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Wenn sich das Schweinegrippe-Virus weltweit ausbreitet, könnte jeder Dritte erkranken, warnen Wissenschaftler. Wie wirkt es sich auf das Leben jedes Einzelnen aus, falls im Herbst und Winter Millionen Menschen gleichzeitig eine Grippe auskurieren?
Die Schweinegrippe ist die erste Grippe-Pandemie seit über 40 Jahren. Das Virus breitet sich beständig aus. Bislang wurden fast 30.000 Infektionen in 74 Ländern registriert. Zwar warnen Experten davor, Panik zu verbreiten. Dennoch, das betonen sie auch, gilt weiterhin: Die Krankheit darf nicht unterschätzt werden.
Nach dem dreizehnten Todesfall in Thailand beraten die EU-Gesundheitsminister über Notfallpläne für den Fall einer Grippe-Pandemie. Für Deutschland schätzt das Bundesinstitut für Tiergesundheit das Einschlepprisiko mäßig bis hoch ein.
Sollte die Vogelgrippe auf Menschen übergreifen, werden die weltweiten Kosten einer Pandemie auf über 800 Milliarden Dollar geschätzt. Auch Deutschland würde bei so einem Szenario ein wirtschaftliches Desaster drohen.
Gesundheitsexperten befürchten, dass sich die Schweinegrippe im Herbst und Winter in Deutschland massiv ausbreitet. Sie rechnen mit mehr schweren Krankheitsfällen und auch mit ersten Todesopfern. Derweil läuft der Streit über die Impfkosten: Die Krankenkassen kassierten eine Abfuhr vom Gesundheitsministerium.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Vogelgrippe auch von Mensch zu Mensch übertragen wird - das fürchten zumindest Experten der WHO. Die Folgen könnten verheerend sein.
Kaum ist der strenge Winterfrost abgeflaut, denken Experten auch schon an die Rückkehr der Zugvögel - und die Gefahr der Vogelgrippe. Ihr Rat: Erneute Stallpflicht für Geflügel - ab März.
Die Europäische Union bereitet sich auf eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe vor. Die EU-Staaten wollen dabei eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig warnte man vor Hysterie: Eine Pandemie sei keineswegs sicher.
Ob Grippe-Pandemie oder Klimakollaps - an Katastrophenwarnungen fehlt es nicht. Doch kaum jemanden bringen sie aus der Ruhe. Selbst dann nicht, wenn es womöglich angebracht wäre.
Die Zahl der Schweinegrippe-Infektionen steigt von Woche zu Woche. Zwischen dem 9. und 15. November steckten sich rund 26.500 Menschen mit dem H1N1-Virus an. Die stern.de-Grafik zeigt, welche Bundesländer besonders betroffen sind.
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