Im Fettgewebe von Legehennen wurde ein erhöhter Dioxinwert festgestellt. Bei drei Hühnern wurde einem Bericht der Bundesregierung zufolge der hohe Wert ermittelt.
Die Behörden haben einem Bericht des Magazins "Focus" zufolge erstmals auch in Geflügelfleisch erhöhte Dioxin-Werte festgestellt. Wie das Magazin vorab unter Berufung auf einen Bericht des Verbraucherschutzministeriums in Berlin berichtet, ergaben Proben vom Fettgewebe von drei Legehennen einen Wert von 4,99 Pikogramm Dioxin pro Gramm Fleisch. Der erlaubte Höchstwert liegt demnach bei zwei Pikogramm. Aus welchem Betrieb die Hühner stammten, ist dem Bericht, den die Bundesregierung laut "Focus" am Freitag nach Brüssel schickte, nicht zu entnehmen.
Eine öffentliche Warnung sei seitens der Länder nicht erfolgt, weil "keine unmittelbare gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Verzehr zu erwarten sei", zitiert "Focus" aus dem Bericht des Bundesministeriums für Verbraucherschutz.
Wie das Magazin weiter berichtet, habe das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium für mögliche Schadensersatzansprüche die Vermögenswerte des Uetersener Futtermittelherstellers Harles und Jentzsch sichern lassen. Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft zählen Verantwortliche des Unternehmens zu den Hauptverdächtigen im Dioxin-Skandal.