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Grippe-Impfstoff fehlt in einigen Bundesländern

Experten erwarten einen schlimmen Grippe-Winter. Doch gerade jetzt können die Ärzte in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern keine schützende Grippe-Impfung geben. Der Impfstoff ist nicht lieferbar.

Von Martina Janning

  Eine Grippe-Impfung kann Leben retten. Doch in Nord- und Süddeutschland fehlt derzeit Impfstoff.

Eine Grippe-Impfung kann Leben retten. Doch in Nord- und Süddeutschland fehlt derzeit Impfstoff.

  • Martina Janning

Wer sich gegen Grippe impfen lassen will, hat im Norden und Süden Deutschlands derzeit ein Problem: Der Grippe-Impfstoff Begripal ist in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern nicht verfügbar. Die norddeutschen Kassenärzte schlagen deshalb jetzt Alarm. Experten rechnen nämlich mit einer starken Grippewelle im kommenden Winter. Besonders älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen rät der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, "sich unbedingt impfen zu lassen".

Der Grippe-Impfstoff Begripal fehlt, weil der Hersteller Novartis Vaccines in Marburg nicht liefern kann. Er benötigt noch die Freigabe durch das zuständige Paul-Ehrlich-Institut. Der Engpass beim Grippe-Impfstoff hat aber noch einen anderen Grund. Das Bestellverfahren hat sich geändert. Anders als sonst haben zum ersten Mal die Krankenkassen mit Pharmafirmen über das exklusive Bereitstellen des Grippe-Impfstoffs verhandelt. Bislang hatte sich jeder Arzt um den Impfstoff für seine Patienten gekümmert und ihn in einer Apotheke bestellt.

Die neue Regelung soll die Ausgaben der Kassen für den Grippe-Impfstoff senken. Die Verhandlungen mit den Impfstoffherstellern führten die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) stellvertretend für alle gesetzlichen Krankenversicherungen. Den Zuschlag für Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern erhielt die Pharmafirma Novartis Vaccines. In anderen Bundesländern kamen andere Unternehmen zum Zug; hier sind keine Lieferprobleme bekannt.

Ersatz-Impfstoffe angekündigt

Während in Bayern die Grippe-Impfung laut der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit noch kein Thema ist, fand in Kiel heute ein Krisengespräch statt, an dem AOK, Ärzte, Apotheker und Novartis Vaccines teilnahmen. Darin hat Novartis laut der AOK Nordwest zugesichert, Grippe-Impfstoffe ab dem 24. September zu liefern. Allerdings handelt es sich dann nicht um den vereinbarten Impfstoff Begripal, sondern um die Wirkstoffe Optaflu und Fluad. Begripal soll erst im November verfügbar sein.

Eine Notlösung. Denn Optaflu ist neu und muss von den Behörden erst einmal zugelassen werden. "Theoretisch kann es dabei zu Problemen und Verzögerungen kommen", sagt Thomas Friedrich, Geschäftsführer des Hamburger Apothekervereins. Außerdem ist Optaflu erst für Erwachsene ab 18 Jahre gedacht. Der Impfstoff Fluad ist zwar zugelassen - aber nur für Menschen ab 65 Jahre. Der eigentlich bestellte Impfstoff Begripal darf aber schon Kindern ab sechs Jahren verabreicht werden.

Da die Impfstoffe Optaflu und Fluad nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind, ist für sie eine gesonderte Vereinbarung getroffen worden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren könnten mit anderen geeigneten Wirkstoffen geimpft werden - und zwar ab sofort, teilte die AOK mit. Damit erhielten alle gesetzlich Krankenversicherte in Schleswig-Holstein und Hamburg "rechtzeitig eine Grippeschutzimpfung", erklärte ein AOK-Sprecher.

Die optimale Zeit für eine Grippe-Impfung ist laut der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten von September bis November. Denn bis das Immunsystem einen wirksamen Schutz aufgebaut hat, vergehen bis zu 14 Tage. Und die ersten Grippefälle träten meist im Dezember auf. Eine Impfung sei vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken angeraten. Doch auch bei allen anderen könne eine Grippe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Von Martina Janning, mit DPA

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