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Viele Medikamente sind für Senioren ungeeignet

Die jetzt veröffentlichte Priscus-Liste stuft 83 Medikamente als für Senioren ungeeignet ein, da sie höhere Risiken mit sich bringen. Gleichzeitig zeigt eine Untersuchung: 40 Prozent der Altenheim-Bewohner bekommen Mittel, die auf der Liste stehen.

Von Nina Weber

  Fünf bis sechs verschiedene Wirkstoffe schluckt ein deutscher Senior pro Tag

Fünf bis sechs verschiedene Wirkstoffe schluckt ein deutscher Senior pro Tag

  • Nina Weber

Jenseits der 70 häufen sich die chronischen Leiden. Das führt dazu, dass viele ältere Menschen Tag für Tag einen Medikamenten-Cocktail schlucken - im Schnitt fünf bis sechs verschiedene Wirkstoffe, im Extremfall auch mal 15. Damit geht an sich schon ein größeres Risiko von schädlichen Wechsel- und Nebenwirkungen einher.

Einige Medikamente sind zudem gerade für Ältere mit einem größeren Risiko verbunden, da sie beispielsweise die Gefahr von Stürzen erhöhen. Deutsche Forscher haben jetzt eine Liste erstellt, die 83 solcher Medikamente umfasst. International existieren zwar schon ähnliche Kataloge, sie waren aber nicht auf Deutschland übertragbar.

Auf der "Priscus-Liste", die online zur Verfügung steht, finden sich unter anderem einige Antidepressiva, Schmerz- und Beruhigungsmittel. Alternativen zu den Medikamenten werden genannt. "Die Liste dient dazu, dass der Arzt beim einzelnen Patienten hinterfragt, ob ein Medikament unbedingt verordnet werden muss und ob möglicherweise Alternativen vorhanden sind", sagt Petra Thürmann von der Universität Witten/Herdecke. Sie hat den Katalog zusammen mit Kollegen erarbeitet. Eine für Laien verständliche Liste soll folgen. Die Forscherin mahnt allerdings, nicht in Panik zu verfallen, falls ein Angehöriger eines der Mittel nehme.

40 Prozent der Altenheim-Bewohner nehmen solche Medikamente

Bisher kommen die jetzt gelisteten Präparate oft bei Älteren zum Einsatz. "Wir haben im Rahmen eines schon länger laufenden Projektes noch zu hause lebende 75-Jährige befragt, welche Medikamente sie verordnet bekommen. 15 bis 20 Prozent nehmen demnach Mittel, die auf der Priscus-Liste stehen", sagt Thürmann. Bei Menschen, die im Altersheim leben, sei die Quote sogar deutlich höher: Sie liege bei rund 40 Prozent. "Das hängt damit zusammen, dass eine Reihe dieser Medikamente bei Demenz und Depressionen eingesetzt werden und der Anteil der davon Betroffenen in Altersheimen größer ist", sagt Thürmann.

Erstellt wurde die Liste in Zusammenarbeit mit gut 20 Experten verschiedener Fachrichtungen, unter anderem Geriatrie, Neurologie und Pharmazie. Denn große Studien, die die Nebenwirkungen sämtlicher Mittel bei älteren Patienten abbilden, existieren nicht. Die Fachleute gaben an, ob die zuvor ermittelten 131 fraglichen Medikamente für ältere Patienten geeignet halten oder nicht. Zudem schlugen sie alternative Therapiemöglichkeiten vor. Und sie nannten Maßnahmen, die Gesundheit von Patienten zu kontrollieren, die doch eines dieser Mittel brauchten.

In den kommenden drei Jahren soll die Liste überprüft werden. Thürmann: "Wir werden unter anderem beobachten, ob tatsächlich weniger Komplikationen auftreten, wenn auf der Priscus-Liste stehende Medikamente nicht mehr oder nur unter bestimmten Voraussetzungen verschrieben werden."

Wie wichtig es ist, die Wirkung von Arzneimitteln bei Senioren besser zu erforschen, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Laut Arzneimittelreport 2008 bekamen die über 60-Jährigen, die kann 27 Prozent der Bevölkerung ausmachen, 66 Prozent der Fertigarzneimittel verordnet.

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