Startseite

Sanfte Hilfe bei chronischer Erschöpfung

Die Schulmedizin kann gegen das diffuse Leiden häufig nicht helfen. Viele Naturheilmittel hingegen versprechen Linderung. Was bringen sie wirklich?

Von Edzard Ernst

Das Chronische Erschöpfungssyndrom - auch Chronic Fatigue Syndrom (CFS) genannt - war für Mediziner lange Zeit ein heißes Eisen. Einige meinten, es sei keine eigenständige Krankheit, sondern "lediglich" eine Form der Depression. Andere vermuteten eine Infektion als Ursache und nannten die Erkrankung myalgische Enzephalomyelitis (ME). Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet, und die Experten sind sich im Großen und Ganzen einig, dass es CFS gibt und dass es ein Syndrom mit noch unbekannten Ursachen ist.

Menschen mit CFS sind dauerhaft sehr müde und abgeschlagen. Ihre Konzentrationsfähigkeit ist beeinträchtigt, nach körperlicher Tätigkeit haben sie grippeartige Beschwerden, dazu treten Schmerzen (zum Beispiel Muskel-, Nerven- oder Kopfschmerzen) auf, die nur schwer beeinflussbar sind, Schlafstörungen und eine Vielzahl weiterer Symptome. Das CFS, das zu Arbeitslosigkeit und schwersten Behinderungen führen kann, betrifft weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Am häufigsten erkranken Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Frauen trifft es etwa doppelt so häufig wie Männer.

Häufig bleiben schulmedizinische Verfahren ohne Wirkung

Die konventionelle Therapie setzt meist bei der Behandlung der Symptome an. Als aussichtsreichste Methoden haben sich ein individuell angepasstes Trainingsprogramm und Psychotherapie erwiesen. Häufig bleiben die schulmedizinischen Verfahren aber ohne Wirkung. Fast alle Betroffenen probieren - meist aus Frustration über diese Erfolglosigkeit - komplementäre Therapien aus. Was aber bringen solche "Alternativen"?

* Häufig wird

Nachtkerzenöl

empfohlen. Dessen Wirksamkeit wurde in zwei Placebo-kontrollierten Studien getestet - mit leider krass widersprüchlichem Ergebnis: Eine Studie fand keine Wirksamkeit, die andere dagegen sprach für den Nutzen einer solchen Therapie.

* Das einzige weitere pflanzliche Heilmittel, das in klinischen Studien geprüft wurde, ist die

Taigawurzel

, ein Ginseng-Ersatz. Auch hier fand sich kein Nachweis dafür, dass diese Therapie einem Placebo überlegen ist.

* Zur

Homöopathie

existieren zwei Studien. Beide kamen zu dem Schluss, dass eine individualisierte homöopathische Behandlung erfolgreich sei. Allerdings weisen beide erhebliche inhaltliche Schwächen auf, sodass auch sie nicht ausreichen, um ein letztlich positives Urteil zu fällen.

* Auch die Wirkung einer Reihe von

Nahrungsergänzungsmitteln

wurde in klinischen Studien getestet. Vielversprechende Resultate ergaben sich dabei für ein Aminosäuren-Gemisch, für den Fettsäuren-Transportstoff L-Carnitin, das Coenzym NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid) und ein Multivitamin-Multimineral-Präparat. Enttäuschend schnitten hingegen folgende Supplements ab: Folsäure, Vitamin B12, Magnesium und Melatonin. Und zu allen diesen Studien muss betont werden, dass sie zu wenig umfangreich sind und dass unabhängige Bestätigungen der Ergebnisse fehlen. Deshalb kommt auch ihnen letztlich wenig Aussagekraft zu.

Weitere Forschung ist dringend nötig

Unter dem Strich sind die wissenschaftlichen Daten zu komplementärmedizinischen Therapien des CFS also äußerst enttäuschend: Keine Methode ist ausreichend belegt, und demnach kann kein Verfahren als nachgewiesenermaßen wirksam empfohlen werden. Das ist ernüchternd und bedeutet, dass weitere Forschung auf diesem Gebiet dringend erforderlich ist.

Ehe wir die Flinte ganz ins Korn werfen, sollten wir uns aber vielleicht daran erinnern, dass ein fehlender Nachweis für einen Effekt eines Mittels noch kein Beweis dafür ist, dass dieses Mittel keinen Effekt hat.

GesundLeben

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools