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50 Millionen Impfdosen gegen das Schweinegrippevirus H1N1 hatte Deutschland bestellt. Doch dann wollte sich kaum jemand impfen lassen. Jetzt ziehen die Bundesländer Bilanz.
Kein Schwein redet von der Schweinegrippe. Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt seit Wochen. Dennoch bahnt sich ein neuer Streit um Impfdosen an.
Über Folgewirkungen der Impfung gegen den H1N1-Virus wird viel diskutiert. Die Weltgesundheitsorganistion hat bislang jedoch keine anormalen Reaktionen registriert und jetzt Entwarnung gegeben - vorerst, denn den Experten zufolge hat die Schweinegrippe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.
Für die Pharma-Unternehmen ist die Schweinegrippe ein Glücksfall: Millionen Impfdosen sind bestellt, Tamiflu wird gehortet, satte Gewinne winken. Doch über das Geschäft mit der Angst wird meist geschwiegen.
25 Millionen Deutsche sollen im Herbst gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Bei 250.000 Menschen könnten dann Nebenwirkungen auftreten, die in klinischen Studien gar nicht erfasst werden, befürchten Experten. Vor allem für Schwangere und Kinder ist die Impfung risikoreich.
Nach der Impfempfehlung der Weltgesundheitsorganisation wappnet sich auch Deutschland gegen einen zweiten Angriff der Schweinegrippe im Herbst. Die Gesundheitsminister der Länder haben sich darauf geeinigt, 50 Millionen Impfdosen zu bestellen. stern.de erklärt, wie die Impfstoffe hergestellt werden und welche Risiken eine Impfung birgt.
Die ersten Verdachtsfälle in Bielefeld haben sich als unbegründet erwiesen - aber Experten zufolge ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Schweinegrippe-Virus auch in Deutschland ankommt. Wie gefährlich die Krankheit hierzulande ist, sagt Michael Pfleiderer, Virologe am Paul-Ehrlich-Institut im Gespräch mit stern.de.
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