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Die Sprache der Babys

Manchmal tut es regelrecht in den Ohren weh, wenn Säuglinge brüllen. Aber die Kleinen können nicht anders: Schreien ist die Sprache der Sprachlosen. Was sie mitteilen wollen, ist ganz unterschiedlich.

  Rabääh! Mögliche Übersetzung: Ich bin müde, kann aber nicht schlafen

Rabääh! Mögliche Übersetzung: Ich bin müde, kann aber nicht schlafen

Den ersten Schrei tut ein Baby gleich nach der Geburt: Damit zeigt es, dass es lebt und genug Atem hat, um zu brüllen. Neugeborene schreien oder weinen in den ersten drei, vier Monaten besonders viel - ihnen ist unbehaglich. Denn sie müssen sich an das Leben draußen erst gewöhnen. Zudem muss der Säugling einen neuen Rhythmus finden: Wann schlafen, wann wachen? Und wie diesen lästigen Hunger stillen?

Je vertrauter Sie mit Ihrem Baby sind, desto besser werden Sie seine Signale verstehen und auf seine Bedürfnisse eingehen können. Dabei können Sie sich ganz auf Ihre Intuition verlassen: Geben Sie Ihrem Drang nach, sich sofort um Ihr schreiendes Kind zu kümmern. Sie brauchen keine Angst zu haben, Ihr Kind zu sehr zu verwöhnen in diesen ersten Monaten. Es wird sich vielmehr zufriedener und sicherer fühlen, wenn es von Ihnen getröstet wird.

Hebammen hören, ob ein Baby vor Schmerz oder vor Hunger plärrt

Für ungeübte Ohren klingt Babygeschrei immer gleich. Nicht aber für erfahrene Eltern oder für Hebammen: Sie können unterscheiden, ob ein Säugling vor Schmerzen oder vor Hunger schreit. Frischgebackene Eltern müssen jedoch erst lernen, was das Brüllen, Greinen, Plärren und Krähen bedeutet:

  • Ich habe Hunger!
  • Ich bin müde, kann aber nicht einschlafen.
  • Ich brauche Ruhe, aber ich bin so aufgeregt.
  • Meine Windeln sind voll.
  • Ich langweile mich.
  • Ich schwitze.
  • Ich friere.
  • Mir tut was weh.
  • Ich bin krank.

Babys schreien auch, wenn sie nicht allein sein wollen, oder wenn sie ihrer Mutter oder ihrem Vater nah sein wollen und den Körperkontakt suchen. Möglicherweise ist dem Säugling die Umgebung fremd und unheimlich. Dafür reicht es schon aus, wenn ein unbekannter Mensch in der Nähe ist, das Baby grelles, ungewohntes Licht sieht oder ungewohnte Geräusche hört.

Sie müssen durch die Methode von Versuch-und-Irrtum herausfinden, was Ihr Kind will. Schreit es aus Hunger, wird es mit dem Brüllen sofort aufhören, wenn es die Brust oder das Fläschchen bekommt. In den ersten Wochen kann sich der Hunger alle zwei bis vier Stunden melden.

Manchmal schreit das Kind, weil es eine frische Windel will - schauen Sie nach, ob das notwendig ist. Ist das unangenehme Gefühl am Po verschwunden, stoppt auch die Unmutsäußerung. Ist es weder der Hunger noch die dreckige Windel, will das Kind womöglich unterhalten werden: Versuchen Sie es mit einem beruhigenden Gute-Nacht-Lied. Manche Babys wollen auch gerne herumgetragen werden und brauchen viel körperliche Nähe. Andere sind zufrieden, wenn sie von ihrem Platz aus die Geschwister, Mutter oder Vater beobachten können.

Mancher Schreihals will einfach nuckeln

Manche Babys schreien ohne ersichtlichen Grund. Sie sind frisch gewickelt und gestillt, geschlafen haben sie auch genug und dennoch sind sie unzufrieden. Mit einfachen Mitteln lassen sie sich jedoch meistens beruhigen:

  • Schauen Sie Ihr Kind an und reden Sie leise mit ihm oder singen Sie etwas vor.
  • Legen Sie Ihre Hand auf seinen Bauch oder halten Sie Ärmchen und Beinchen fest.
  • Lassen Sie Ihr Kind an einem Schnuller oder Ihrem Finger saugen.

Das Baby beruhigt sich wahrscheinlich, wenn Sie es auf den Arm nehmen und leicht wiegen oder mit ihm umhergehen. Falls das alles nicht hilft, sollten Sie mit Ihrem Säugling zum Kinderarzt gehen. Vielleicht steckt eine Krankheit hinter dem Gebrüll.

Weinende Babys finden ihren Rhythmus nicht

Es könnte auch sein, dass der kleine Schreihals unter einer so genannten Säuglingskolik leidet. Weil diese Krämpfe üblicherweise in den ersten drei Lebensmonaten auftreten, heißen sie auch Dreimonatskoliken. Das Baby schreit dann ziemlich oft und lange, vor allem in den Abendstunden, und kann schlecht einschlafen.

Sie sollten sich keine Vorwürfe machen, wenn Sie Ihr Kind nicht sofort beruhigen können. Fachleute vermuten, dass manche Säuglinge nur schlecht in einen Tagesrhythmus hineinfinden und deshalb viel weinen. Wenn Sie nicht mehr weiter wissen, sollten Sie sich beraten lassen: von Ihrer Kinderärztin oder in einer so genannten Schreiambulanz.

Constanze Böttcher

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