Vitamine für die Haut

Vitamine sind wichtig für die Haut: Die Verwandtschaft des Vitamins A kann Akne und Schuppenflechte bekämpfen. Diese Stoffe stecken auch in Feuchtigkeitscremes und Anti-Aging-Produkten.

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Möhren enthalten Betacarotin, daraus stellt der Körper Vitamin A her©

Vitamin A stellt unser Körper aus Vorstufen des Stoffes selbst her, er holt sich die entsprechenden Bausteine dafür aus der Nahrung, zum Beispiel aus Eidottern, Möhren oder Sahne. Das Vitamin - auch Retinol genannt - kann er anschließend in weitere wichtige Stoffe umwandeln: Diese Retinoide können ganz unterschiedliche Aufgaben im Körper erfüllen. Retinal braucht zum Beispiel unser Auge, um Lichtimpulse wahrzunehmen. Andere Retinoide spielen eine wichtige Rolle beim Wachstum von Hautzellen.

Eine lokale Anwendung mit Salbe ist den Tabletten vorzuziehen, Tabletten sollten Ärzte höchstens bei schweren Formen der Schuppenflechte verschreiben. Patienten mit Akne sollten Retinoide immer nur als Teil einer Kombitherapie nutzen. Insgesamt können Retinoide auch langfristig helfen, im besten Fall können sie die Hauterkrankung sogar heilen.

Bestimmte Retinoide tun ihren Dienst in der obersten Hautschicht, in der Epidermis. Dort sitzen diejenigen Zellen, die die Hornschicht produzieren. Die Retinoide sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Hornsubstanz bildet. Außerdem können die Verwandten des Vitamins A Entzündungen in der Haut lindern.

Weil Retinoide die Hornzellen kontrollieren können, verschreiben Hautärzte diese Substanz Menschen mit Schuppenflechte. Denn bei dieser Krankheit sind die Hornzellen zu aktiv, sie verursachen unter anderem die Schuppenherde. Retinoide helfen auch bei Akne, weil sie die Talgproduktion vermindern. Sind die Talgdrüsen verstopft und haben sich entzündet, kann die Vitamin-A-Verwandtschaft die Infektion eindämmen.

Retinoide werden meist Salben beigemischt. Sie können Sie auf die befallenen Stellen auftragen. Es gibt aber auch Tabletten. Dann wirkt das Medikament im ganzen Körper und kann schwere Nebenwirkungen verursachen.

Mittlerweile sind viele Kosmetikhersteller dazu übergegangen, Abkömmlinge des Vitamins A Cremes und Lotionen beizumischen. Die Retinoide sollen Feuchtigkeit in der Haut halten und so Fältchen verschwinden lassen. Doch bislang gibt es keine Studien, die einen solchen Anti-Aging-Effekt belegen.

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Bei Retinoiden handelt es sich um hochwirksame Präparate, die aber zum Teil erhebliche Nebenwirkungen haben. Darüber muss der Patient vor der Behandlung aufgeklärt werden. Auch eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen sein, da Retinoide stark fruchtschädigend wirken.

Eine lokale Anwendung mit Salbe ist Tabletten vorzuziehen, Tabletten sollten Ärzte höchstens bei schweren Formen der Schuppenflechte verschreiben. Patienten mit Akne sollten Retinoide immer nur als Teil einer Kombitherapie nutzen. Insgesamt können Retinoide auch langfristig helfen, im besten Fall können sie die Hauterkrankung sogar heilen.

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