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Der Keim, der aus der Katze kam

Experten fürchteten Millionen von Toten: 2003 wütete die Lungenerkrankung Sars in Asien, Reisende brachten sie nach Europa. Auslöser war ein bis dahin unbekanntes Virus.

Larvenroller

Wang Guanchao züchtet auf seiner Farm in der Provinz Zhejiang Larvenroller.

Die Abkkürzung Sars steht für schweres, akutes respiratorisches Syndrom. Damit ist das Hauptsymptom der Krankheit beschrieben: Die Kranken leiden unter Atemnot. Denn die Viren, die Sars auslösen, greifen die Lunge an. Elf Prozent der Erkrankten starben seinerzeit daran. Ärzte standen der Krankheit hilflos gegenüber, sie konnten sie weder heilen noch aufhalten.

Der verantwortliche Virus war vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt. Erst 2003 konnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Erreger identifizieren. Sie nannte ihn Sars-Coronavirus, weil er zur Gruppe der Coronaviren gehört. Diese Keime sind weit verbreitet, sie befallen Mensch und Tier. Gewöhnlich lösen sie harmlose Erkältungen aus.

Das Virus aus der Schleichkatze

Das Sars-Coronavirus stammt aus dem Larvenroller, vermuten Fachleute. Diese Schleichkatze lebt im Dschungel Südchinas. In der Bevölkerung gilt das Tier als Delikatesse und wird in Restaurants und Märkten als Nahrungsmittel angeboten. Wie das Virus von der Katze auf den Menschen übersprang, konnten Forscher nicht genau rekonstruieren. Allerdings geschieht es immer wieder, dass ein Erreger derart mutiert, dass er seinen bisherigen Wirt - ein Tier - verlassen und auch den Menschen infizieren kann.

Zwischen November 2002 und Juni 2003 starben fast 800 Menschen an Sars, mehr als 8000 Menschen erkrankten schwer. Die WHO fürchtete damals eine Pandemie mit Millionen von Toten, weil sie den Keim als aggressiv einstufte. Doch die erwartete Katastrophe blieb aus. Nach 2004 konnte kein Krankheitsfall mehr entdeckt werden. Die WHO hatte einen großen Sieg über die plötzlich aufgetretene Krankheit errungen, weil sie darauf achtete, dass die Kranken isoliert wurden.

Heute gilt die Gefahr als gebannt

Infiziert hatten sich sämtliche Sars-Opfer in Südostasien. "Das geht umso schneller, je mehr Menschen eng zusammen leben", sagt Winfried Kern, Infektionsexperte an der Universität Freiburg. In Deutschland erkrankten neun Menschen, auch sie hatten zuvor Asien bereist.

Fachleute halten die Gefahr seit 2004 für gebannt. Das Sars-Coronavirus hat den Rückzug angetreten. Die gefährliche Variante, die auch Menschen leicht befällt, existiert nur noch zu Testzwecken im Labor. Allerdings gilt das nicht für den ursprünglichen Erreger: Er hat seinen bevorzugten Wirt, den Larvenroller, nicht verlassen.

Ärzte waren ratlos

Das damals grassierende Sars-Coronavirus griff die Bronchien und die Lunge an, häufig auch den Darm - nicht aber die Schleimhaut der Nase. Wer damals Schnupfen hatte, konnte erleichtert aufatmen. In der erste Woche verlief die Erkrankung ähnlich wie eine Grippe. In der zweiten Woche zeigten sich dann die Sars-typischen Beschwerden: schwerer Husten, bedrohliche Atemnot und starker Durchfall.

Bis heute gibt es keine Möglichkeit, Sars zu heilen. Die Betroffenen wurden im Krankenhaus auf eine Isolierstation gebracht, das Klinikpersonal betrat den Raum mit Schutzkleidung. Ärzte konnten die Symptome jedoch nur lindern: Die Kranken bekamen Elektrolytinfusionen und Fieber senkende Mittel. Zum Schluss wurden die Kranken mit Sauerstoff künstlich beatmet. Damit war das therapeutische Arsenal ausgeschöpft.

Coronaviren übertragen sich durch Tröpfcheninfektion, also wenn jemand beispielsweise niest oder hustet, aber auch durch klamme Handtücher oder den Kontakt von Hand zu Hand. Das gilt für die Sars-Coronaviren genauso wie für die harmlosen Coronaviren, die nur eine Erkältung auslösen. Die Keime reisen in Sekrettröpchen von einem Wirt zum nächsten. Möglicherweise gelangte der Sars-Erreger auch über Klimaanlagen oder über das Trinkwasser zu seinen Opfern.

Beate Wagner /Annette Bolz

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