Kamerafahrt auf Atemwegen

Der Blick in die Bronchien: Mit einem Endoskop können Ärzte ins Innere des Körpers schauen. Eine Lungenspiegelung kann bei einer Bronchitis sinnvoll sein.

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Mithilfe eines Endoskops, eines kleinen Geräts, an dem eine Kamera befestigt ist, können sich Fachärzte in der Lunge umsehen©

Wenn der Arzt es genau wissen will, schickt er Sie zu einer endoskopischen Untersuchung der Lunge. Das kann bei einer Lungenentzündung der Fall sein oder wenn eine Therapie mit Antibiotika versagt hat.

Bei der Lungenspiegelung schiebt der Facharzt einen dünnen flexiblen Schlauch, ein Bronchoskop, durch die Nase oder den Mund und führt ihn durch den Kehlkopf und die Luftröhre bis in die Bronchien vor. Für diese unangenehme Prozedur werden die Patienten betäubt.

An der Spitze des Bronchoskops sitzt eine kleine Kamera mit Lichtquelle. Damit kann der Arzt alle Regionen in der Lunge absuchen und genau sehen, was sich dort abspielt. Außerdem durchziehen den Schlauch noch einige Kanäle: etwa um Spülflüssigkeiten einzuleiten oder Sekrete abzusaugen. Es gibt auch Kanäle, durch die chirurgische Instrumente an den Ort des Geschehens gebracht werden können. So kann der Arzt Fremdkörper entfernen oder Gewebe entnehmen. Er kann mit dem Endoskop sogar Abstriche machen und, falls nötig, Blutungen stillen.

Im Labor können entnommene Proben untersucht werden. Das Gewebe und die Spülflüssigkeit könnten Bakterien, Viren oder vielleicht sogar Krebszellen enthalten.

Wolfgang Schillings
 
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