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Frühtest soll helfen, Legasthenie rechtzeitig zu erkennen

Kinder mit Lese-Rechtschreib-Störung früh zu erkennen, ist wichtig, damit rechtzeitig eine Therapie erfolgen kann. Leipziger Forscher wollen einen Frühtest entwickeln - und suchen Studienteilnehmer.

Von Frank Ochmann

  Lesen und Schreiben ist für Legastheniker eine Qual

Lesen und Schreiben ist für Legastheniker eine Qual

Spätestens mit dem Eintritt in die Schule stehen Kinder vor der Aufgabe, Lesen und Schreiben zu lernen. Für fünf von 100 Kindern aber kann dies zur Tortur werden. Denn sie leiden an Legasthenie, einer angeborenen Lese-Rechtschreib-Störung. Jedes Jahr machen damit bei uns 35.000 weitere Kinder die Erfahrung, anders als die anderen zu sein und mehr oder minder zu versagen, wo die meisten anderen Erfolg haben. Das frustriert natürlich. Und weil sich der Misserfolg beim Lesen und Schreiben oft auch auf andere Fächer auswirkt und insgesamt die Schulnoten senkt, geraten Legastheniker zudem in den Verdacht, nicht ganz so helle zu sein wie ihre Altersgenossen. Dabei hat diese Störung nichts mit der allgemeinen Intelligenz eines Kindes zu tun. Das kann sogar hochbegabt sein und trotzdem Legastheniker.

Wissenschaftler zweier Leipziger Forschungsinstitute haben nun ein Projekt gestartet, das solchen Kindern und damit auch ihren zwangsläufig mitleidenden Familien helfen will. Mit "Legascreen" wollen Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften einen Frühtest erarbeiten, der Legasthenie schon im Kleinkindalter aufspüren kann. Das ist deshalb so wichtig, weil Hilfe besonders Erfolg versprechend ist, wenn sich das Sprachvermögen noch entwickelt. Eine Störung des Lesens und Rechtschreibens wird bislang jedoch erst erkannt, wenn sich Probleme beim Erlernen einstellen. Eine sichere Diagnose ist darum mit heutigen Tests erst am Ende des zweiten Schuljahres möglich. Und damit zu spät.

Genetische Ursachen

Bei der Entwicklung ihres Frühtests wollen die Leipziger Wissenschaftler zweigleisig vorgehen und zuerst genetische Untersuchungen anstellen. Es ist bereits bekannt, dass die Legasthenie eine starke genetische Komponente hat. Einzelne sogenannte Marker, die im Erbgut auf ein besonderes Risiko deuten, wurden ebenfalls schon gefunden. Bei der Untersuchung von Speichelproben der Kinder, die an der Studie teilnehmen, können die bereits bekannten Marker kontrolliert und womöglich auch neue entdeckt werden.

Da sich das Sprachvermögen im Gehirn ausbildet, wollen die Forscher parallel zu genetischen Untersuchungen auch Hirnaktivitäten messen und im Kernspintomographen nach Auffälligkeiten in den Köpfen ihrer kleinen Probanden suchen. Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass sich solche Besonderheiten der Hirnaktivität tatsächlich finden lassen. Ein Problem für die Wissenschaftler: Es ist schwer, die Aufmerksamkeit kleiner Kinder über längere Zeit zu binden. Bei der jetzt geplanten Messung der Hirnströme aber entfällt diese Voraussetzung, so dass das Sammeln der Daten leichter fallen sollte. Mit bildgebenden Verfahren soll als Ergänzung zur Hirnstrommessung die Reifung des jungen Gehirns untersucht werden. Die Leipziger wollen dabei vor allem jene Areale in den Blick nehmen, die für den Erwerb der Schriftsprache besonders wichtig sind.

Gesucht werden für diese Studie darum jetzt Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren aus ganz Deutschland, deren Geschwister oder Eltern schon eine Legasthenie/Lese-Rechtschreibschwäche haben. Interessierte Familien finden weitere Informationen und auch Kontaktmöglichkeiten zu den Wissenschaftlern unter www.legascreen.de.

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