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Achten Sie auf diese Warnzeichen

Auch Kerngesunde verspüren mal Herzstiche oder ihr Herz gerät ins Stolpern. Vor allem Menschen, für die mehrere Risikofaktoren eine Rolle spielen, sollten aber die folgenden Signale nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die Hälfte der Infarkte bei Frauen werden nicht erkannt

Die Hälfte der Infarkte bei Frauen werden nicht erkannt

Plötzlich auftretende massive Schmerzen in der Herzgegend mit starkem Engegefühl im Brustkorb und Atembeklemmungen weisen vielleicht auf eine krankhafte Minderdurchblutung des Herzmuskels (Angina pectoris) hin - treten die Stiche oder Schmerzen zum ersten Mal und bei erhöhter körperlicher oder psychischer Belastung auf, können sie ein Warnzeichen sein. Sind Stiche oder Schmerzen heftig, halten sie länger als fünf Minuten an und kommen Luftnot, Übelkeit und Erbrechen hinzu, können sie Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt sein.

Ähnliche Symptome können auch bei Gesunden auftreten - als Folge von Muskelverspannungen oder Erkrankungen wie Blutmangel oder einer Schilddrüsenüberfunktion. Klarheit schafft ein EKG und dieser Test: Verschwinden die Beschwerden nach Gabe von Nitroglycerin, ist dies ein starkes Indiz für Angina pectoris.

Schmerzen im Bauchbereich, Müdigkeit und Kurzatmigkeit gelten nicht als klassische Symptome einer Angina pectoris, gerade bei Frauen kann sich die Krankheit jedoch auf diese Art äußern. Mitunter strahlen die Beschwerden aus und werden als Magen-, Arm- oder Schulterschmerzen missdeutet. Eine 2006 veröffentlichte Studie zeigte: Solche atypischen Symptome bewirken, dass ein Drittel aller Herzinfarkte bei Männern und mehr als die Hälfte der Infarkte von Frauen nicht erkannt werden.

Herzrhythmusstörungen

sind Unregelmäßigkeiten des Herzschlags, die als

kurze Unterbrechungen, Herzrasen oder Herzstolpern mit Extraschlägen

auftreten können. Sie kommen bei jedem Menschen vor und sind häufig harmlos; mögliche Auslöser sind beispielsweise Schlafmangel, Kaffee, Medikamente oder Drogen. Sie können aber auch Folge einer Entzündung des Herzmuskels oder der Schilddrüse sein. Vor allem dann, wenn sie bei Menschen mit anderen Herzerkrankungen auftreten, können sie sogar mögliche Vorzeichen eines plötzlichen Herztods sein. Ob das Herz in Gefahr ist, kann der Arzt durch eine genaue Befragung des Patienten und durch EKG-Untersuchungen feststellen.

Eine spezielle Form der Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern, das vor allem ältere Menschen betrifft: Ungeordnete Impulse vom Vorhof an die Herzkammer bewirken, dass der Vorhof nicht mehr synchron mit der Herzkammer kontrahiert. Die Folge ist entweder ein deutlich erhöhter Puls von mehr als 100 oder ein stark verzögerter Puls von weniger als 50 Schlägen pro Minute. Im ersten Fall äußert sich Vorhofflimmern in

Übelkeit, Herzrasen, Herzklopfen, Luftnot und Schmerzen hinter dem Brustbein.

Im letzteren tritt häufig

Schwindel

auf. Wird der Herzschlag zu niedrig, führt dies zu Bewusstlosigkeit. Häufi g muss in solchen Fällen ein Herzschrittmacher eingebaut werden. Eine der Hauptgefahren des Flimmerns ist, dass Blutgerinnsel entstehen, die ins Gehirn wandern und einen Schlaganfall auslösen.

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