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Die Bazillenpolizei

Bei Antibiotika werden Sie hellhörig? Gut so: Diese Bakterienkiller sollte Ihr Kind wirklich nur dann schlucken, wenn auch Bakterien am Leid Ihres Nachwuchses schuld sind.

Gegen jede Mikroben-Klasse hilft ein anderes Antibiotikum

Gegen jede Mikroben-Klasse hilft ein anderes Antibiotikum

Bakterien können viele Krankheiten hervorrufen: Sie können den Kehlkopf entzünden, die Bronchien und die Lunge verwüsten, Muskeln belagern, Organe angreifen. Ärzte behandeln solche Infektionen mit Antibiotika. Diese Medikamente töten die Verursacher der Krankheit ab. Schon nach wenigen Tagen hat die Arznei das Treiben der Übeltäter eingedämmt, dem Betroffenen geht es wieder besser.

Weil Antibiotika so gut und so schnell helfen, werden sie manchmal auch dann verschrieben, wenn sie gar nichts ausrichten können. Denn manche Infektionen werden nicht durch Bakterien ausgelöst, sondern durch Viren. Gegen diese Keime helfen Antibiotika aber nicht. Dennoch gibt es Ärzte, die zum Beispiel gegen eine Erkältung Antibiotika verschreiben - obwohl Viren diese Krankheit verursachen.

In vielen Fällen können Antibiotika Ihrem Kind aber helfen. Zum Beispiel, wenn seine Lunge oder seine Bronchien entzündet sind. An solchen Infektionen der Atemwege sind meistens Bazillen schuld. Auch einige Krankheiten, die mit Fieber zusammen auftreten, gehen auf Mikroben zurück.

Allerdings sollten Sie wissen, dass Antibiotika auch Nebenwirkungen haben können. Dazu gehören zum Beispiel Durchfall oder Hautentzündungen.

Ira Panic / Annette Bolz

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