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Sie ließen sich einen Magenballon einsetzen. Binnen eines Monats waren sie tot.

Um abzunehmen, ließen sich fünf Patienten in den USA einen Magenballon einsetzen – mit tragischem Ende: Alle starben binnen eines Monats nach dem Eingriff. Die US-Gesundheitsbehörde untersucht nun einen möglichen Zusammenhang.

Tod nach Magenballon-Eingriff: Die US-Gesundheitsbehörde FDA untersucht derzeit fünf Todesfälle

Tod nach Magenballon-Eingriff: Die US-Gesundheitsbehörde FDA untersucht derzeit fünf Todesfälle

Diät halten und Sport treiben: In der Regel reicht das aus, um abzunehmen und das Normalgewicht anzustreben. Bei einigen Patienten schlagen diese Maßnahmen jedoch fehl. Trotz aller Bemühungen kommen sie nicht von ihrem Gewicht runter. Wenn das Übergewicht krankhaft und die Gesundheit bedroht ist, kann eine Operation sinnvoll sein. Zur Auswahl steht adipösen Patienten unter anderem das Einsetzen eines Magenballons.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) untersucht derzeit fünf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Eingriff. Im Raum steht derzeit die Frage, ob der Eingriff oder der Magenballon selbst zu dem Tod der Patienten geführt haben könnte. Die genaue Ursache der Todesfälle sei jedoch noch nicht bekannt, heißt es in einer Mitteilung, die vor wenigen Tagen auf der Seite der Behörde veröffentlicht wurde. 

Alle fünf Patienten starben demnach binnen eines Monats nach Einsetzen des Magenballons. Drei Menschen starben bereits wenige Tage nach dem Eingriff. Die Patienten hatten nach Angaben der FDA mit Flüssigkeit gefüllte Magenballons eingesetzt bekommen. Sie stammten von zwei US-amerikanischen Firmen. Die FDA stehe nun im engen Austausch mit den Herstellern, um die Ursache der zu ermitteln. Die Patienten waren im Zeitraum von 2016 bis 2017 gestorben.

Magenballon: Behörde warnte schon im Februar vor möglichen Risiken

Das Einsetzen eines Magenballons eignet sich nach Angaben des Adipositas Zentrums München für Patienten mit einem BMI zwischen 25 und 40. Der Ballon wird über die Speiseröhre in den Magen eingeführt und dort mit einer Kochsalzlösung aufgepumpt. Das Hilfsmittel füllt den Magen und soll die Gewichtsreduktion unterstützen, indem Patienten weniger Essen aufnehmen können. In der Regel bleibt der Ballon bis zu sechs Monate im Magen, wird entleert und wieder über Speiseröhre und Mund entfernt.

Die hatte bereits im Februar 2017 vor möglichen Risiken von Magenballons gewarnt. Die Ballons könnten sich demnach spontan aufblähen oder zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Die Behörde rät Ärzten daher, Patienten mit Magenballons engmaschig zu überwachen und den Ballon bei entsprechenden Symptomen zu entfernen.


ikr

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