Fotogalerie aus dem Inneren des Körpers

Technisches Großgerät ist in der Regel nicht notwendig, um Kopfschmerzen zu diagnostizieren. Nur bei schwierigen Fragen setzt der Arzt Verfahren wie die Magnetresonanztomographie ein.

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Um Spezialfälle zu lösen, hilft dem Arzt ein genauer Blick in den Schädel©

Bei der Diagnose gilt der Grundsatz: Im Zweifelsfall lieber eine Erkrankung mehrfach ausschließen, als sie einmal übersehen. Deshalb veranlassen Ärzte manchmal eine aufwendigere Untersuchung des Kopfes. Zu den Verfahren, die in den Schädel hineinschauen können, gehören:

  • die Untersuchung mit Ultraschall,
  • das Röntgenbild,
  • die Computertomographie (CT),
  • die Magnetresonanztomographie (MRT).

Gefäße lassen sich mit Ultraschall überprüfen

Mit einem Ultraschallgerät kann der Arzt die Geschwindigkeit bestimmen, mit der das Blut durch die Adern fließt. Mit einem besonderen Ultraschallverfahren kann er auch den Zustand der Adern überprüfen, die das Gehirn versorgen. Die Schallwellen durchdringen die dünnen Knochenteile des Schädels. Für die Untersuchung bestreicht der Arzt die Haut mit einem Gel, das Schallwellen leitet. Anschließend fährt er langsam mit einem Schallkopf über diejenigen Stellen des Schädels, an denen er die Gefäße untersuchen möchte. Der Schallkopf sendet ein Signal aus, das die Blutkörperchen reflektieren. Dieses Muster erscheint anschließend auf dem Monitor als Bild.

Sinnvoll ist eine Ultraschalluntersuchung bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:

  • Ablagerungen in der Halsschlagader (Arteriosklerose),
  • krankhaft veränderte Gefäße im Schädel,
  • verkrampfte Adern nach Blutungen im oder am Kopf,
  • entzündete Blutgefäße im Kopfbereich.

Röntgenstrahlen entdecken eine krumme Halswirbelsäule

Ein Röntgenbild zeigt dichte Strukturen des Körpers, vor allem die Knochen. Auf Röntgenbilder der Halswirbelsäule ist zu erkennen, wie die Wirbelkörper und die Zwischenwirbelgelenke aussehen, welche Struktur die Knochen haben und wie groß der Abstand zwischen den Wirbeln ist. Röntgenbilder von der gebeugten und der gestreckten Halswirbelsäule können zeigen, wie beweglich und stabil sie ist.

Gewebe nimmt Röntgenstrahlen unterschiedlich stark auf. Dadurch entstehen Schattenbilder, auf denen sehr dichte Strukturen weiß erscheinen. Die Bilder werden auf einem Schirm sichtbar gemacht oder auf speziellen Filmen aufgezeichnet. Um die Qualität und den Kontrast der Aufnahmen noch zu verbessern, kann der Arzt vorher gezielt ein Kontrastmittel spritzen.

Sinnvoll ist eine Röntgenuntersuchung bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:

  • eine verminderte Beweglichkeit oder Stabilität der Wirbelsäule,
  • eine krankhafte Veränderung der Halswirbelsäule,
  • Kopfschmerzen, die durch Bewegungen entstehen.

Die Computertomographie zeigt Schichtbilder des Schädels

Die Computertomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren, das Bilder mehrerer Ebenen des Gehirns anfertigen kann. Die Röntgenstrahlen werden durch die verschiedenen Hirngewebe unterschiedlich stark abgeschwächt. Diese Unterschiede misst ein Sensor. Aus den Informationen kann ein Computer den Gehirnaufbau in mehreren Schichten auf einem Bildschirm darstellen. In speziellen Fällen spritzt der Arzt vor der Untersuchung ein Kontrastmittel.

Beim CT liegt der Betroffene auf einer fahrbaren Liege. Er wird langsam durch eine Röhre geschoben, die etwa einen halben Meter lang ist. Eine Röntgenröhre sendet dabei Röntgenstrahlen aus, die durch den Körper schießen. Gegenüber empfangen Detektoren diese Strahlen. Ein Computer berechnet aus diesen Daten Schnittbilder oder dreidimensionale Abbildungen.

Sinnvoll ist das CT beispielsweise bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:

  • Blutungen im Kopf,
  • Tumore oder Abszesse im Kopf,
  • krankhaft veränderte Schädelknochen,
  • Verletzungen des Schädels oder des Hirns,
  • entzündete Nasennebenhöhlen,
  • eine gestörte Durchblutung der Gefäße,
  • verschlossene Gefäße (Thrombosen).

Magnetresonanztomographie spürt Entzündungen auf

Genau wie die Computertomographie kann die Magnetresonanztomographie (MRT) einzelne Teile des Körpers in Scheiben darstellen. Die MRT arbeitet aber nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit einem Magnetfeld, auf das die Atome in den Körperzellen reagieren. Diese Reaktionen werden aufgezeichnet, durch einen Rechner umgewandelt und anschließend zu zwei- oder dreidimensionalen Bildern zusammengefügt.

Darauf sehen Gewebe mit hohem Anteil an Wasser und Fett hell, solche mit niedrigen Anteilen dunkler - oder genau umgekehrt, je nach gewünschter Darstellungsweise. Das MRT stellt verschiedene Ebenen des Gehirns sehr kontrastreich dar. Bei einer MRT liegen die Betroffenen etwa eine halbe Stunde lang in einer relativ engen Röhre und dürfen sich nicht bewegen.

Bei dem Verdacht auf folgende Krankheiten kann die Untersuchung sinnvoll sein:

  • ein Gehirntumor,
  • anfallsartige Gesichtsschmerzen,
  • Infektionen im Gehirn,
  • entzündete Blutgefäße,
  • krankhaft veränderte Adern im Schädel,
  • vergrößerte Lymphknoten,
  • Kopfschmerzen bei Autoimmunkrankheiten.

Den Fluss des Blutes zeichnet die Angiographie nach

Mithilfe einer Angiographie lassen sich Hirnadern darstellen. Für die Untersuchung führt der Arzt einen Katheter in die Arterie der Leiste ein. Anschließend schiebt er den Katheter so weit vor, bis er das gewünschte Gefäß erreicht hat. Dann spritzt er ein Kontrastmittel in die Arterie, das Mittel verteilt sich. Danach macht der Arzt eine Röntgenaufnahme. Alle Gefäße, in denen sich Kontrastmittel befindet, lassen sich im Röntgenbild gut erkennen.

Sinnvoll ist diese Untersuchung bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:

  • eine geweitete Arterie im Kopf (Aneurysma),
  • entzündete Gehirngefäße,
  • verengte oder verschlossene Adern,
  • fehlgebildete Gefäße,
  • zur Seite geschobene oder zusammengepresste Adern, weil sich im Schädel Abzesse oder Tumoren gebildet haben.
Wolfgang Schillings
 
 
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