen gefunden

Greenpeace hat erneut Pestizide in getrockneten Kräutern und Gewürzen entdeckt. Zahlreiche Proben aus Testkäufen seien "nicht empfehlenswert", teilte die Umweltschutzorganisation mit. Die Supermarktkette Real nahm daraufhin Trocken-Petersilie aus dem Sortiment.

Greenpeace, Pestizide, Gewürze, Kräuter

Pestizide im Gewürzregal: Besonders stark belastet sind laut Greenpeace Paprika- und Currypulver© Picture-Alliance

Greenpeace hat erneut Pestizide in getrockneten Kräutern und Gewürzen entdeckt. Mehr als ein Viertel von 37 Proben aus konventionellem Anbau sei als "nicht empfehlenswert" eingestuft worden, teilte die Umweltschutzorganisation am Donnerstag in Hamburg mit. Besonders stark belastet seien Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie.

"Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen Chemikalien aufs Essen", kommentierte Manfred Straten, Chemie-Experte bei Greenpeace, das Ergebnis. In einer Curry-Probe sei sogar das in der Europäischen Union verbotene Pestizid DDT nachgewiesen worden.

Real nimmt Trocken-Petersilie aus dem Sortiment

Frische Kräuter seien im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet, teilet Greenpeace weiter mit. In getrockneter Petersilie der Metro-Eigenmarke Tip sei dagegen die gesetzlich festgelegte Höchstmenge an Pestiziden überschritten worden. Greenpeace habe Strafanzeige gegen die Handelsgruppe Metro erstattet.

Die Supermarktkette Real, die zu Metro gehört, nahm nach dem Bericht der Umweltschützer in allen rund 340 Märkten in Deutschland Trocken-Petersilie aus dem Sortiment. "Wir nehmen das sehr ernst", sagte Real-Sprecher Albrecht von Truchseß. Real habe zudem den Lieferanten informiert, der auch andere Handelsunternehmen beliefere. Es sei nicht klar, welche Tranche Greenpeace getestet habe. Es werde alles unternommen, dass es in der Zukunft keine solchen Vorkommnisse mehr gebe.

Greenpeace fordert gesetzlich bindende Grenzwerte

Bei Obst und Gemüse seien seit 2007 weniger Pestizidrückstände beobachtet worden, teilten die Umweltschützer weiter mit. Auf getrocknete Kräuter und Gewürze treffe das nicht zu. Greenpeace forderte von der EU-Kommission und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.

Anders als die konventionellen Produkte sind Bioprodukte Greenpeace zufolge unbedenklich. Sie hätten bei allen bisherigen Tests keine oder nur äußerst geringe Pestizidrückstände aufgewiesen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Corazito3333 (29.10.2009, 13:53 Uhr)
die Dummheit der Menschen
wie vielfach gelesen, wird im biobereich kupfer verwendet....... und WER ist schuld an der Misere (war auch zu lesen) die Leute die billig einkaufen....die also vielleicht zu wenig Geld haben (was nicht ihre Schuld ist) und die kaufen das BILLIGE. Schuld sind nicht die die es verkaufen, um mehr Kohle zu machen - auch nicht die aus den Amtsstuben. Schuld ist wer das Zeug unwissentlich kauft
Corazito3333 (29.10.2009, 13:48 Uhr)
naja, wenn der käse kein käse mehr ist....
und der schinken kein schinken mehr, wen wundert das noch!! Die Behörden sitzen auf ihren Hintern und zeichnen sich durch Nichtstun aus und Strafen - die zahlt man aus der Portokasse, man hat ja vieeelll verdient und wer fragt danach wovon die Autos und die Fincas....bezahlt hat???!!!!
datenbaer (29.10.2009, 12:47 Uhr)
Die Wächter der Moral haben wieder einmal geurteilt
Wieder einer dieser "Schocker"-Nachrichten. Nur leider wird wieder von den Einpeitschern des guten Gewissens vergessen mitzuteilen, in welchen Dosen und welche Pestizide genau Bestandteil waren. Die meisten für den Export herstellenden Anbieter arbeiten ja bereits nach den strengen Richtlinien, die meisten "Pestizide" sind ungefährlilch, wenn sie nicht gar von der Pflanze selber stammen. Der eigentliche Grund für die "Warnung" steht am Schluß: Bioprodukte müssen vermarktet werden. Was dabei die Moralwächter vergessen ist, dass diese statt Chemie Schwermetalle benutzen, um die Pfalzen zu schützen. Soweit geht die Wahrheitsliebe von Greenpeace dann doch nicht, zu veröffentlichen, daß im Bioanbau großflächig Kupfer benutzt wird. Zu so viel Wahrheit sind sie dann doch nicht idealistisch genug.
paulali (29.10.2009, 12:13 Uhr)
Bild zum Artikel @stern
hier handelt es sich aber auch um ein Bild aus einem Bioladen, nur mal am Rande
Administrator (29.10.2009, 11:49 Uhr)
@mullewapp
Danke für den Hinweis - wir haben das Bild mittlerweile geändert.
Lammbock (29.10.2009, 11:46 Uhr)
Erst Fisch, dann Fleisch...
Jetzt das Gemüse!

Ja gibts dagegen denn keine Massenschutzimpfung?

Ansonsten gilt: Wer billig will, bekommt billig. Aber dann wirds mit der Gesundheit teuer...
x-cube (29.10.2009, 10:59 Uhr)
Furchtbar
Genmanipuliertes Gemüse, Uranhaltiges Trinkwasser, Pestiziede in Gewürzen, Antibiotika in Fleisch, Gespritztes Obst, Schwermetallbelasteter Fisch usw. usw. usw. usw.
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Kann man heute eigentlich noch irgendetwas essen? Sind denn alle Verrückt geworden unsere Lebensgrundlage zu vergiften.
Sind denn alle Wahnsinnig?
Was ist bloß mit den Menschen los?

Kein wunder sind alle Leute immer wieder krank, bilden Allergien aus und haben ein schlechtes Immunsystem. Naja die Erde wird sich freuen wenn der ekelhafte völlig verblödete Mensch endlich ausgestorben ist.
paulali (29.10.2009, 10:55 Uhr)
@undueberhaupt
können sie das belegen und auch gesicherte Quellen nennen ? und was meinen Sie mit "Bioprodukten" Der Begriff ist ja auch etwas grob umschrieben angesichts der Produktvielfalt auf dem Biomarkt ?!
mullewapp (29.10.2009, 10:25 Uhr)
Bild irreführend!!!
Das Bild zum Artikel zeigt Produkte der Biomarke "Lebensbaum" und suggeriert damit, dass diese belastet sind. Sie wurden aber von Greenpeace überhaupt nicht getestet!!!
undueberhaupt (29.10.2009, 10:01 Uhr)
Bioprodukte!
Die meisten Bioprodukte werden, damit sie fein aussehen, mit Kupfersulfat gespritzt.
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Da wird uns von der Lebensmittelmafia wieder mal ein Bär aufgebunden.
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Giftige Bioprodukte kosten halt ein Paar Cent mehr.
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Es soll Leute geben, die diese Sachen sogar kaufen!
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