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Ein neuer Influenza-Erreger ging 2009 und 2010 um die Welt und verunsicherte die Menschen. Zum Glück verlief die Grippewelle mild. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über die Erkrankung mit Symptomen, Diagnose, Therapie und Tipps.
"Neue Grippe" nennen sie die Behörden, "Schweinegrippe" der Volksmund. Doch mit Schweinen hat die H1N1-Variante längst nichts mehr zu tun. Sie springt von Mensch zu Mensch - global.
In den USA werden Arztpraxen gestürmt, in Deutschland herrscht eher Gelassenheit: Wer sich hierzulande gegen die Schweinegrippe impfen lässt, ist noch ein Exot - so wie stern-Redakteur Peter Meroth.
Wie von den Experten erwartet, breitet sich das neue Influenza-Virus weltweit aus. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Fälle. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur aktuellen Lage.
Kein Schwein hat die Grippe - zumindest nicht die grassierende Viruserkrankung. Allerdings scheint das Tier einmal eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des Erregers gespielt zu haben. Experten fordern nun, die Krankheit umzubenennen - und präsentieren gleich mehrere Vorschläge.
Die Ständige Impfkommission hat neue Empfehlungen veröffentlicht. Unter anderem legt sie als Konsequenz aus der Schweinegrippe-Pandemie Schwangeren die Influenza-Immunisierung nahe. Und junge Erwachsene sollten eine Masern-Impfung in Betracht ziehen.
Irgendwie geht der Schweinegrippe ein wenig die Luft aus, und das ausgerechnet zum Höhepunkt der Grippesaison. Vor kurzem schien es noch so, als wolle sie all ihre Reserven bündeln, um uns in einer zweiten Welle endgültig den Gar auszumachen -- und dann macht sie plötzlich schlapp. Trotz dieses freudigen, aber kaum vorhersehbaren Ereignisses haben in Hongkong am 21. Dezember offiziell und wie seit langem geplant die Impfungen gegen die neue Grippe begonnen. Der Chief Executive, Donald Tsang, ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat sich als erster eine Spritze setzen lassen, mit einem breiten Politiker-Lächeln auf den Lippen, so als gäbe es nichts schöneres, als kalten Stahl in seinem Fleisch zu spüren. Allerdings hat dieser Auftritt nur wenige Menschen hier überzeugt, und daher läuft die Impf-Kampagne, ähnlich wie in Europa, nur langsam an -- und das, obwohl die Impfung für weite Teile der Bevölkerung kostenlos ist und das Serum, anders als in Deutschland, keine der in die Kritik geratenen Nebensubstanzen enthält. Aber das Thema Schweinegrippe ist in den vergangenen Wochen und Monaten fast vollständig aus den Medien verschwunden und viele Menschen halten die Gefahr inzwischen für ein kalkulierbares Risiko. Die Statistiken geben ihnen Recht: Entgegen dem weltweiten Trend nimmt die Zahl der Neuerkrankungen in Hong Kong bereits seit vielen Wochen langsam aber stetig ab. Hongkonger sind vorsichtig selbst im Umgang mit normalen Erkältungskrankheiten. Selten einmal sieht man wandelnde Bazillenschleudern in der Öffentlichkeit, und diejenigen, die es erwischt hat und nicht zu Hause hält, schützen sich und andere, indem sie Masken tragen. Die Regierung aber sieht die nachlassende Impfbereitschaft sehr ungern und ist weiterhin entschlossen, die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung sowohl gegen die Schweine- wie auch gegen die normale Wintergrippe impfen zu lassen. Nach den Erfahrungen mit SARS und Vogelgrippe geht man nun lieber auf Nummer sicher. Je mehr Menschen gegen das Virus immun sind, so die Überlegung, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass es mutiert und sich doch noch in das gefürchtete Killer-Virus verwandelt. Solch ein aggressives und tödliches Virus würde in einer dicht besiedelten Metropole wie Hongkong natürlich eine Menge Unheil anrichten, und daher ist die Vorsicht der Regierenden nachvollziehbar. Wie man die Hongkonger allerdings dazu bewegen will, sich dem immunisierenden Piekser nicht länger zu verweigern, dafür hat man noch keine Lösung gefunden.
Viele überlegen, ob sie sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollen. Der "Impf-O-Mat" kann helfen: Sie erhalten eine persönliche Einschätzung, wie sehr sich die Impfung für Sie lohnt.
Die Impfaktion gegen die Schweinegrippe läuft - mit Lieferschwierigkeiten. stern.de zeigt, wie viele Impfdosen jedes Bundesland hat und wo Sie sich wann gegen die Schweinegrippe impfen lassen können.
In Düsseldorf hat ein Mann einen lebensbedrohlichen Schock erlitten, nachdem er gegen Schweinegrippe geimpft wurde. Der 30-Jährige hatte Glück, dass er die Arztpraxis noch nicht verlassen hatte.
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