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16. September 2009, 15:22 Uhr

Das sollten Sie wissen

Laut Hans-Hermann Dubben sollte jeder Patient, der über die Prostatakrebs-Früherkennung aufgeklärt werden soll bzw. will, mit folgenden Aussagen konfrontiert werden.

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Beim PSA-Test wird die Konzentration des Prostata-spezifischem Antigens im Blut ermittelt. Erhöhte Werte können auf einen Tumor deuten© Colourbox

Bevor sich ein Mann für oder gegen eine Früherkennung von Prostatakrebs per PSA-Test entscheidet, sollte er mit folgenden Aussagen konfrontiert werden, meint der Hamburger Biophysiker Hans-Hermann Dubben. Er merkt zudem an, dass der behandelnde Arzt nicht der einzige sein sollte, der den Patienten über möglichen Nutzen und Schaden der Früherkennung aufklärt. Schließlich befindet sich der Arzt, der am PSA-Test verdient, in einem ökonomischen Interessenkonflikt.

Eine Verringerung der Prostatakrebs-Todesfälle durch Prostatakrebs-Früherkennung ist grundsätzlich nicht nachweisbar.

Ein Überlebensnachteil durch Prostatakrebs-Früherkennung ist grundsätzlich nicht ausschließbar.

Etwa drei Prozent aller Männer sterben an einem Prostatakarzinom. Diese Männer werden jedoch überdurchschnittlich alt.

Die zwei neuesten und größten Studien zur Prostatakrebs-Früherkennung kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen:

Der einen Studie zufolge werden keine Prostatakrebs-Sterbefälle verhindert.

Die andere liefert folgende Zahlen:

- Unter 1410 Männern, die neun Jahre in der Screening-Gruppe waren, wurde ein Prostatakrebs-Sterbefall verhindert.

- Von diesen 1410 Männern wurden 48 einer Krebstherapie ausgesetzt, obwohl sie keine benötigt hätten. Deren Lebensqualität wird mit Sicherheit verschlechtert.

- Von diesen 1410 Männern wurden weitere 67 einer Krebstherapie ausgesetzt, die vielleicht deren Lebensqualität zum Guten oder zum Schlechten beeinflusst hat.

- Unter diesen 1410 Männern wurden in 339 Fällen Biopsien entnommen.

- Unter diesen 1410 Männern gab es 257 falsch-positive PSA-Testergebnisse, die zu einer Biopsie führten.

 
 
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