Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Stern Logo Ratgeber Erkältung & Grippe

Diese Medikamente helfen bei Erkältung

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Kaum einer, der im Winter davon verschont bleibt. Frei verkäufliche Mittel versprechen Abhilfe. Doch welche sind sinnvoll?

Schniefnasen sind nun wieder vermehrt anzutreffen

Schniefnasen sind nun wieder vermehrt anzutreffen

Haaaatschi! Willkommen im Club. Nach den milden Temperaturen an Weihnachten ist es nun vielerorts bitterkalt. In den Büros, auf den Straßen und in den U-Bahnen wird wieder kräftig geschnieft und gehustet. Wenn der Hals kratzt, die Glieder schmerzen, die Nase läuft und der Husten sich hartnäckig hält, versprechen Mittel aus Apotheken und Drogerien Abhilfe. Doch welche sind empfehlenswert?

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "test" hat Stiftung Warentest die Medikamenten-Datenbank ausgewertet und die 50 günstigsten unter den besten rezeptfreien Mitteln gegen Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Fieber herausgesucht. Das gute Ergebnis: Die meisten der Mittel bewerten die Experten als geeignet. Dieses Prädikat erhält ein Mittel, wenn es ausreichend erprobt und seine Wirkung erwiesen ist und der Nutzen die Risiken übersteigt.

Gegen Halsschmerzen sind etwa Emser Pastillen geeignet - mit oder ohne Menthol. Sie sind für 3,65 Euro in der Apotheke erhältlich. Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Parazetamol helfen gegen Fieber: Paracetamol dura 500 mg ist etwa für unter einem Euro erhältlich und für Kinder mit einem Gewicht ab 33 Kilogramm und Erwachsene geeignet. Bei Schnupfen bewertet Warentest unter anderem Sprays und Tropfen ohne Konservierungsstoffe als hilfreich. Als Wirkstoffe sind darin Xylometazolin oder Oxymetalozin enthalten. Das Snup Schnupfenspray 0,1 % ist für Schulkinder und Erwachsene geeignet und für 3,61 Euro erhältlich. Bei Reizhusten ohne Auswurf empfiehlt Warentest Hustenstiller mit dem Wirkstoff Dextromethorphan. Länger als drei Tage sollten sie ohne ärztlichen Rat allerdings nicht verwendet werden. Auch bei Kindern gilt: Erst den Hausarzt fragen, bevor mit der Einnahme begonnen wird. Günstig sind die Kapseln von Ratiopharm Hustenstiller Dextromethorphan. Sie sind für 4,08 Euro erhältlich.

Kombipräparate sind wenig sinnvoll

Halsschmerztabletten, Tabletten mit Hustenlösern und Hustensäfte auf pflanzlicher Basis können laut Warentest helfen. Sie sind aber nur mit Einschränkung geeignet, da ihre therapeutische Wirksamkeit noch besser belegt werden sollte, schreiben die Tester.

Kombipräparate wie Grippostad C oder Wick MediNait werden zwar stark beworben, die Stiftung Warentest rät jedoch - wie schon seit Jahren - von ihnen ab. Solche Mittel enthalten mehrere Wirkstoffe, mit denen verschiedene Symptome gleichzeitig bekämpft werden sollen. Die Wirkstoffe sind aber oft nicht gut zusammengestellt und belasten den Körper, so das Urteil der Tester. Ihr Rat: Das Geld für Kombipräparate lieber sparen und Symptome wie Schnupfen oder Halsweh mit einzelnen Medikamenten besser gezielt bekämpfen.

Selbst die besten Medikamente können die Erkältungssymptome allerdings nur lindern. Mehr als 200 Erkältungsviren sind bekannt, der Körper muss seine Abwehrkräfte gegen diese immer wieder neu mobilisieren. Im Schnitt dauert es bei Erwachsenen sieben bis zehn Tage, bis die Erkältung verschwunden ist. Bis dahin gilt: Ausreichend trinken und ausruhen, das unterstützt den Körper im Kampf gegen die Viren.

Die komplette Liste der von Warentest bewerteten Medikamente finden Sie gegen Gebühr unter www.test.de.

Infografik "Sehen und Verstehen": Erkältung: Wie sie entsteht und was uns schützt

lea

Stern Logo Das könnte sie auch interessieren

Partner-Tools