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Das Wunder der Spontanheilung

Die Schulmedizin war fertig mit Armin Schütz, damals vor 14 Jahren. Er hatte Krebs. Dann aber geschah etwas, wovon die meisten unheilbar Kranken nur träumen können: Der Krebs verschwand. Das Protokoll eines medizinischen Wunders.

Von Michael Kraske

  • Michael Kraske

Armin Schütz steht im Flur seines Hauses und betrachtet vier Bilder, als stünde er vor Fotografien aus seiner Jugend. Die Bilder zeigen Linien, die Vierecke bilden. Auf dem ersten sind sie alle Teil eines großen Mosaiks, geordnet und ebenmäßig. Auf dem zweiten Bild wölben sich einige Vierecke hervor. Auf dem dritten platzen Vierecke aus anderen heraus. Das vierte Bild zeigt eine Explosion von Vierecken, dahinter leuchten bunte Farben. Armin Schütz, der Elektrotechniker, hat diese Serie gemalt. Damals, Anfang der 90er Jahre. Jetzt spricht er über sie, als sei er dem großen Rätsel seines Lebens noch immer auf der Spur.

Der Bart lässt ihn verwegen aussehen, ein bisschen nach Kommissar Schimanski. Aber Armin Schütz ist ganz anders. Er denkt lange nach. Erst dann spricht er. Besonnen. Reflektiert. Wie einer, der sich viele Fragen gestellt hat. Und immer noch nach neuen Antworten sucht. Die Bilder zeigen die Katastrophe seines Lebens. Aber zugleich auch seine Wiedergeburt. Sie sind der Versuch, den Ausbruch des schwarzen Hautkrebses zu beschreiben, der Armin Schütz von innen zu zerfressen drohte.

Das maligne Melanom streute Metastasen

Eigentlich dürfte Armin Schütz hier gar nicht stehen. Die Schulmedizin hatte ihn aufgegeben. Das maligne Melanom streute Metastasen in seinen Körper, unkontrollierbar, unaufhaltsam. Das war im März 1992. Heute findet sich kein einziger Krebsherd mehr bei Schütz. Er ist ein medizinisches Wunder.

Die Geschichte beginnt im Frühjahr 1991. Da entdeckt Armin Schütz, dass an seinem rechten Oberschenkel ein kirschkerngroßes Muttermal anschwillt. Er geht zum Hausarzt. Die Diagnose der folgenden Untersuchungen: schwarzer Hautkrebs. Das Melanom wird weggeschnitten. Armin Schütz verlässt sich auf die Aussage des Chirurgen: "Solange die Metastasen nicht wandern, kriegen wir das Problem in den Griff."

Alles scheint gut zu gehen. Aber nach einigen Monaten bilden sich unterhalb der Narbe Knoten. Hautmetastasen des malignen Melanoms. Sie werden entfernt. Noch ist Schütz guter Dinge: "Als Elektrotechniker bin ich technisch ausgerichtet. Ich dachte, das schneiden wir raus, dann ist es wieder gut."

Nur 30 Prozent überleben ein malignes Melanom

Dann kommt die Angst. Im Januar 1992 wird ein vergrößerter Lymphknoten in der rechten Leiste entdeckt. Im Oberschenkel und in der linken Leiste sind weitere Lymphknoten tastbar. Der angeschwollene Knoten wird entfernt und als bösartige Metastase eingestuft. "Jetzt muss ich was tun", denkt Schütz. Er liest eine Statistik. Danach überleben nur 30 Prozent ein malignes Melanom, wie er es hat. Gedanken jagen sich: "Gehöre ich zu den 70 oder zu den 30 Prozent?"

Schütz wird eine riskante und kaum Erfolg versprechende Therapie angeboten. Das Bein soll vom Blutkreislauf abgekoppelt und mit hochdosierten Chemotherapeutika behandelt werden. Er macht einen Termin, will erst mal eine Beratung. Aber die Operation ist schon fest eingeplant, wie er am Telefon erfährt. "Da war ein Automatismus gestartet", sagt Schütz, "der Patient hat gar kein Mitspracherecht." Er sagt die Behandlung ab.

Armin Schütz werden die Spezialisten von der Universitätshautklinik in Heidelberg empfohlen. Es ist sein letzter Versuch mit der Schulmedizin. Er fährt hin. Eine Ärztin erklärt ihm, dass an der Klinik eine Doppelblindstudie gemacht werde, die dazu dient, ein neues Medikament zu testen. Sie reicht ihm ein Papier zur Unterschrift. Schütz soll sich verpflichten, keine andere Therapie zu machen. Er zählt eins und eins zusammen. Nur die Hälfte der Teilnehmer an der Studie wird das neue Medikament bekommen. Die andere Hälfte erhält ein Placebo. "Ich wusste nicht: Kriege ich das Medikament oder nicht", sagt Schütz, "das war mir zu wenig." Ein weiterer Arzt kommt hinzu.

Der Krebs raubt ihm die Hoffnung

Auch er fragt, ob er unterschreiben werde. Nein, sagt Schütz. "Tja, ich weiß nicht, was ich für Sie tun kann." Mit diesen Worten wird dem Patienten mitgeteilt, dass die Schulmedizin fertig ist mit ihm. "Der Chirurg, der mich operiert hatte, sagte zu mir: "Gehen Sie nach Hause, und machen Sie sich noch ein paar schöne Tage"", erinnert er sich. Der Krebs hat Schütz 20 Kilo seines Gewichts geraubt. Und ein Großteil seiner Hoffnung. Er denkt: "Vielleicht werde ich nie sehen, wie meine Tochter erwachsen wird."

Es ist Zeit für Plan B. Der Arzt in Heidelberg hatte sich das Info-Material über eine alternative Behandlung, das Schütz mitgebracht hatte, kopfschüttelnd durchgelesen. "Das ist doch keine Krebstherapie." Aber Armin Schütz hat nichts zu verlieren. Durch eine Fernsehsendung ist er auf die Hufeland-Klinik gestoßen. Die liegt in seiner Heimatstadt Bad Mergentheim. Aber keiner seiner behandelnden Ärzte hat ihm je davon erzählt.

Der Leiter der Hufeland-Klinik, Wolfgang Wöppel, ist ein sonorer Herr mit Rauschebart. "Die biologische Krebs-Therapie ist unspezifisch", sagt der Internist. Schwarzer Hautkrebs von Herrn Maier werde anders behandelt als der von Herrn Müller. Allerdings werde bei allen Patienten eine Basis-Therapie angewendet. Der Körper solle entgiftet, der Stoffwechsel optimiert werden, etwa durch Vitamine und gesunde Ernährung. "Diese unspezifischen Maßnahmen sind für alle Patienten günstig", sagt Wöppel, "sie optimieren die Leistung des Körpers und erhöhen die Chance, dass ein Patient sich selbst heilt." Das ist der Ansatz in der Hufeland-Klinik: Das Milieu der Krebszelle so zu beeinflussen, dass der Körper eine Selbstheilung startet.

Kein Heilsversprechen. Nicht mal Optimismus

Beim ersten Gespräch mit Armin Schütz sagt Wöppel, dass er nicht das Symptom Krebs bekämpfen will, sondern Schütz als ganzen Mensch betrachten wird. Das ergibt Sinn für Schütz. Aber das Gespräch ist auch ernüchternd. "Ich kann sie nicht heilen, ich kann sie nur unterstützen", sagt der Arzt. Kein Heilsversprechen. Nicht mal Optimismus.

Schütz durchläuft das Programm der Klinik: Er isst Vollkornbrot, verzichtet auf Schweinefleisch und Zucker, und er unterzieht sich der Fiebertherapie. "Das Fieber ist eine der ältesten Heilreaktionen des Menschen", sagt Wöppel. "Es gibt keine Statistiken über den Erfolg von Fieber gegen Krebs. Man weiß jedoch, dass Krebs günstig anspricht auf die Fiebertherapie." Armin Schütz sehnt das Fieber herbei. Als scharfe Waffe gegen den Krebs. Als die Infusion, die das Fieber einleiten soll, läuft, bildet er sich ein, dass er das Mittel fühlen kann. Nervös wartet er auf den Schüttelfrost. Endlich kommt das Kribbeln im Rücken. Der Geist setzt aus. Kein klarer Gedanke ist mehr möglich. Nach dem Schüttelfrost steigt das Fieber. Schütz schläft ein, wird immer wieder geweckt, weil das Fieber regelmäßig kontrolliert werden muss. Er hat Kopfschmerzen, Rückenschmerzen. Nach der Fiebernacht sinkt die Körpertemperatur. Schütz sehnt sich nach frischer Luft. Am Nachmittag kann er endlich spazieren gehen. Er fühlt sich schwach. Erst am nächsten Tag kehrt Kraft in seinen Körper zurück.

Das Ergebnis der Fieberstöße ist ernüchternd. Im Laufe des Jahres 1992 macht der Kernspintomograf mehrere Hautmetastasen am rechten Oberschenkel sichtbar. Schütz bekommt den siebten Fieberstoß. Einen achten. Die Knoten wachsen. Vor dem neunten Fieberstoß hat er einen Traum. Er geht darin auf einem Feldweg. Kommt an eine Weggabelung. Der eine Pfad verläuft weiter durch das Tal, der andere führt steil hinauf zu einem Bergkamm. Er kann den einfachen Weg weitergehen oder den beschwerlichen bis zum Gipfel nehmen. Nur dieser anstrengende Weg bringt die grandiose Aussicht ins Tal. Armin Schütz wacht auf, bevor er sich für einen der beiden entscheidet. Mit dem Gefühl der Sehnsucht nach dem Blick ins Tal. Er träumt viel in dieser Zeit. Die Träume machen ihm Hoffnung. Er hat sich vorgestellt, wie es wohl sein wird zu sterben. Wer wird seine Frau und seine Tochter versorgen? "Ein Weg führt ins Leben, einer in den Tod", denkt er. Er akzeptiert, dass beides möglich ist.

Auf der Suche nach seiner Persönlichkeit

Du musst etwas tun, hört er von Freunden und Bekannten. Aber Schütz sieht sich nicht als Kämpfer. Stattdessen macht er sich auf die Suche nach seiner Persönlichkeit. Er beginnt wieder zu malen. Er denkt nach über die 300 Überstunden, die er jährlich ansammelte. Fragt nach dem Sinn. "Ich hab in einer Form gelebt, die nicht meiner Natur entsprach. Vieles war verschüttet." Den Tod vor Augen, gräbt Armin Schütz nach dem Menschen, der er einmal war.

Im März 1993 sind die Knoten so groß, dass Schütz nicht mehr richtig gehen und sitzen kann. Zum zehnten Mal lässt er sich unter künstliches Fieber setzen. Dann passiert es. Eine Woche nach dem Fieber beginnen die Knoten zu schrumpfen. Der Lymphknoten in der linken Leiste, der bereits so groß war wie eine Walnuss, bildet sich zurück. Während seines letzten Aufenthaltes in der Hufeland-Klinik von Juni bis Juli 1993 bildet sich auch die letzte Metastase zurück. Als Armin Schütz entlassen wird, können die Diagnosegeräte keine einzige Metastase mehr in seinem Körper entdecken. Das ist bis heute so geblieben.

Ist seine Heilung nun ein Erfolg der Fiebertherapie? Oder hat sich der Körper selbst geheilt? Für die Wissenschaft ist Armin Schütz ein medizinisches Wunder. Der Fachausdruck für diese unerklärlichen Heilungen lautet "Spontanremission". Der Onkologe Herbert Kappauf hat in seiner Karriere etwa 30 Patienten mit solch unerwarteten Genesungen kennen gelernt. So viele wie kaum ein anderer in Deutschland. In seinem Standardwerk "Wunder sind möglich. Spontanheilung bei Krebs" arbeitet er mit der folgenden, anerkannten Definition: "Unter Spontanremission wird eine vollständige oder teilweise, vorübergehende oder dauerhafte Rückbildung sämtlicher oder wichtiger Aktivitätsmerkmale einer bösartigen Krankheit verstanden, die entweder ohne jegliche medizinische Therapie eingetreten ist oder unter Maßnahmen, die in der onkologischen Erfahrung nicht zu einer derartigen Rückbildung führen."

Streitzone zwischen Schulmedizinern und alternativen Ärzten

Spontanheilungen wie die von Armin Schütz sind eine Streitzone zwischen Schulmedizinern und alternativen Ärzten wie Wolfgang Wöppel. Welten prallen aufeinander. "Es gibt in der ganzheitlichen Medizin keine Standardbehandlung", sagt Wöppel. Schwarzer Hautkrebs ist danach nicht gleich schwarzer Hautkrebs, weil immer ein anderer Mensch betroffen ist. Dagegen bemühen sich Schulmediziner um allgemeingültige Erkenntnisse: Krankheit A wird bei gleichem Verlauf und Muster immer mit Therapie B geheilt. "Ich halte Meldungen, wonach die Zahl der Spontanremissionen durch alternative Behandlungsmethoden beeinflusst werden kann, für sehr problematisch", sagt der Onkologe Kappauf, "das ist ein Widerspruch in sich: Wenn ich Maßnahmen am Patienten vornehme, von denen ich überzeugt bin, dass sie den Tumor zurückbilden, liegt keine Spontanremission vor. Dann ist es ein Therapieerfolg."

Um den Erfolg als solchen anzuerkennen, fordert die Schulmedizin, dass der Behandlungserfolg jederzeit bei einem anderen Patienten wiederholt werden kann. Der Leiter der Hufeland-Klinik, Wolfgang Wöppel, wehrt sich gegen diese Forderung: "Die Reproduzierbarkeit von Behandlungserfolgen ist doch ein generelles Problem. Auch bei der Chemotherapie kann der Arzt im Vorhinein nicht sagen, ob sie erfolgreich sein wird."

Wöppel wirbt für seine Medizin mit Zahlen, die von der anderen Seite als Provokation empfunden werden: Statistisch komme nur bei einem von 80 000 Krebskranken eine Spontanheilung vor, in der Hufeland-Klinik aber erfahre einer von 600 Patienten nicht nur eine Besserung oder Verlängerung seines Lebens, sondern eine Spontanheilung, die über Jahre andauere. Wie Armin Schütz. Den Schulmediziner Kappauf beeindrucken solche Zahlenspiele nicht: "Die Häufigkeit von Spontanremissionen ist bei verschiedenen Krebsarten sehr unterschiedlich. Bei Metastasen von schwarzem Hautkrebs ist das Verhältnis etwa 1 zu 400."

Die Heilungen werden nicht systematisch protokolliert

Tatsache ist, dass keine der beiden medizinischen Schulen derzeit eine Antwort auf die Frage geben kann, wer oder was Armin Schütz geheilt hat. Spontanheilungen sind noch immer ein großes schwarzes Loch in der Forschung. "Die Medizin hat Probleme, das Phänomen zu durchschauen", sagt der Münchner Onkologe Lothar Böning, "zum einen gibt es nur wenige Fälle, zweitens werden die Fälle nicht systematisch protokolliert, drittens müssten ganz genaue Untersuchungen erfolgen, welche Änderungen im Körper stattgefunden haben, um ein Wirkprinzip zu erforschen."

Viele Krebspatienten suchen verzweifelt nach dem Schlüssel für das Rätsel. Böning macht ihnen wenig Hoffnung: "Ich weiß nicht, ob wir überhaupt dahin kommen, eine Systematik zu finden. Es könnte auch sein, dass es sich bei Spontanheilungen um ein Zusammenspiel von Zufällen handelt. Das ist sogar nach meiner Einschätzung das Wahrscheinlichste."

In einem sind sich Schul- und Alternativmediziner einig: Eine typische Persönlichkeit für Spontanheilungen gibt es nicht. Die Medien haben erzählt, wie Lance Armstrong erst den metastasierenden Hodenkrebs besiegt hat, dann die Alpen und mit ihnen die Konkurrenten bei der Tour de France. Alles durch seinen unbändigen Willen. "Die sportliche Leistung, die ihn zum Helden gemacht hat, hat mit der Heilung gar nichts zu tun", sagt Böning. Lance Armstrong sei mit einer starken Chemotherapie geheilt worden - wie Tausende andere.

"Diktatur des positiven Denkens"

Armstrongs Heldengeschichte zur Genesung ist demnach ein Märchen. Ein gefährliches Märchen. "Es gibt eine Diktatur des positiven Denkens", sagt Böning, "das führt bei Patienten nicht selten dazu, dass sie sich schuldig fühlen, weil sie es nicht schaffen, sich zu heilen."

Die Erfahrungen der Experten sprechen gegen den Einfluss des Willens. Unter den wundersam Geheilten sind Kämpfer und Verzagte. Reuige, die ihr Leben umkrempeln, und Trotzige, die weiterleben wie bisher. Herbert Kappauf kannte eine starke Raucherin, deren Lungenkrebs unheilbar war. Sie rauchte weiter. Der Krebs verschwand. Es gibt kein Muster. Keinen Masterplan zur Heilung.

Der japanische Mediziner Hiroshi Oda ("Spontanremissionen bei Krebserkrankungen aus der Sicht des Erlebenden") hat drei Typen von Patienten ausgemacht. Da ist der Kämpfer, der gegen den Krebs in die Schlacht zieht. Der Gläubige, der sein Schicksal in Gottes Hand legt. Und schließlich der Selbstkritische, der sich und sein bisheriges Leben hinterfragt und nach persönlichen Gründen für den Krebs sucht.

Der Glaube ist geblieben

Armin Schütz würde von Hiroshi Oda sicher zum dritten Typ gezählt werden. Er hat die Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit wieder und wieder durch seinen Kopf laufen lassen. Die Bilder, die er sah, waren Bilder von der Arbeit. Das Gefühl, das damit verbunden war, war kein gutes. Er war fremdbestimmt. Die Unbeschwertheit, die er als junger Mann spürte, war weg. Aber Armin Schütz hat nicht nur nüchtern analysiert. Auf seinen langen Spaziergängen hat sich manchmal Gott zu ihm gesellt. Der Glaube aus der Zeit der Krankheit ist geblieben. Es genügt, Schütz kennen zu lernen, um festzustellen, dass man dem Geheimnis der Spontanheilungen nicht näher kommt, indem man die Glücklichen in Schubladen steckt. Da passen sie nicht rein.

Um Armin Schütz herum stehen dunkle Holzmöbel vor bunten Wänden. Viele Schränke und Tische hat er selbst repariert und gestrichen. Er nimmt sich heute die Zeit, die er früher nicht hatte. Die Karriere, der er nachgerannt war, hat er sausen lassen. Das ist ihm nicht leicht gefallen. Aber er hat sich ein Recht auf ein Leben nach den Arbeitstagen erkämpft.

Einige Jahre lang hatte Schütz streng Diät eingehalten: Keinen Kaffee. Kein Schweinefleisch. Keinen Alkohol. Jetzt trinkt er wieder genüsslich seinen Kaffee, gönnt sich auch mal wieder ein Glas Rotwein. "Ich wollte nicht vom technischen Funktionieren nahtlos zur totalen Kontrolle übergehen", sagt er, "das hieße von einer Sklaverei in die andere zu verfallen."

Gott und die Welt

Er nimmt sich Zeit für Dinge, die er sich früher verboten hat. Und wenn es nur ein Spaziergang ist, um über Gott und die Welt nachzudenken. Sein Leben fühlt sich jetzt manchmal wieder so an wie als Jugendlicher. Unbeschwert. Schütz ist sich nicht sicher, was ihn geheilt hat. Die Fiebertherapie? Die Selbsterkenntnis? Die Besinnung auf seine Persönlichkeit? Es ist ihm auch egal.

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