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Bayern stoppt Lebertransplantationen in München

Das Münchner Klinikum rechts der Isar soll künftig keine Lebern mehr verpflanzen dürfen. Die bayerische Regierung reagiert damit auf Fälle von Manipulation bei der Vergabe von Spenderorganen.

  Wollte der Klinik-Chef die Aufklärung verhindern? Einem Medienbericht zufolge erhebt die Bundesärztekammer schwere Vorwürfe gegen ihn.

Wollte der Klinik-Chef die Aufklärung verhindern? Einem Medienbericht zufolge erhebt die Bundesärztekammer schwere Vorwürfe gegen ihn.

Das Münchner Klinikum rechts der Isar soll nach dem Manipulationsskandal im vergangenen Jahr keine Lebern mehr verpflanzen dürfen. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) und Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) sprachen sich am Mittwoch in München für eine Neustrukturierung der Lebertransplantation im Freistaat aus. Künftig sollten nur noch drei Kliniken in Bayern das Organ verpflanzen: Großhadern in München sowie Krankenhäuser in Regensburg und Würzburg. 2012 waren in Bayern drei Fälle von Manipulation bei der Vergabe von Spenderlebern am Klinikum rechts der Isar bekannt geworden und hatten einen Skandal ausgelöst.

Auch das Lebertransplantationsprogramm in Erlangen würde damit geschlossen. Sowohl dort als auch rechts der Isar sollen die Lebertherapiezentren aber erhalten bleiben. "Mit der Konzentration auf drei Zentren in Bayern können wir nachhaltige Konsequenzen ziehen. Die strukturellen Veränderungen sollen vor allem Transparenz, Effizienz und neues Vertrauen bringen", erklärte Huber.

Eine von den Ministerien eingesetzte Prüfungskommission stellte nach eigenen Angaben aber keine weiteren Fälle fest. Bei der Untersuchung aller 896 Transplantationen seit 2007 seien damit 68 Richtlinienverstöße aufgetreten. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass einzelne Patienten bevorzugt worden seien,

kmi/DPA/DPA

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