Rupfen und Zupfen

Glatzen lassen Hautärzte kalt - sie sind normales Männerschicksal. Fallen Ihnen aber büschelweise die Haare aus, liegt was im Argen. Die Ursache kann ein Dermatologe herausfinden.

Haarausfall, Glatze, Haare

Fallen die Haare in Büscheln aus, sollten Sie zum Hautarzt gehen©

Geheimratsecken oder Glatzen beunruhigen nur die Betroffenen - Hautärzte lässt so was kalt. Denn in einem bestimmten Alter ist Haarausfall bei Männern normal. Auch bei Frauen wird das Haar im Laufe des Lebens dünner. Nur wenn Sie gleich büschelweise Haare verlieren oder wenn Ihnen über Wochen hinweg deutlich mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, sollten Sie zum Hautarzt gehen.

Geheimratsecken oder Glatzen beunruhigen nur die Betroffenen - Hautärzte lässt so was kalt. Denn in einem bestimmten Alter ist Haarausfall bei Männern normal. Auch bei Frauen wird das Haar im Laufe des Lebens dünner. Nur wenn Sie gleich büschelweise Haare verlieren oder wenn Ihnen über Wochen hinweg deutlich mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, sollten Sie zum Hautarzt gehen.

Um die Haare zu untersuchen, zupft der Dermatologe Ihnen einige Haare samt Wurzel aus. Vermutet er, dass Pilze Ihren Kopf besiedelt haben, legt er eine Pilzkultur an: Nach einer Weile haben sich die Keime in der Laborschale so vermehrt, dass sie sich eindeutig identifizieren lassen. Schneller geht es mit einer sogenannten Woodlampe: Deren UV-A-Licht lässt manche Pilze aufleuchten. Der Arzt muss mit der Lampe nur Ihre Haut ausleuchten und genau anschauen.

Kann der Arzt Pilze ausschließen, muss er sich die Haarwurzeln genauer anschauen. Denn sie sind der Geburtsort des Haars. Zunächst reißt er Ihnen etwa 50 Haare samt Wurzel aus: 25 aus dem Problembereich, 25 aus einer gesunden Region. Alle 50 Haarwurzeln kommen danach - eine nach der anderen - unters Mikroskop.

In der Vergrößerung sieht der Dermatologe, ob das jeweilige Haar noch jung ist und wächst oder ob es schon alt und die Wurzel bereits inaktiv ist. So kann er prüfen, ob sich der Haarzyklus verändert hat. Für ein solches Trichogramm dürfen die Haare aber nicht frisch gewaschen sein - das Ergebnis wird sonst verfälscht.

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Pilzkulturen liefern in der Regel eindeutige Ergebnisse, die Befunde der Woodlampe sind dagegen eher als Orientierung nützlich. Ansonsten gibt es vielfältige Ursachen von Haarausfall, die nur in Ansätzen verstanden sind und oft nicht geklärt werden können. Ein Trichogramm ist daher nur bei bestimmten Krankheiten wie dem kreisförmigen Haarausfall von Nutzen - zumal gegen Haarausfall oft nicht viel getan werden kann.

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