Geschnitten, geschürft, geprellt

Unsere Haut ist unser Schutzschild. Ist er kaputt, können Bakterien, Schmutz und Chemikalien in die Wunde eindringen. So behandeln Sie Verletzungen am besten.

Unsere Haut hält vieles ab: Sie überzieht wie ein natürlicher Schutzmantel unseren Körper - und leistet dabei ganze Arbeit. Denn sie hindert viele Bakterien, Viren und Parasiten daran, in unseren Körper einzudringen. Sie schirmt unseren Organismus auch vor äußeren Umwelteinflüssen ab - wie Hitze, Kälte oder Sonnenstrahlen. Dazu benötigt sie eine entsprechende Ausrüstung.

Ganz knapp unter der dünnen äußeren Hornschicht wimmelt es daher vor Leben: Ein aktives und komplexes System aus vielen verschiedenen Haut- und Immunzellen, Nerven und Blutgefäßen schreitet rasch ein, sobald unser Schutzmantel Risse bekommt, das heißt, wenn wir uns eine Wunde zugezogen haben. Die Haut kann sich so wieder vollständig regenerieren - oft sogar, ohne sichtbare Narben zu hinterlassen.

Zahlreiche kleine Hautsensoren, die Nervenfasern und Sinneszellen, nehmen ständig wahr, was um uns herum geschieht. Sie registrieren Wärme, Kälte, Druck oder auch ein Pieksen. Die Haut sendet ihre Sinneseindrücke über Nerven an Rückenmark und Gehirn. So werden wir vor Gefahren gewarnt, bevor ein größerer Schaden entsteht. Doch manchmal können wir, trotz des eingebauten Warnsystems der Haut, einfach nicht mehr rechtzeitig reagieren. Und es entsteht eine Wunde, wenn das Gewebe der Haut oder der inneren Organe geschädigt oder ganz durchtrennt wird. Sie kann dabei so klein sein, dass wir sie gar nicht zur Kenntnis nehmen.

Gefährliches Gemüsemesser

Betrifft so eine Verletzung nur die Haut, wird sie als einfache Wunde bezeichnet. Doch schon ein tiefer Schnitt mit dem Gemüsemesser kann eine größere, unter Umständen sogar eine komplexe Wunde verursachen - davon spricht der Arzt, wenn unter der Haut auch Nerven, Sehnen, Muskeln oder Blutgefäße zertrennt werden.

Häufig verletzen wir uns in den eigenen vier Wänden. Oft sind das nur kleine Schürf- oder harmlose Schnittwunden. Gefährlicher kann es werden, wenn wir hinfallen - zum Beispiel beim Fensterputzen oder auf dem rutschigen Fliesenboden: Unter den tödlichen häuslichen Unfällen sind Stürze mit rund 80 Prozent die häufigste Ursache.

Auch Krankheiten verletzen uns

Nicht alle Verletzungen entstehen durch äußere Einflüsse wie Schnitte, Abschürfungen, Bisse oder starke Hitze. Es gibt auch organische Ursachen. So führt eine Zuckerkrankheit, die sogenannte Diabetes mellitus, oder eine Venenschwäche dazu, dass Wunden sich schneller bilden und länger bleiben.

Bagatellverletzungen, die bei Gesunden unbemerkt entstehen und abheilen, können hier zu großen Problemwunden werden.

Außerdem gibt es verschiedene Medikamente, die die Selbstheilung der Haut hemmen. Dazu gehören zum Beispiel Arzneien zur Chemotherapie, bestimmte Rheumamittel und Kortison. Ärzte schätzen, dass etwa vier Millionen Menschen hierzulande an nicht heilenden, also chronischen, Wunden leiden.

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