Schädel im Schraubstock

Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Ursache für wiederkehrendes Kopfweh. Viele Faktoren spielen bei der Entstehung eine Rolle. Aber es gibt wirksame Therapien. Und jeder kann selbst etwas tun.

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Wenn sich das Oberstübchen wie eingepresst anfühlt, steckt oft Stress dahinter©

Unter Kopfschmerzen leiden etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland. Nicht eingerechnet diejenigen, die wegen eines Gläschens zu viel einen Brummschädel bekommen. Mediziner unterscheiden zwischen mehr als 250 verschiedenen Hauptformen des Kopfschmerzes. Die am meisten verbreitete ist der Spannungskopfschmerz. 54 Prozent aller Kopfwehgeplagten leiden unter dieser Pein.

Spannungskopfschmerz kann jeden treffen, Männer wie Frauen, Junge und Alte. Chronische Spannungskopfschmerzen nehmen mit dem Lebensalter zu: Von Menschen unter 36 Jahren sind nur zwei Prozent betroffen, die über 55-Jährigen aber schon zu vier Prozent.

Chronische Spannungskopfschmerzen haben fast immer eine Vorgeschichte. Plagen die Kopfschmerzen weniger als zwölf Tage im Jahr, nennen die Ärzte ihn noch: sporadischen episodischen Kopfschmerz. Steigert sich das auf bis zu 15 Tage im Monat, heißt er episodischer Kopfschmerz. Erst wenn das Leiden an 15 Tagen oder mehr im Monat wiederkehrt oder sich an über 180 Tagen im Jahr zeigt, heißt die Diagnose: chronischer Spannungskopfschmerz. In 80 Prozent der Fälle hat die Erkrankung in etwa zehn Jahren die genannten Stadien durchlaufen. Nur selten überfällt der chronische Kopfschmerz einen Menschen spontan.

Stress macht einen dicken Kopf

Bis heute wissen Wissenschaftler nicht genau, woher Spannungskopfschmerzen kommen. Einig sind sie sich darin, dass es nicht die eine Ursache gibt, sondern viele Faktoren eine Rolle spielen. Studien lassen die Vermutung zu, dass Stress und Überforderung beim Entstehen der Krankheit eine Rolle spielen. Denn solche Belastungen verändern den Stoffwechsel im Gehirn. Unter anderem wird der Botenstoff Serotonin verstärkt abgebaut. Dadurch sinkt die Schmerzschwelle, das Gehirn reagiert nun sensibler auf Schmerzreize. Und das nicht nur innen, sondern auch außen: Menschen mit chronischem Spannungskopfschmerz sind extrem empfindlich am Kopf.

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