So wappnen Sie sich gegen Schnupfen

Im Herbst haben Erkältungen Saison: stern.de erklärt, was in Ihrem Körper passiert, wie Sie Ihr Immunsystem stärken und was Sie bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit machen können.

Diagnose

Wenn Sie mit Ihrem Schnupfen zum Arzt gehen, wird er Sie zunächst ausführlich befragen. Er will wissen, seit wann die Beschwerden bestehen, ob Sie Fieber haben und wenn ja, wie hoch es ist. Er wird sich auch erkundigen, wie das Nasensekret aussieht, ob es zum Beispiel eitrig ist. Denn es gilt herauszufinden, ob Sie einen schlichten grippalen Infekt, eine Grippe oder gar eine Mischinfektion haben, bei der neben Viren auch Bakterien ihr Unwesen treiben.

Nach der Befragung untersucht der Arzt Sie gründlich:

  • Mit einem Blick in den weit geöffneten Mund betrachtet er die Mund- und Rachenschleimhaut: Sind sie rot, liegt eine Entzündung vor, entweder ausgelöst durch Viren oder durch Bakterien. Weiße Beläge auf den Mandeln sprechen eher für eine bakterielle Mandelentzündung.
  • Mit den Händen tastet er unterhalb des Kiefers den Hals seitlich abwärts. Dort sitzen Lymphknoten. Sind sie geschwollen, weist das auf entzündete Gaumenmandeln hin.
  • Mit dem Stethoskop hört er die Lunge ab. So kann er zum Beispiel feststellen, ob sich Flüssigkeit in der Lunge gesammelt hat und ob die Lunge entzündet ist.

Zusätzliche Untersuchungen

Normalerweise reichen das Gespräch und die körperliche Untersuchung aus, um die Diagnose stellen zu können. Sind die Symptome aber untypisch oder besonders schwer, sind weitere Untersuchungen notwendig. Das können sein:

  • Ein Röntgenbild der Lunge
  • Ein Bluttest, um herauszufinden, ob es sich um einen harmlosen Infekt oder um eine Grippe handelt
  • Einen Allergietest: Nicht selten steckt hinter einer laufenden Nase eine Allergie, zum Beispiel ein Heuschnupfen
  • Ein Rachenabstrich: Anhand des Sekrets können Laboranten herausfinden, ob Viren oder Bakterien die Übeltäter sind, und falls ja, welche
  • Eine Lungenspiegelung: Damit kann der Arzt am besten den Erreger einer Lungenentzündung nachweisen. Außerdem kann er damit zum Beispiel ein Tumorleiden feststellen.
  • Eine Computertomographie: Sie wird allerdings wie die Lungenspiegelung nur selten gemacht.
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