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Stern Logo Ratgeber Erkältung & Grippe - Therapie

Chemische Hitzedeckel

Gegen Erkältung und Grippe hilft kein Medikament. Arzneien können nur die Symptome lindern: das Fieber senken, die Schmerzen zurückdrängen.

  Übersteigt das Fieber 39 Grad, sollten Sie etwas dagegen unternehmen

Übersteigt das Fieber 39 Grad, sollten Sie etwas dagegen unternehmen

Normalerweise haben Menschen eine Körpertemperatur von 36 bis 37 Grad Celsius, im Inneren des Körpers sollte sie bei 37 Grad liegen. Bei Erkältungskrankheiten steigt die Körpertemperatur meist an, oft aber nur leicht. Anders bei einer Grippe: Sie geht in der Regel mit Fieber einher. Auch bei einer Lungenentzündung steigt die Temperatur meist deutlich an. Das ist eine normale Reaktion des Organismus, denn die Hitze hindert die Erreger daran, sich zu vermehren. Das Fieber hilft dem Körper also, wieder gesund zu werden. Gleichzeitig macht es aber auch müde. Wer krank ist, fühlt sich schwach und appetitlos, hat Gliederschmerzen.

Fiebersenkende Substanzen sind also nicht in jedem Fall hilfreich. Allerdings können sie Gutes bewirken, etwa wenn die Temperatur 39 Grad Celsius übersteigt, das Fieber mehr als drei Tage andauert, Sie stark darunter leiden oder Ihr Allgemeinzustand schlecht ist, wenn unangenehme Begleitsymptome wie starke Unruhe auftreten oder Sie zu Asthma oder Fieberkrämpfen neigen.

Alle Wirkstoffe haben Makel

Als Medikamente stehen drei Wirkstoffe zur Verfügung: Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen. Alle drei senken das Fieber, lindern Schmerzen und hemmen Entzündungsreaktionen.

Diese Stoffe können einige Nebenwirkungen haben, daher ist eine gewisse Menge pro Tag festgelegt, die man nicht überschreiten darf.

Bei ASS sind Sodbrennen und Aufstoßen die häufigsten Nebenwirkungen. Möglich sind auch Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall sowie Blutungen der Magenschleimhaut. Wichtig zu wissen: ASS verdünnt das Blut, daher können auch kleinere Verletzungen länger bluten als gewöhnlich. Für Kinder unter 14 Jahren ist ASS nicht geeignet, Schwangeren und Stillenden wird es nicht empfohlen.

Wenn Sie Ibuprofen einnehmen, können ebenfalls Sodbrennen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, ebenso Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall. Auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt können die Folge einer Einnahme von Ibuprofen sein. Schwangeren und stillenden Frauen wird es ebenfalls nicht empfohlen.

Paracetamol kann an verschiedenen Stellen des Körpers zu Hautrötungen führen. Diese Nebenwirkung kann sich auch zu einem allergisch bedingten Hautausschlag steigern.

Wolfgang Schillings

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