So wappnen Sie sich gegen Schnupfen

Im Herbst haben Erkältungen Saison: stern.de erklärt, was in Ihrem Körper passiert, wie Sie Ihr Immunsystem stärken und was Sie bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit machen können.

Therapie

Sorgen Sie für Ruhe. Legen Sie sich ins Bett oder warm eingepackt auf das Sofa und schonen Sie Ihren Körper. Das hilft Ihnen am besten bei einer Erkältung. Medikamente können den Verlauf von Husten, Schnupfen und Heiserkeit nicht beschleunigen, sie können nur die Symptome lindern. Die Ursache, die Viren, werden sie nicht mit Tabletten oder Heiltröpfchen schneller aus Ihrem Körper vertreiben können. Das schafft nur Ihr körpereigenes Immunsystem. Wenn sich zu den Viren allerdings auch noch Bakterien gesellt haben sollten, können Sie Antibiotika nehmen. Dies müssen Sie aber zuvor mit Ihrem Arzt besprechen.

Gegen Erkältung und Schnupfen können Sie folgendes tun:

  • Trinken Sie so viel, wie Sie möchten. Es wird zwar oft behauptet, dass viel Flüssigkeit die Heilung beschleunigt. Aber das ist zumindest für Kinder und Jugendliche wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen.
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum, indem Sie ein Schälchen mit Wasser auf die Heizung stellen. So trocknet die Nasenschleimhaut nicht aus.
  • Inhalieren Sie, zum Beispiel mit Salz, Kamillenblüten, Latschenkieferöl, Teebaumöl. Die angegriffenen Schleimhäute werden angefeuchtet und erwärmt. Viele Schnupfenviren sind hitzeempfindlich und werden durch den heißen Dampf unschädlich gemacht.
  • Trinken Sie viel heißen Kräutertee wie Ingwer mit Zitrone, Salbei, Huflattich, Eibisch, Thymian.
  • Gurgeln Sie regelmäßig mit schleimlösenden Kräuteraufgüssen aus wilder Malve, Salbei, Kamille und Arnika.
  • Gegen Halsschmerzen und Heiserkeit helfen schleimlösende Kräuter wie wilde Malve, Salbei, Kamille und Arnika.
  • Bei Husten helfen Aufgüsse aus Spitzwegerich, Thymian, Efeublättern, Primel- oder Süßholzwurzel. Sie hemmen die Entzündung und wirken krampflösend.
  • Meiden Sie Zigaretten und Alkohol.

Hilfe aus der Apotheke

Gegen Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen helfen freiverkäufliche Medikamente. Allerdings sollten Sie Schmerzmittel nur an höchstens zehn Tagen im Monat einnehmen. Geeignet sind Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Ibuprofen.

Gegen Schnupfen helfen Nasentropfen und -sprays. Sie enthalten einen Wirkstoff aus der Gruppe der so genannten Alpha-Sympathomimetika. Diese Substanzen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen. Sie sollten allerdings höchstens fünf Tage hintereinander benutzt werden. Sonst trocknet die Nasenschleimhaut aus, schwillt chronisch an und braucht weitere Medikamente. Oft verordnen Ärzte Antihistaminika (Anti-Allergiemittel) gegen eine verstopfte Nase. Die helfen bei allergisch bedingtem Schnupfen. Bei einer harmlosen Erkältung dagegen können Antihistaminika wenig ausrichten.

Gegen Husten helfen Hustenlöser. Schleimlösende Präparate machen den Schleim flüssiger, so dass Sie ihn besser abhusten können. In den Präparaten sind unter anderem Wirkstoffe wie Acetylcystein (ACC), Ambroxol, Bromhexin und Guaifenesin enthalten. Ihre Wirksamkeit konnte bisher jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Ähnliche Wirkung haben pflanzliche Wirkstoffe wie Eibisch, Huflattich, Thymian, Efeu, Anis, Spitzwegerich.

Hustenstiller helfen bei trockenem Reizhusten, indem sie den Hustenreflex im Gehirn unterdrücken. Herkömmliche Wirkstoffe sind zum Beispiel Codein, Hydrocodon, Dextromethorphan - alles Abkömmlinge des Morphins. Diese Präparate sind deshalb verschreibungspflichtig.

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