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Masern-Welle aus Disneyland löst Impfdebatte aus

Im sonnigen Kalifornien ziehen dunkle Wolken auf: Grund ist ein Masern-Ausbruch, der in Disneyland begann und jetzt auf Nachbarstaaten übergreift. Behörden drängen die Einwohner zur Impfung.

  In Disneyland in Kalifornien nahm der Masern-Ausbruch seinen Anfang.

In Disneyland in Kalifornien nahm der Masern-Ausbruch seinen Anfang.

Meist soll das Wort "Kinderkrankheit" eine Sache verharmlosen. In Kalifornien allerdings wird genau diese Kinderkrankheit zum Massenproblem. Die Masern sind los. Ausgelöst wurde die Erkrankungswelle in den Vergnügungsparks Disneyland und Disney California Adventure. Allein in Kalifornien sind inzwischen 68 Menschen mit dem gefährlichen und hoch ansteckenden Virus infiziert. Weitere zehn Fälle wurden aus sechs weiteren US-Staaten und Mexiko gemeldet. 58 Fälle sollen mit dem Disneyland-Ausbruch Ende Dezember in Verbindung stehen. Auch fünf Mitarbeiter sind betroffen.

Die Behörden geraten angesichts der rasanten Ausbreitung unter Druck. Sie raten Menschen, die nicht gegen Masern geimpft sind, von einem Besuch im Vergnügungspark ab und auch dazu, alle öffentlichen Parks und Plätze, mit großer Menschenansammlung, wie Flughäfen oder Einkaufszentren, zu meiden.

"Wenn man geimpft ist, ist es ungefährlich diese Plätze zu besuchen", so Dr. Gil Chavez, staatlich geprüfter Epidemiologe und stellvertretender Direktor des Zentrum für infektiöse Krankheiten in der kalifornischen Gesundheitsbehörde. "Daher raten wir jedem, der noch nicht immun ist, sich gegen Masern zu impfen". Nach einer Masern-Infektion ist man in der Regel immun gegen das Virus.

Masern sind hochansteckend

Das Problem ist jedoch, dass viele Eltern vor Impfungen zurückschrecken. Einige sind davon überzeugt, dass diese Autismus auslösen können, selbst wenn dies wissenschaftlich widerlegt ist. In den USA sieht eine Prävention ähnlich wie in Deutschland zwei Impfungen vor. Die erste Dosis erhalten Babys und Kleinkinder ab zwölf bis 15 Monaten.

Die zweite Dosis wird normalerweise vor dem Kindergartenalter verabreicht und verspricht einen 99-prozentigen Schutz vor der Krankheit. Obwohl von der Weltgesundheitsorganisation beschlossen wurde, Masern bis zum Jahr 2015 auszurotten, gab es laut "Robert-Koch-Institut" 2013 in Deutschland statt der für die Elimination geforderten Höchstzahl von 80 immer noch 1.771 Masernfälle. Fast alle davon bei Ungeimpften.

Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Schwere Komplikationen sind selten, aber es gibt sie.

jek

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