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Warum dieses Jahr so viele Menschen am Norovirus erkranken

Das Norovirus löst starken Durchfall und Erbrechen aus - und ist hochansteckend. Dieses Jahr erkranken besonders viele Menschen. Wissenschaftler haben den Grund herausgefunden.

Norovirus: Die Fallzahlen häufen sich

Norovirus: Die Fallzahlen häufen sich

Das Norovirus breitet sich in diesem Winter besonders stark aus. Allein in der Woche vor Weihnachten wurden in Deutschland 5289 Erkrankungen gemeldet, wie aus einer neuen Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In den vergangenen Jahren waren es in der Woche vor Weihnachten meist viel weniger Fälle. Das Virus löst starken Durchfall und Erbrechen aus.

Es sei nicht ungewöhnlich, dass dieser Erreger in manchen Jahren stärker auftrete als in anderen, sagte Susanne Glasmacher vom RKI. "Wir kennen das Phänomen, dass die Werte alle paar Jahre erhöht sind." Auch im Winter 2009/2010 wurden pro Woche oft mehr als 5000 Erkrankungen gemeldet - aber erst im Januar und Februar. Doch was sorgt aktuell für den hohen Krankheitsstand? 

Norovirus: Neuer Virustyp "versteckt" sich vor dem Immunsystem

In diesem Winter infizieren sich laut RKI wohl auch deshalb mehr Menschen, weil eine neue Virusvariante umgehe. "Das bedeutet jedoch nicht, dass das Virus gefährlicher ist oder die Krankheit schwerer verläuft als sonst. Es kann sich nur besser vor dem Immunsystem verbergen, so dass mehr Leute erkranken", sagte Glasmacher.

Eine Norovirus-Erkrankung beginnt mit typischen Symptomen: plötzlich einsetzendem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommen oft Bauch- und Muskelschmerzen. Der Erreger führt zu starkem Flüssigkeitsverlust und ist deshalb vor allem für Kleinkinder, alte Menschen und geschwächte Personen gefährlich. Das hochansteckende Virus verbreitet sich vor allem in Einrichtungen wie Kindergärten und Altersheimen schnell. Nach etwa ein bis zwei Tagen klingen die Beschwerden ab. Erkrankte sind aber oft noch länger ansteckend - bis zu zwei Tage nach Besserung der Symptome.

ikr/DPA
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