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37-Jährige aus Essen an Masern gestorben

Allein in Nordrhein-Westfalen haben sich die Masernfälle in nur einem Jahr mehr als verzehnfacht. Ein Frau aus Essen ist nun an der Krankheit gestorben. Ihre Impfung war offenbar nicht ausreichend.

Impfung in einer Hausarztpraxis in Dortmund. In Italien wurde kürzlich Impfpflicht für Kinder eingeführt.

In Italien herrscht seit kurzem Impfpflicht

Eine 37 Jahre alte Frau ist in Essen an gestorben. Sie sei vor einigen Tagen trotz einer intensivmedizinischen Behandlung in der Uniklinik "ziemlich schnell verstorben", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes in Essen, Rainer Kundt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) handelt es sich um den ersten Masern-Todesfall in Deutschland in diesem Jahr. Eine vorhandene Impfung sei offenbar nicht ausreichend gewesen. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Masern in NRW: Fälle mehr als verzehnfacht

Nach den jüngsten landesweiten Daten des Landeszentrums Gesundheit erkrankten bis Mitte Mai 2017 bislang 381 Menschen in NRW. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 registrierten die dortigen Gesundheitsämter nur 28 Fälle. Der Masern-Ausbruch in NRW schlägt sich auch in den bundesweiten Zahlen nieder: Das registrierte in den ersten Monaten dieses Jahres bereits mehr Masern-Fälle als im gesamten Jahr 2016.


Kundt appellierte an die Bevölkerung, den Impfstatus zu überprüfen. "Masern sind keine harmlose Kindererkrankung, sondern können bei Kindern zu Hirnhautentzündungen und bei Erwachsenen zu Lungenentzündungen führen."

nik/DPA

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