UV-Strahlen als Übeltäter

Unsere Haut ist unser Schutzschild. Zu viel Sonne schadet ihm: Durch UV-Strahlung können die Zellen entarten, es entstehen bösartige Wucherungen. Doch Hautkrebs hat oft prima Heilungschancen.

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Menschen mit heller Haut und Sommersprossen meiden besser die Sonne.©

Hautkrebs ist in Deutschland mittlerweile die Krebsform, die am häufigsten vorkommt. Und auch wenn Faktoren wie Vererbung, Kontakt mit giftigen Stoffen oder ein schwaches Immunsystem eine Rolle spielen - eines ist klar: Lange und intensive Sonnenbäder sind die Hauptursache für diese Krebsart. Denn zu viel UV-Strahlen können die Zellen in der Haut so verändern, dass dort Geschwüre entstehen.

Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs

Unter dem Oberbegriff Hautkrebs haben Mediziner alle bösartigen Veränderungen der Haut zusammengefasst. Die verschiedenen Formen dieser Krebsart entstehen aus den unterschiedlichen Zellen der Haut. Beim schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten Melanom, entarten die Hautzellen, die für die Pigmentbildung zuständig sind.

Dieses Melanom ist zwar die seltenste Form von Hautkrebs, gleichzeitig aber auch die gefährlichste. Denn die Tumore wachsen schnell und sie können überall im Körper Tochtergeschwülste bilden. Besonders gefährdet sind Menschen, die eine helle Haut und obendrein viele Pigmentmale haben. Die Wahrscheinlichkeit, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, ist außerdem erhöht, wenn Sie als Kind oft Sonnenbrand hatten.

Sehr viel häufiger als schwarzer Hautkrebs kommt der weiße Hautkrebs vor. Er ist zum Glück weit weniger gefährlich. Zu dieser Art gehören der Basalzellkrebs und der Stachelzellkrebs. Beide Krebsarten entwickeln sich recht langsam. Und auch für sie gilt: Sie entstehen vor allem an den Stellen, die über Jahre hinweg viel Sonne abbekommen haben - wie etwa Gesicht oder Hände.

Die Heilungschancen sind sehr gut

Nur ein Experte kann feststellen, ob es sich bei einem veränderten Leberfleck oder einer anderen Stelle auf der Haut tatsächlich um Krebs handelt. Ist das der Fall, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten - zum Beispiel Strahlen-, Chemo- oder Immuntherapie. Meist schneidet die Ärztin aber den Krebs heraus.

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser. Denn dann sind die Heilungschancen sehr gut. Beim Basalzellkrebs etwa lassen sich 90 Prozent der Betroffenen erfolgreich behandeln. Also beobachten Sie Ihre Haut regelmäßig. Achten Sie darauf, ob sie sich verändert. Vor allem, wenn Sie ein eher blasser Typ sind, leicht Sonnenbrand bekommen oder viele Pigmentflecke haben. Wenn Sie auf Ihrer Haut eine Stelle entdecken, die Ihnen verdächtig erscheint, gehen Sie lieber zu einem Hautarzt.

Aber das Wichtigste ist: raus aus der Sonne! Schützen Sie sich und Ihre Kinder vor gefährlichen UV-Strahlen - meiden Sie direkte Sonne zur Mittagszeit, benutzen Sie Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor und laufen Sie im Sommer nicht halbnackt draußen herum. Ihrer Haut tun Sie damit nur Gutes.

Constanze Böttcher
 
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