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Depression

Sie lässt den Körper erschlaffen und die Gefühle ersterben. Die Seele versinkt im Dunkeln. Keine andere Krankheit kann so quälend sein. Aber den meisten Schwermütigen wäre zu helfen - wenn ihr Leiden erkannt und richtig behandelt würde.

  Das Ende einer großen Liebe oder der Abschied vom Berufsleben werfen fast jeden für eine Weile aus der Bahn. Bei manchen jedoch markieren solche Umbrüche den Beginn einer lang anhaltenden Depression.

Das Ende einer großen Liebe oder der Abschied vom Berufsleben werfen fast jeden für eine Weile aus der Bahn. Bei manchen jedoch markieren solche Umbrüche den Beginn einer lang anhaltenden Depression.

Stimmungstiefs gehen vorüber, eine Depression hält lange an

Oft sind die ersten Anzeichen der Krankheit unspektakulär: Der passionierte Hobbygärtner schafft es nicht mehr, sich zum Unkrautjäten aufzuraffen, lässt die Setzlinge ungewässert, den Rasen ungemäht. Die Examenskandidatin gerät tagtäglich über den Büchern ins Grübeln und plagt sich mit Versagensängsten. Findet nachts keine Ruhe. Und morgens keinen Mut für den neuen Tag.

Weil so etwas auch bei schlichten "Durchhängern" vorkommt, ist die erste Zeit einer Depression die Zeit der gut gemeinten Ratschläge: Das wird schon wieder. Spann doch mal aus. Und: Reiß dich zusammen! Aber weder Zuspruch noch Mahnung helfen. Stimmungstiefs gehen vorüber, eine Depression hält über Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre an. Sie ist weder mit Willensstärke noch allein mit der Hilfe von Familie und Freunden zu vertreiben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet das Leiden, das jeden Zehnten irgendwann trifft, als die belastendste Krankheit, der ein Mensch ausgesetzt sein kann. 15 Prozent aller schwer Depressiven ertragen ihre Qualen nicht auf Dauer und bringen sich um. Das sind in Deutschland Jahr für Jahr 7000 Menschen - 60 Prozent aller Selbstmorde.

Selbst wenn die Krankheit fortschreitet, womöglich gar diagnostiziert ist, nehmen viele die Gefahr nicht ernst. "Depressionen werden oft heruntergespielt und irgendwo zwischen Schnupfen und Einbildung angesiedelt", sagt Professor Ulrich Hegerl von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dabei sind schon die organischen Auswirkungen dramatisch: Inzwischen wissen Mediziner, dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, für Depressive doppelt so hoch liegt wie für andere Menschen. Durch eine hohe Konzentration des Stresshormons Cortisol gerinnt das Blut schneller. Thrombosen und Embolien können die Folge sein. Auch Diabetes tritt häufiger auf. Hinzu kommen Bewegungsstörungen und Libidoverlust. Womöglich auch Impotenz, ein Ausbleiben der Monatsblutung - und Schmerzen. "In der Depression wird jede Empfindung zu einer Missempfindung", sagtHegerl. "Vorher gut zu ertragende körperliche Beschwerden werden unerträglich. Durch Bewegungsarmut, Muskelverspannung, Appetit- und Schlaflosigkeit können während der depressiven Phase zusätzliche Beschwerden wie Rücken- und Kopfschmerzen auftreten." Sogar das Grundgerüst des Körpers wird torpediert: Nach einigen Monaten der Depression kann durch hormonelle Veränderungen die Knochendichte sinken, besonders Männer laufen Gefahr, eine Osteoporose zu entwickeln.

Noch weitaus zermürbender sind die psychischen Symptome. Das "Kompetenznetz Depression", ein Wissenschaftlerverbund zur Erforschung der Krankheit, beschreibt sie als wochenlangen Rückzug, bei dem die Traurigkeit ihren Sinn verliert, Anstoß zur Neuorientierung zu geben: "Statt nachzudenken, verfällt man ins Grübeln. Statt sich zu erholen, ermüdet man durch ständige Zweifel an sich selbst und der Welt." Der Patient erlebe Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, innere Leere, Schuld, Angst und Verzweiflung. Er sei traurig - oder aber unfähig, überhaupt noch Gefühle zu empfinden ("Ich bin wie versteinert."). Depressive "vermeiden soziale Kontakte, stellen Hobbys ein, können ihre Arbeit nicht mehr bewältigen und ziehen sich ins Bett zurück. Die Mimik und Gestik ist bei vielen Patienten wie erstarrt, die Stimme leise und monoton." Mancher versucht, seine Stimmung mit Alkohol und Beruhigungsmitteln aufzuhellen und wird darüber auch noch süchtig. Die seelische Zermürbung kann so weit gehen, dass jemand sich schon überfordert fühlt, wenn er morgens Zahncreme auf die Bürste drücken soll. Dass er, wenn der Pastenstrang von den Borsten rutscht, resigniert alles fallen lässt und ins Bett zurückkehrt.

Infografik

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Auffällig ist der Zusammenhang zwischen Depression und Stress

Was lässt die Gefühlswelt derart düster werden? Forscher haben den Ausgangspunkt der Melancholie im Gehirn geortet, wo bestimmte Botenstoffe (so genannte Neurotransmitter) Signale zwischen den Milliarden von Nervenzellen übermitteln und damit auch unsere Gemütslage beeinflussen. Bei Depressiven sind zwei dieser Botenstoffe, Serotonin und Noradrenalin, entweder nicht in ausreichender Menge vorhanden, oder ihr Austausch zwischen den Zellen funktioniert nicht richtig - mit dramatischen Folgen für die Stimmungslage und den gesamten Organismus.

Warum der Haushalt der Botenstoffe im Kopf aus dem Gleichgewicht gerät, ist noch nicht abschließend erforscht, auch nicht, warum die Depression Frauen doppelt bis dreimal so häufig trifft wie Männer. Aber viele Rätsel hat die Forschung bereits gelöst. So gilt es als gesichert, dass die Anfälligkeit für Depression vererbt werden kann - nicht allein durch einen einzigen Webfehler in der DNA, sondern durch eine Kombination von Erbinformationen verschiedener Chromosomen. Bewiesen ist zudem, dass etwa Funktionsstörungen der Schilddrüse oder die Parkinsonsche Krankheit eine Depression verursachen können. Und auch das vor allem bei Pferden verbreitete Borna-Virus spielt möglicherweise manchmal eine Rolle: Es wurde vermehrt bei depressiven Menschen nachgewiesen - und oftmals erhellte sich deren Gemüt, wenn man den Erreger bekämpfte.

Besonders auffällig ist der Zusammenhang zwischen Depression und Stress. In zwei Drittel der Fälle beginnt die Seelenpein nach einer Extrembelastung der Psyche - etwa durch eine schwere Krankheit, den Tod eines Angehörigen, den Übertritt ins Rentnerleben oder die Wechseljahre. Durch eine Trennung oder ein traumatisches Erlebnis wie Vergewaltigung, Terror, Krieg. Und Untersuchungen haben gezeigt, dass die Ausschüttung der Stresshormone bei Depressiven meist dauerhaft hoch bleibt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Stresshormone den Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn aus dem Gleichgewicht bringen können.

Auch wenn noch viele Fragen über die Entstehung der Depression unbeantwortet sind, steht Medizinern und Psychologen inzwischen ein breites Spektrum von Therapien zur Auswahl. Die Krankheit ist grausam und lebensgefährlich - aber sie lässt sich wirksam behandeln.

Besonders häufig kommen so genannte Antidepressiva zum Einsatz - Medikamente, die auf unterschiedliche Weise in den gestörten Hirnstoffwechsel eingreifen und die das Ziel haben, die Wirkung der Botenstoffe zu. Daneben experimentieren mehrere Pharmaunternehmen mit Stoffen, die das Stresshormon CRH bekämpfen. Experten vermuten, dass solche Mittel schneller wirken könnten als die bisherigen Antidepressiva, vor allem gegen die körperlichen Symptome der Krankheit.

Auch Psychotherapien können den Weg aus Leere und Düsternis weisen, wobei sich vor allem zwei Methoden als sinnvoll erwiesen haben: Die Verhaltenstherapie zielt darauf, das bei der Erkrankung eingeübte falsche Verhalten und Denken der Betroffenen durch Gespräche und Training zu ändern - also etwa dem Rückzugsverhalten mit Übungen zur Kontaktaufnahme zu begegnen. Die interpersonale Psychotherapie verknüpft Elemente der Verhaltenstherapie mit einer tiefenpsychologischen Behandlung. Dabei erforscht der Therapeut mit seinem Patienten, welche Situationen die Depressionen ausgelöst haben könnten.

Bei mittleren und schweren Depressionen warnen Experten jedoch davor, aus Angst vor Medikamenten allein auf die Hilfe des Therapeuten zu setzen. "Lediglich bei sehr leichten Störungen ist eine reine Psychotherapie zu empfehlen. Sie sollte nicht länger als 20 Stunden dauern, und der Patient sollte sich schon nach zehn Stunden deutlich besser fühlen", sagt Professorin Isabella Heuser, die Leiterin der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Benjamin Franklin in Berlin. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass eine Kombination von ausgewählten Medikamenten und Verhaltenstherapie am besten helfe. "Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Antidepressiva abhängig machen und Psychotherapie nicht", sagt die Psychiaterin. Im Gegenteil: Kein Antidepressivum mache abhängig, wohingegen sich nicht selten eine psychische Abhängigkeit vom Therapeuten einstelle.

90 Prozent aller Depressiven könnte geholfen werden - wenn man sie nur rechtzeitig erkannte

Für Patienten, bei denen die klassische Behandlung fehlschlägt, haben sich mehrere andere Vorgehensweisen als hilfreich erwiesen. Vor allem bei saisonal Depressiven, die regelmäßig in den dunklen Jahreszeiten ins Seelenloch fallen, kann eine Lichttherapie segensreich wirken: Die Erkrankten setzen sich bis zu eine Woche lang täglich für 30 bis 40 Minuten vor Lampen, die ein sehr helles, weißes Licht mit mindestens 2500 Lux abgeben. Vermutlich funktioniert die Methode, weil das Gehirn, über den Sehnerv angeregt, Serotonin und Melatonin ausschüttet. Vielen leicht bis mittelschwer Depressiven hilft auch regelmäßiger und häufiger Sport (mindestens dreimal in der Woche) - oder schlichter Schlafentzug. So geht es zwei Dritteln aller Depressiven am Morgen besser, wenn sie eine Nacht nicht schlafen. Leider hält der Effekt jedoch selten länger als einen Tag vor.

Bei besonders schweren Fällen arbeiten Experten inwischen wieder verstärkt mit einer Methode, die lange Zeit verrufen war: mit Stromstößen. Bei der modernen "Elektrokrampftherapie" (EKT) wird eine Gehirnhälfte des Patienten unter leichter Narkose einer elektrischen Ladung ausgesetzt, nachdem der Arzt die Muskeln mit Medikamenten entspannt hat. Die Stromgaben sind sehr viel niedriger als noch vor Jahrzehnten, die Erfolge ermutigend: In 80 bis 90 Prozent der Fälle gehen die Symptome der Depression deutlich zurück. Die Behandlung wird binnen eines kurzen Zeitraums mehrfach wiederholt, etwa zwei Wochen lang jeden zweiten Tag. "Die Methode ist zuverlässig und für viele schonender als Medikamente", sagt Isabella Heuser, die mit den Stromstößen arbeitet. "In den USA gibt es Kliniken, da kommen die Patienten morgens zur Krampftherapie. Die Behandlung dauert fünf Minuten, dann ruhen sie sich eine halbe Stunde aus und gehen ganz normal zur Arbeit."

Es spricht jedoch einiges dafür, die Methode wirklich nur bei schweren Depressionen einzusetzen, und auch nur dann, wenn andere Therapien gescheitert sind: Im Juni 2003 veröffentlichten britische Wissenschaftler eine Zusammenfassung von Studien über die EKT. Danach bezahlt ein größerer Teil der Patienten - je nach Untersuchung zwischen 29 und 55 Prozent - die Linderung ihrer Schwermut mit dem dauerhaften Verlust einiger persönlicher Erinnerungen.

Als sanfte Alternative wird die "transkranielle Magnetstimulation" (TMS) angeboten. Dafür setzt man eine Gehirnhälfte einem Magnetfeld aus, der Patient spürt ein leichtes Prickeln auf der Kopfhaut. Allerdings konnten noch keine durchschlagenden Erfolge nachgewiesen werden. Heuser: "Ich habe nur bei leichten Depressionen positive Wirkungen beobachten können, und das auch nur im Zusammenspiel mit Medikamenten und Psychotherapie."

In Bonn und Berlin wird derzeit an einer ganz neuen Methode aus den USA geforscht, die wie die Elektrokrampftherapie mit Strom arbeitet - jedoch sehr viel dauerhafter. Für die so genannte Vagusnervstimulation, die bereits bei bestimmten Fällen von Epilepsie mit Erfolg eingesetzt wurde, bedarf es einer halbstündigen Operation: Ärzte setzen dem Patienten einen kleinen Impulsgeber in die Brust und legen von dort aus einen feinen Draht bis hoch in den Hals zum Vagusnerv, der das Gehirn unter anderem mit den Bauch- und Brustorganen verbindet. Dieser wird dann im Abstand von einigen Minuten immer wieder sehr schwachen Stromstößen ausgesetzt. "Wir machen die Operation seit 2002", sagt Isabella Heuser. "Implantiert haben wir bei bislang 16 Patienten, bei denen jeweils mindestens vier andere Therapieversuche gescheitert waren." Die Wirkmechanismen durchschaue sie noch nicht, so Heuser: "Bei der Hälfte der Patienten funktioniert es unheimlich gut, bei den anderen wird es überhaupt nicht besser." Alle müssen mit der gleichen Nebenwirkung leben: Solange der Nerv stimuliert wird, sprechen sie heiser und haben Hustenreiz. Einige schalten den Impulsgeber deshalb ab, wenn sie etwa eine Rede halten müssen.

Betroffene tragen dazu bei, dass ihre Depression nicht auffällt

Ob mit solchen ungewöhnlichen Methoden oder mit den gängigen Therapien und Antidepressiva - Experten gehen davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Depressiven geholfen werden könnte. Dass trotzdem so viele ein jahrelanges Martyrium durchstehen müssen, liegt vor allem daran, dass sie nicht rechtzeitig kompetente Hilfe finden. So hat das Max-Planck-Institut für Psychiatrie festgestellt, dass jeder zehnte Hausarzt-Patient an behandlungsbedürftigen Depressionen leidet, die Krankheit aber nur bei jedem zweiten Betroffenen diagnostiziert wird. In einer im Frühjahr veröffentlichten Untersuchung der Universitätskliniken Freiburg und Düsseldorf bei Hausärzten in Südbaden, Aachen und Jülich schnitten die Mediziner noch schlechter ab: Bei zwei Dritteln der depressiven Patienten erkannte der Arzt das Leiden nicht.

Auch die Betroffenen tragen dazu bei, dass ihre Depression nicht auf den ersten Blick auffällt. Sie klagen häufig nur über ihre körperlichen Leiden, weil sie entweder die seelischen Störungen als deren Folge vermuten oder weil sie sich davor fürchten, psychologisch oder psychiatrisch behandelt zu werden. Dennoch sei die richtige Diagnose "kein Hexenwerk", sagt Martin Härter von der Universität Freiburg, einer der Verantwortlichen der Studie. "Die nötigen Fragen sind bekannt, und auch die häufige Begründung von Ärzten, sie hätten dafür keine Zeit, greift nicht. Nach fünf bis höchstens zehn Minuten lässt sich sicher beurteilen, ob behandlungsbedürftige Depressionen vorliegen."

Auch wer das Glück hat, dass seine Krankheit vom Hausarzt erkannt wird, darf noch nicht sicher sein, dass ihm fachkundig geholfen wird. Die Untersuchung der Unis Freiburg und Düsseldorf zeigt: Selbst wenn Hausärzte die richtige Diagnose stellen, reagieren sie oft nicht nach dem Stand der Wissenschaft. Der Psychologe und Psychiater Martin Härter konstatiert eindeutige Behandlungsfehler:

> Mehr als zwei Drittel der Ärzte entscheiden sich bei leichten bis mittelschweren Depressionen dafür, erst einmal gar nichts zu tun, sondern abzuwarten.

> Verschreibt der Arzt Antidepressiva, dann oft in zu niedriger Dosis.

> Beruhigungsmittel werden öfter verschrieben als nötig.

> Seltener, als die internationalen Leitlinien es empfehlen, schicken Hausärzte ihre Patienten zum Facharzt oder Psychotherapeuten.

> Oft wird nicht patientengerecht beraten - also nicht eine Behandlung gewählt, von der der Kranke überzeugt ist. So besteht die Gefahr, dass er sie vorzeitig abbricht.

Die Folge: Lediglich einem Viertel der Patienten geht es nach zwei Monaten Hausarztbehandlung wieder gut oder deutlich besser - bei fast genauso vielen verschlechtert sich in dieser Zeit die Lage. Wie verheerend diese Bilanz ist, zeigt der Vergleich mit einer anderen Untersuchung aus Freiburg. Von rund 3000 Patienten, die stationär in Fachkliniken behandelt wurden, ging es nach durchschnittlich zwei Monaten 80 bis 90 Prozent deutlich besser.

Wie schnell Wissen den Missstand beheben kann, zeigt eine weitere Studie: Die Forscher aus Freiburg und Düsseldorf boten den unsicheren Ärzten eine Fortbildung an. Nach vier bis sechs Abendveranstaltungen von zwei Stunden Dauer waren drei Viertel der Ärzte in der Lage, Depressionen richtig zu diagnostizieren, und die Rate derer, die dann behandelten statt abzuwarten, erhöhte sich ähnlich stark. In Nürnberg setzt seit 2001 das im Rahmen des "Kompetenznetzes Depression" entstandene "Bündnis gegen Depression" auf Aufklärung von Laien wie Experten. Mit Erfolg: Die Zahl der Selbstmorde in der Region ging deutlich zurück.

Weitere Bündnisse werden noch in diesem Jahr in Lübeck, Hamburg-Harburg, Regensburg, Erlangen und Kempten sowie in Regionen Frankreichs, Islands und der Schweiz gestartet. Für die Kranken ist das ein Hoffnungsschimmer. Denn wenn es ihnen gelingt, die richtigen Helfer zu finden und sich erfolgreich durch das Dunkel der Depression zu kämpfen, haben sie die Qual mit einiger Wahrscheinlichkeit für immer überstanden: Die Hälfte aller Patienten erlebt nur eine depressive Periode im Leben. Und selbst, wenn der Seelenkrebs noch einmal zuschlägt, kann er milder verlaufen - weil der Patient sofort erkennt, was mit ihm geschieht, und schneller Hilfe findet.

Werner Hinzpeter

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