Arbeit im Unbewussten

Körper und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. In einer Psychotherapie lernen Sie, wie Sie Ihre Kopfschmerzen kontrollieren können und was sie ganz zum Verschwinden bringen kann.

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Durch psychotherapeutische Hilfe können Kopfschmerzkranke lernen, mit ihrem Leiden besser umzugehen©

Seele und Körper hängen zusammen, sie arbeiten nicht getrennt voneinander. Fühlen wir uns beispielsweise gestresst oder haben wir Angst, hat das körperlich wahrnehmbare Folgen: Herzklopfen, schwitzige Hände, auf lange Sicht möglicherweise auch Kopfschmerzen. Umgekehrt können Gedanken und Gefühle unseren Körper aber auch beruhigen, unsere Wahrnehmung von Schmerzen verändern oder, im besten Fall, Kopfschmerzen verschwinden lassen. Wie das geht, wird in Psychotherapien geübt.

Wenn Ihnen vor allem die Schmerzen zu schaffen machen, sie aber nicht antriebslos sind, kann eine Verhaltenstherapie helfen. Bei dieser Therapieform sind schnell Erfolge zu sehen, denn sie zielt auf eine ganz konkrete Veränderung des Verhaltens in bestimmten Situationen. Vor allem Menschen mit Migräne kann das helfen.

Haben Sie Spannungskopfschmerzen und fühlen sich außerdem abgeschlagen, unruhig, unter ängstlicher Spannung, ist eine Kombination aus Verhaltenstherapie und anderen psychotherapeutischen Verfahren sinnvoll, unter Umständen auch eine Psychoanalyse. Sie ist bei Kopfschmerzerkrankungen jedoch weniger erfolgreich als eine Verhaltenstherapie.

Psychotherapien können Tabletten überflüssig machen

Werden chronische Schmerzen nicht nur medizinisch, sondern auch psychotherapeutisch behandelt, treten sie seltener und weniger stark auf. Das belegen viele Studien. Die Schmerzgeplagten brauchen weniger Medikamente und haben gelernt, wie sie die Schmerzen im Alltag besser bewältigen. Nach einer Verhaltenstherapie gehen Menschen mit chronischen Kopfschmerzen viel seltener zum Arzt, treiben mehr Sport und kehren öfter in den Beruf zurück als Schmerzkranke ohne Therapie.

Menschen mit chronischen Schmerzen haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Sehr oft kommen verschiedene Verhaltensweisen, Einstellungen und Charaktereigenschaften eines Menschen zusammen, die den Schmerz ungünstig beeinflussen. Die Schmerzen selbst können weitere ungesunde Verhaltensweisen oder Ängste entstehen lassen, die den Schmerz dann aufrecht erhalten.

Kopfschmerzkranke erleben die Pein und ihre Folgen oft als Katastrophe. Zudem stellen sie sich vor, es gäbe eine einzige Ursache für ihre Kopfschmerzen - zum Beispiel eine bestimmte Stelle im Körper, die nicht richtig funktioniere. Dabei fühlen sie sich oft machtlos, ein typischer Satz lautet: "Meine Halswirbelsäule ist kaputt, daher kommen meine Kopfschmerzen. Da kann man nichts machen."

Menschen mit Kopfschmerzen überfordern sich häufig

Oft zeigen Kopfschmerzgeplagten bestimmte Eigenschaften und Gewohnheiten:

  • Sie überfordern sich körperlich und seelisch.
  • Sie neigen zu Perfektionismus und sind extrem ordentlich.
  • Sie stellen hohe Leistungsansprüche an sich und andere.
  • Sie verzeihen sich selbst und anderen nur schwer.
  • Sie haben Versagensängste.

Treten die Schmerzen häufiger auf, wirken sie sich auf viele Lebensbereiche der Betroffenen aus. Im Extremfall ziehen sich chronisch Schmerzkranke von allem zurück. Sie vernachlässigen ihre Partnerschaft, ihre Freunde, ihre Familie, ihre Arbeit. Sie haben keinen Spaß mehr am Sex. Stattdessen konzentrieren sie sich nur auf ihre Schmerzen und kennen nur noch dieses eine Thema. Sie schonen sich übermäßig aus Angst vor Schmerzattacken. Sie versuchen, ihre Kopfschmerzen mit Medikamenten in den Griff zu kriegen und wechseln oft den Arzt. Der Gang in eine psychotherapeutische Praxis könnte diesen Leidgeprüften helfen.

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