Startseite

In diesen Produkten steckt Pferdefleisch

Lasagne war gestern. Längst ist klar: Pferdefleisch ist in viele Produkte gelangt, in die es eigentlich nicht gehört - von Gulasch über Ravioli bis hin zu Dönerfleisch. Eine Übersicht.

  Auch hier wurden die Prüfer fündig: In diese Tortelloni gelangte Pferdefleisch.

Auch hier wurden die Prüfer fündig: In diese Tortelloni gelangte Pferdefleisch.

Um Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal zu ziehen, hat sich Verbraucherministerin Ilse Aigner mit den Ressortchefs der Länder getroffen. In ihrem Entwurf für einen Nationalen Aktionsplan, den Aigner den Kollegen vorstellte, sind etwa zusätzliche Untersuchungen vorgesehen. Zudem soll die Herkunft verarbeiteter Fleischprodukte europaweit gekennzeichnet werden. Doch während die Minister nun eilig versuchen, den Schaden einzudämmen, wird es für Verbraucher immer schwieriger, den Überblick darüber zu behalten, in welche Produkte Pferdefleisch gelangt ist.

Lasagne, Dosen-Tortelloni, Spaghetti Bolognese oder Chili con Carne - die Liste der betroffenen Gerichte ist in den vergangenen Tagen immer länger geworden. stern.de gibt einen Überblick über zurückgerufene Produkte der verschiedenen Handelsketten. Beanstandete Ware können Verbraucher in den Filialen der Supermärkte zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

ALDI SÜD: Das Unternehmen nahm Dosen-Ravioli und -Gulasch sowie ein Nudelgericht aus den Regalen. Bei Analysen wurden bei den Produkten nach Angaben des Discounters "Anteile von Pferdefleisch" nachgewiesen. Es handelt sich demnach um "Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)" der Eigenmarke "Cucina" vom Lieferanten BLM, "Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)" des Lieferanten Omnimax, das ausschließlich in Nordrhein-Westfalen verkauft wurde, sowie "Pasta Spezialitäten, 750 g (Sorte Penne Bolognese)" des Lieferanten Copack, die in den Filialen der Regionalgesellschaften Bingen, Kirchheim, Geisenfeld, Regenstauf und Helmstadt verkauft wurden.

ALDI NORD: Der Discounter teilte mit, dass in "Tiefkühl Penne Bolognese 750 g" und "Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind" Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen worden seien. Die Tiefkühl Penne Bolognese sei in allen deutschen Filialen von Aldi Nord verkauft worden, das Gulasch nur in den Regionalgesellschaften Meitzendorf (Raum Magdeburg), Mittenwalde (Raum Süd-Ost-Berlin, Süd-Ost-Brandenburg) und Hoyerswerda (Raum Süd-Ost-Brandenburg, Nord- und Ost-Sachsen).

EDEKA: Die Handelskette stellte in Stichproben von Lasagne der Eigenmarke "Gut & Günstig" nach eigenen Angaben "geringe Pferdefleisch-Anteile" fest. Der Verkauf des Tiefkühlprodukts wurde gestoppt. Deutschlands größte Supermarktkette prüft weitere Artikel. Bei anderen Produkten liegen demnach aber bislang "keine Hinweise auf vergleichbare Probleme" vor. Laut Verbraucherzentrale Hamburg wurden auch Filialen der regionalen Supermarktkette Konsum Leipzig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit der Edeka-Lasagne beliefert.

EISMANN: Das Unternehmen stellte in zwei Lasagne-Produkten Pferdefleisch fest. Den Verkauf der betroffenen Ware stoppte der Tiefkühl-Heimservice nach einem ersten Verdacht. Verbraucher können die Ware den Eismann-Verkäufern zurückgeben und bekommen das Geld zurück. Weitere Produkte neben der Lasagne sind laut Eismann nicht betroffen.

KAISER'S TENGELMANN: Die Supermarktkette nahm Lasagne der Eigenmarke A&P vorsorglich aus dem Verkauf. Das Unternehmen hat inzwischen bestätigt, dass Tests in dem Tiefkühl-Produkt Pferdefleisch nachgewiesen haben. Kaiser's Tengelmann wurde eigenen Angaben zufolge vom französischen Hersteller Comigel offiziell informiert, dass die von ihm für seine Kunden hergestellten Fertiggerichte "durchgängig Anteile von Pferdefleisch enthalten". Kaiser's Tengelmann hat auch eigene Tests beantragt, deren Ergebnis noch nicht bekannt ist.

LIDL: Der Discounter stoppte in Deutschland den Verkauf von "Rinder-Gulasch" des Herstellers Dreistern sowie von "Ravioli in pikanter Sauce" von William Saurin und "Penne Bolognese" der Copack und Schröder KG. Alle Produkte wurden einer Sprecherin zufolge in Deutschland verkauft. Zuvor hatte Lidl bereits Rindfleisch-Tortelloni der Eigenmarke Combino, 400 g aus den Regalen genommen, nachdem Kontrolleure in Österreich darin Pferdefleischanteile entdeckt hatten. Der Hersteller der Nudelprodukte, Hilcona aus dem Fürstentum Liechtenstein, erklärte, er habe das beanstandete Fleisch für die Tortelloni bereits verarbeitet von der Firma Vossko aus Ostwestfalen bezogen. Vossko wiederum prüft nun, welcher seiner Lieferanten rohes Pferdefleisch als Rindfleisch verkaufte.

REAL: Das Unternehmen rief "TiP Lasagne Bolognese, 400g, tiefgekühlt" zurück. Bei Laboruntersuchungen mit dem Produkt der Eigenmarke war in "einzelnen Stichproben" Pferdefleisch gefunden worden.

REWE: Die Handelskette nahm sowohl Produkte aus dem Sortiment, welche die Supermarktkette unter ihrem eigenen Namen verkaufte, als auch Produkte eines Markenherstellers. Betroffen sind "Rewe Chili con Carne" und "Rewe Spaghetti Bolognese", die laut Rewe vom Unternehmen SGS Geniesser Service hergestellt wurden, sowie "Mou Lasagne Bolognese" und "Mou Cannelloni Bolognese" der Marke Tulip. Bei den Produkten der Eigenmarke und des Markenherstellers konnten die Produzenten Rewe zufolge nicht ausschließen, dass diese Anteile von Pferdefleisch enthalten.

ANDERE PRODUKTE: Im Auftrag des Fernsehsenders RTL hat das Institut für Produktqualität in Berlin Dönerfleisch untersucht. In Leipzig und Berlin hatten die Lebensmittel-Tester in einer Probe einen Anteil von einem Prozent Pferdefleisch entdeckt hat - und in drei Proben sieben Prozent Schweinefleisch. Da der muslimische Glauben den Verzehr von Schweinefleisch verbietet, enthält Döner in der Regel Rind-, Lamm- oder auch Puten- und Hühnerfleisch.

lea/AFP/DPA/DPA
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools