25. November 2012, 10:34 Uhr

Coronavirus-Patient in Deutschland geheilt

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich weltweit sechs Menschen mit dem Coronavirus infiziert, zwei von ihnen sind bereits gestorben. Ein Patient wurde aus einem Krankenhaus in NRW entlassen.

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Das neue Coronavirus ist verwandt mit dem Sars-Erreger, der vor zehn Jahren 800 Menschen das Leben kostete©

Erstmals haben Mediziner bei einem in Deutschland behandelten Patienten das neue gefährliche Coronavirus nachgewiesen. Der Mann kam im Oktober zunächst in ein Krankenhaus im Ölstaat Katar, wurde dann aber wegen schwerer Atemwegssymptome in eine spezielle Lungenklinik nach Nordrhein-Westfalen verlegt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mit. Weltweit wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Erkrankte registriert, zwei davon seien gestorben.

Der in Deutschland behandelte Patient aus Katar ist nach RKI-Angaben schon Anfang der Woche aus der Klinik in Nordrhein-Westfalen entlassen worden, da sich sein Gesundheitszustand deutlich verbessert habe. Es gebe bislang keine Kenntnisse von Krankheitssymptomen bei den behandelnden Ärzten und Pflegern der Klinik. Untersuchungen wurden dennoch eingeleitet. Das Erkrankungsrisiko in Deutschland sei weiterhin "sehr gering".

Proben des Erkrankten seien anfangs nach Großbritannien geschickt worden. Die dort ansässige Health Protection Agency habe das RKI erst am Donnerstag über den Nachweis der neuartigen Coronaviren informiert.

Vier von sechs Erkrankten stammen aus Saudi-Arabien

Nach WHO-Angaben vom Freitagnachmittag stammen vier der weltweit sechs Erkrankten aus Saudi Arabien. Zwei von ihnen seien gestorben. Zwei Patienten kommen der WHO zufolge aus dem Ölstaat Katar. Bislang gebe es wenige Hinweise auf Übertragungen von Mensch zu Mensch. Nur die zwei erst kürzlich in Saudi Arabien gemeldeten Erkrankten stammten aus derselben Familie. Einer von ihnen sei gestorben, der andere geheilt worden. Laborergebnisse von einem weiteren an ähnlichen Symptomen gestorbenen Familienmitglied stünden noch aus.

Die neuen Viren sind verwandt mit dem Sars-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, und vor zehn Jahren die Welt in Schrecken versetzte. Die Weltgesundheitsorganisation WHO registrierte damals 8000 Fälle, 800 Menschen starben an Sars.

Umso aufmerksamer reagierten Gesundheitsbehörden weltweit, als im September dieses Jahres zwei Infektionen mit einem neuen Coronavirus (hCoV-EMC) bekanntwurden. Ein 60-Jähriger aus Saudi-Arabien starb im Juni, ein 49-Jähriger aus Katar infizierte sich Anfang September. Auffallend ist bei den meisten Patienten ein schweres Atemnotsyndrom bei gleichzeitigem akuten Nierenversagen.

DPA
 
 
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