Vom ersten Schrei bis zum ersten Kuss

Es gibt nichts Aufregenderes für Eltern, als ihr Kind aufwachsen zu sehen: Wie es lernt zu greifen und zu begreifen, wie es größer und geschickter wird. Das ist die reinste Freude - bis zur Pubertät.

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Kinder, Entwicklung, Baby, Kleinkind

Endlich alleine laufen können - das ist nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern ein besonderer Moment©

Ein Baby kommt auf die Welt. Kaum ist es da, kann es auch schon etwas: Unmittelbar nach der Geburt strampelt es mit Beinchen und Ärmchen, es atmet, es schreit, es saugt.

Schon mit dem 28. Lebenstag endet die Neugeborenenperiode, dann beginnt die sogenannte Säuglingszeit. Babys werden von Tag zu Tag aktiver, sie sind neugierig und erforschen ihre Umwelt. Etwa ab dem dritten Lebensmonat bewegen sie sich dann auch nicht mehr so ruckartig und scheinbar unbewusst, sondern mehr und mehr zielgerichtet.

Etwa ab dem fünften Monat wird es noch spannender: Jetzt greifen die Kleinen nach allem, was die Eltern nicht schnell genug in Sicherheit bringen: Jeder Gegenstand wird spielerisch untersucht, angeschaut, angefasst, in den Mund gesteckt.

Ab dem sechsten Monat erweitert sich der Bewegungsradius: Das Baby fängt an zu kriechen, robben, rollen und krabbeln, seine Spielwiese wird auf die gesamte Wohnung ausgedehnt. Innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt macht der Mensch den größten Entwicklungsschritt in seinem Leben: Gerade lag der Säugling noch hilflos in Mamas Arm, schon krabbelt er im Turbo-Tempo drauflos.

Aus Babys werden Kinder

Um den ersten Geburtstag herum endet die Babyzeit und wird abgelöst durch die Kleinkindphase - der Nachwuchs fängt langsam an, auf zwei Beinen die Welt zu erkunden. Das sieht am Anfang ziemlich komisch aus: Der kleine Eroberer watschelt breitbeinig und meist mit erhobenen Armen durch die Gegend. Aber Übung macht bekanntlich den Meister, etwa mit 18 Monaten geht er frei und relativ sicher.

Haben sie bisher mehr gebrabbelt, können Kinder etwa gegen Ende ihres ersten Lebensjahres schon einzelne Wörter aussprechen. Ihr Sprachschatz vergrößert sich ab jetzt rasant: Am Ende des zweiten Lebensjahres bilden sie schon Zwei- und Drei-Wort-Sätze. Mit teilweise mehr als 100 Wörtern machen sie ihren Eltern nun recht deutlich, was sie wollen. Und zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr werden sie immer selbstständiger - eine entscheidende Voraussetzung für den Besuch des Kindergartens.

Ab in die Schule, hinaus in die Welt

Mit sechs Jahren sind Kinder - wie es so schön im Amtsdeutsch heißt - schulreif. Das bedeutet: Sie können länger still sitzen und sich auf eine Aufgabe konzentrieren. Außerdem haben sie auch schon ein gewisses soziales Verhalten erlernt, sie können Rücksicht nehmen und sich in eine Gemeinschaft einordnen.

Ungefähr ab dem 12. Lebensjahr kommt dann jene Phase, die die meisten Eltern am liebsten auslassen würden: die Pubertät. Pickel sprießen, der Körper verändert sich, der Nachwuchs ist oft schlecht gelaunt bis rebellisch. War die Welt für sie bisher überschaubar und sicher, stellen Kinder sich nun erste Sinnfragen und haben manchmal Angst vor der Zukunft. Kurzum: Die längst nicht mehr so kleinen Kinder sind nun groß, die Zeit des Erwachsenwerdens beginnt.

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