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Stern Logo Ratgeber Erkältung & Grippe

Taschentücher vom Discounter oder teure Markenprodukte – was ist besser?

Taschentücher haben derzeit Hochkonjunktur, die Erkältungssaison ist in vollem Gange. Der Markencheck im ZDF hat die Tücher getestet – mit überraschendem Ergebnis: Vor allem günstige Produkte aus den Discountern können punkten.

  Taschentücher im Test: Muss es immer Tempo sein – oder können günstige Produkte mithalten?

Taschentücher im Test: Muss es immer Tempo sein – oder können günstige Produkte mithalten?

Bei einer Erkältung sollte man sich auf ein Taschentuch verlassen können: Es muss sanft zur Nase sein und Feuchtigkeit gut aufsaugen. Doch welches Tuch leistet das am besten? Ist es sinnvoll, auf Markenprodukte zu setzen – oder tun es auch günstige Alternativen?

Der WISO-Markencheck hat die Tücher von sechs Herstellern unter die Lupe genommen. Getestet wurden teure und günstige Produkte, darunter Markenprodukte wie Tempo und Regina Softis und Discounterprodukte wie Floralys und kokett. Die Prüfer untersuchten, wie umweltfreundlich die Tücher sind, wie gut sie Belastungen standhalten und wie viel Feuchtigkeit sie aufnehmen können. Alle Taschentücher erfüllen dieselben Voraussetzungen: Sie sind vierlagig und nicht parfümiert.

Erste Unterschiede machen sich bereits beim Preis bemerkbar. So sind die Markentaschentücher erwartungsgemäß am teuersten: Für zehn Taschentücher von Tempo und Regina Softis müssen Verbraucher durchschnittlich zehn Cent bezahlen. Günstiger sind die Eigenmarken von dm (Soft&Sicher Recycling), Lidl (Floralys) und Aldi Süd (kokett): Hier kosten zehn Taschentücher lediglich sechs Cent. Am teuersten im Test waren die Recyclingtücher Mach mit! smart von Wepa – mit 11 Cent je zehn Tücher.

Hersteller günstiger Produkte bleichen chlorfrei

Hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit der Tücher ist vor allem die Frage nach dem Bleichverfahren interessant: Mit reinem Chlor gebleichte Produkte können die Umwelt belasten und sind deshalb verboten. Eine Alternative kann das Mittel ECF sein, das mit Chlordioxid arbeitet. Es kommt unter anderem bei den Taschentüchern von Tempo und Regina Softis zum Einsatz. Überraschenderweise bleichen die Hersteller der günstigen Produkte ganz ohne Chlor, was die Tester als besonders positiv bewerten. Auch die teuren Wepa-Tücher kommen ohne ECF aus.

Reißfestigkeit: Nur ein Markenprodukt überzeugt

Im Praxischeck wiederum hat das teure Tempo die Nase vorn: Es ist besonders reißfest, auch im nassen Zustand. Ähnlich gute Ergebnisse liefern die Taschentücher von Lidl und Aldi Süd. Die Recyclingprodukte von dm und Wepa, aber auch das Markenprodukt Softis reißen am schnellsten. Bei den Recyclingtüchern liegt das an den Inhaltsstoffen: Sie enthalten neben Zellulose auch weitere Bestandteile der Holzfaser, die eine etwas geringere Stabilität besitzen. Gleichauf liegen die Tücher dagegen bei der Saugfähigkeit: Alle Produkte können hier überzeugen.

Fazit

Die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten sind lediglich graduell. Tempo-Taschentücher sind zwar am stabilsten, dafür sind sie vergleichsweise recht teuer und werden mit dem Mittel ECF gebleicht. Die günstigen Tücher aus den Discountern kommen ohne diesen Stoff aus und besitzen eine vergleichbare Reißfestigkeit. Wer auf besonders umweltfreundliche Tücher setzen möchte, sollte zu recycelten Tüchern greifen – sie sind am besten für die Umwelt, reißen aber am schnellsten.

ikr

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